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Was die Presse sich da wieder entgehen lässt …

Also – ich habe es ja angekündigt. Es gab eine Pressekonferenz, wir haben die wichtigsten Vertreter der Lokalpresse eingeladen – und natürlich auch nicht verheimlicht, was wir an der Pressekonferenz für Neuigkeiten pressentieren. Der Termin war letzten Donnerstag um 10 Uhr in Drispeth, im Sonntagscafe. Also mal echt eine Gelegenheit für die Pressevertreter diesen schönen Ort außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu besuchen. Es kam: niemand. – Naja. Die Herrschaften und Damschaften wussten wohl doch nicht, was sie sich da entgehen lassen. Es waren nämlich maßgebliche Projektteilnehmer da. Neben den Betreibern des Sonntagscafe selbst kam auch der Museumsleiter des Treckermuseums und Herr Lenz aus Wiligrad. Nicht ohne Grund haben wir die Erscheinung des Kalenders gefeiert. Alle Verkaufsstellen waren mit dem Verkauf zufrieden. Und dies schon vor dem Saisonanfang. Grundsätzlich wird der Kalender als wertig beurteilt. So waren wir unter uns – das war auch sehr schön. Wir haben verschiedene Ideen hin und hergewälzt wie sich das Projekt weiter entwickeln kann. So beispielsweise, dass es jedes Jahr einen Themenkalender gibt. Töpfereien könnten ein Thema sein, Reetdachdeckerei, der Ostseeradweg oder Gärten oder einen maritimen Kalender. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Plätze von Jahr zu Jahr wechseln sollen. Naja, vielleicht macht ja nächstes Jahr doch wieder jemand aus der bestehenden Runde mit. Wir bekamen dann noch eine Führung durch den Garten. Das ist selbst für einen Nichtgärtner interessant wie so ein Mustergarten entsteht und gepflegt wird. Also … hier nochmals und in aller Öffentlichkeit: herzlichen Dank an alle, die bei diesem ersten Netzwerkkalender mitgemacht haben, mit Rat und Tat und Mut, mit Bild und Text, mit Zuspruch und Kritik.

Jetzt ist das Publikum geladen – ihr dürft den Kalender kaufen, bestaunen, verschenken, weiter empfehlen, aufhängen, wiederverkaufen (für Wiederverkäufer gibt es besondere Konditionen) … Der Kalender kostet 10 Euro pro Stück.

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Dieses feine Buffet haben sich die Pressevertreter auch entgehen lassen … frischer Kohlrabi aus dem Garten, feinster Rhabarberkuchen, Schnittchen, Früchte, Speckgugelhupf (noch warm), Kaffee, Tee – alles war ausreichend da.

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Hier waren wir, der Ofen verbreitete wohlige Wärme. Das Gebäude wurde übrigens aus Eichenbalken in traditioneller Handwerkerkunst erstellt – ohne Nägel und Schrauben.

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2 Wochen später …

Huii – schon so lange nicht mehr geschrieben … – also – das muss wohl der Sommer sein. Pünktlich zum Ferienstart in Mecklenburg-Vorpommern erleben wir die ersten Sommertage mit Temperaturen über 20°C. Möglicherweise komme ich deswegen nicht mehr so recht dazu die Ereignisse zu dokumentieren. Apropos dokumentieren. Hier muss ich nun doch einmal den Zustand unserer Fenster und Gesimse dokumentieren. Ich muss es jeden Tag ansehen, doch wirkliche Abhilfe ist noch fern. Der Lack der Fenster hat sich durch die Witterung teilweise vollständig „aufgelöst“. Zunächst sind es ganz kleine Haarrisse, die durch die Sonne und Holztätigkeit entstehen, dann kommt Regen, Wasser und Frost. Und so geht es fort. Es hilft nun einzig, den ganzen Pfusch bis aufs Holz runter zu schleifen und dann eine ordentliche Grundierung zu machen und mindestens zwei Schichten Lack aufzubringen. Darüber werde ich dann auch noch weiter berichten …

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Den Gartentisch habe ich euch auch noch nicht fertig gezeigt. Der Grund hierfür ist, dass er noch gar nicht so lang im Einsatz ist. Eingeweiht wurde er erst am vergangenen Wochenende, als wir Besuch aus Schwerin hatten.

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Wer übrigens die Anschaffung eines Gartentisches plant und wem ein Tisch aus Lärchenholz gefallen würde, darf sich gerne mal melden. Ich schreibe jetzt mit Fleiß nicht, dass ich so einen Tisch gegen eine entsprechende Kostenerstattung bauen würde, da ich sonst ruckzuck irgendwelche Gewerbefuzzis und Berufsgenossenschaftsfuzzis und sonstwas auf dem Hals hätte, die eine Staubabsaugung, einen Meisterbrief und eine Gewerbeanmeldung und was weiß ich was fordern würden. Ich sag mal … wir würden unseren Tisch auch gebraucht verkaufen – oder so ähnlich.

Ich habe ein neues Fotomotiv entdeckt – ganz in unserer Nähe. Ich bin schonmal auf Motivsuche für den Kalender 2017. Vom Kalender 2016 darf ich noch nicht berichten, denn die Pressekonferenz findet erst am Donnerstag statt.

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Aus welchem Anlass auch immer … waren wir vorletzte Woche in Drispeth und in Wiligrad. Zwei wunderschöne Orte, die wir unseren Feriengästen sehr empfehlen können. Hier der Blick auf den Schweriner See vom Ufer bei Wiligrad. Am Ufer entlang führt ein schöner Wanderweg. Auch der Radweg von Schwerin nach Wismar führt am Schweriner See entlang und durch Wiligrad. Der Weg in die andere Richtung übrigens auch.

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Der Marstall.

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Seit 1991 ist Schloss Wiligrad der Sitz des Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dementsprechend schick ist auch der Zustand der ganzen Anlage.

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Die Heizung … genau. Die Heizung. Ist in Betrieb, besser gesagt nur ein Teil der Heizung. Die Ölheizung ist abgeschaltet, die Solaranlage liefert ausreichend Heißwasser. Ansonsten erspare ich euch die Geschichte über die Heizung. Sie entspricht vielleicht dem Mecklenburger Standard. „Die Ölkosten müssen eben bezahlt werden. Wenn meine Frau sagt es ist zu kalt, dann drehe ich die Heizung auf.“ – so ähnlich äußerte sich der Techniker der Firma Wolf auf die Frage, ob in den Einstellungen noch Potential zur Optimierung und Energieeinsparung liegen. Zu gut deutsch: der Typ hat schlicht seinen Job verfehlt. Gelernt habe ich, dass so eine Heizung einen Haufen Experten benötigt: da ist zunächst der Schornsteinfeger, der sagt, ob überhaupt eine neue Heizung dort hingebaut werden darf. Dann braucht es einen Experten – möglichst mit schickem schwarzlackiertem oder weißlackiertem Geländewagen mit Lederausstattung, der das Ding verkauft. Es gibt auch Experten, die mit rostigen Autos umherfahren, die konnten aber nicht überzeugen, dass sie das Projekt auch wirklich umsetzen können. Leider. Dann braucht es die Experten des Großhändlers, die die Anlage planen und die benötigten Teile und Preise schön zusammenstellen. Dann braucht es die Experten, die die sanitäre Installation vollführen und es braucht die Experten, die die elektrische Installation vollführen. Dann braucht es wiederum einen Experten, der einen Teil der fehlerhaften Installation findet und korrigieren lässt und die Anlage mehr oder weniger gekonnt in Betrieb nimmt. Als letzten Experten braucht es den Schornsteinfeger, der sagt, dass alles gut gemacht wurde und so auch betrieben werden darf. Der eine Experte weiß vom Fachbereich des anderen Experten möglichst wenig, interessiert sich auch nicht sonderlich dafür und redet auch nur das notwendigste mit ihm. Bei der Umsetzung unseres Heizungsprojektes hat mir ein Experte gefehlt: der über alles den Überblick bewahrt und im rechten Moment eingreift, die ganze Anlage kapiert, Fehler erkennt und beseitigen lässt und letztenendes auch für den Pfusch geradesteht. Alle Experten sind liebe Leute und machen ihren Job nicht einmal schlecht. So eine Heizungsanlage ist aber ein komplexes Ding, da ist es blöd, wenn der Elektriker irgendwie einen schlechten Tag hat und alles falschrum anklemmt – nur so als Beispiel.

Ich betätige mich hin und wieder auch als Experte. Zum Beispiel als Experte für den Bau von Fliegengittern. Die sind notwendig, wenn man direkt an einem See wohnt. Oder besser gesagt sinnvoll. Aber wie macht man Fliegengitter an nach außen öffnende Fenster? Genau – dafür braucht man dann einen Experten. Da alle Fenster in unserem Haus die gleichen Maße haben, muss ich auch nur einmal messen. Daraufhin bastle ich sechs Fliegengitter. Ein Teil wird gleich mal im Obergeschoss montiert. Als es wärmer wurde, wollte ich ein Fliegengitter im Erdgeschoss dran montieren. Aber – ooohweeh …: zu kurz. Nein, wir haben zwei verschiedene Fenstermaße. Die Fenster im EG sind um etwa 10 cm höher. Experten eben … Nun haben wir wenigstens genug Fliegengitter fürs OG, die fürs EG müssen noch gemacht werden. Wer die Anschaffung von Fliegengittern für nach außen öffnende Fenster plant … (Text von oben).

Wir ernten die ersten Sonnenstrahlen

Das gelbe Monster hat ausgeheizt. Statt dessen steht nun im Heizraum so ein modernes weisses Teil. Brennwerttechnik, heißt das Zauberwort. Es geht nun kein Rauchrohr mehr in den Schornstein, sondern nur noch ein PE Rohr für Kondensat. Das wird maximal handwarm. Ob das Ding wirklich der Brüller ist, wird sich ja erst in vielen Jahren zeigen. Zum einen muss der Verbrauch dauerhaft niedriger sein, außerdem soll es wartungsfreundlich sein, das heißt, nicht alle paar Tage der Monteur im Heizraum stehen und es soll natürlich auch lange halten. Erwartet man doch bei einer Investition von vielen tausend Euro.

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Nun ernten wir auch die ersten Sonnenstrahlen vom Dach. Noch etwas verhalten, denn der Obertechniker war noch nicht da. Ich staune selbst wie bei so einer Heizungsinstallation die Arbeitsteilung ist. Also die Heizungsmonteure, die schließen alles das an was im Plan steht. Ob sie wirklich verstehen wozu jedes einzelne Kabel und jede einzelne Verbindung, jedes Ventil und jeder Fühler auch gut ist? Wenn sie alles angeschlossen und aufgefüllt haben, dann gehen sie zur nächsten Baustelle. Dann kommt noch ein Spezialist von der Herstellerfirma, der dann die „Feinabstimmung“ machen soll. Im Klartext heißt dies: die Steuerung funktioniert derzeit noch in so einer Art Notfallmodus und es blinkt noch eine rote Lampe. Das muss alles erst noch eingerichtet und programmiert werden. Auch gluggert noch Luft durchs Solarsystem. Die muss natürlich auch noch raus.

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Der Mai, so die einhellige Meinung der hier lebenden Menschen, war zu kalt. Ob das Thermometer überhaupt schon mal 20°C gezeigt hat weiß ich nicht. Wir freuen uns also schonmal auf mehr Sonne.

Ich sammel trotzdem schonmal fleißig Motive für den 12 Motive Kalender 2017.

tressower-see-am-morgen-DSC_4751 tressower-see-am-morgen-DSC_4756 tressower-see-am-morgen-DSC_4758 tressower-see-am-morgen-DSC_4759 tressower-see-am-morgen-DSC_4772Das Internet kommt jetzt bei uns aus dem Schrank. Da die Heizungsbauer eh einen Durchstich vom Dach ins Obergeschoss gemacht haben, konnte ich diesen Durchstich gleich mal nutzen um das Antennenkabel durchzuführen. Hm. Und dann – wie weiter? Also gut, auch noch ein Stromkabel in den Schrank verlegen. So ist alles schön aufgeräumt und trotzdem zugänglich. War eigentlich schon länger der Plan, ich glaube so etwa neun Monate sind es jetzt.

Nächste Baustellen: Holz aufräumen und Fenster restaurieren.

 

Frank und Robert machen das.

Also – allen Unkenrufen zum Trotz. Frank und Robert sind gekommen. Und arbeiten an unserer Heizung. Das machen sie gut. Sie sind zwar die letzte Woche noch nicht fertig geworden, aber sie sind schon weit gekommen. Die Kollektoren sind auf dem Dach montiert und die Leitungen bis in den Heizraum geführt. Dort steht der Speicher und der ist schon verrohrt. Am Dienstag kommen die Elektriker, am Mittwoch die neue Heizung und am Donnerstag kommen Frank und Robert wieder. Wir freuen uns schon drauf. Klar, die letzten zwei Tage hätte die Sonne uns ordentlich den Speicher warm gebrutzelt und wir könnten mit Sonnenwarmwasser duschen und die Gäste auch. Aber es ging eben nicht schneller.

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Der Heizöltanker hat auch den Tank gefüllt. 1383 Liter haben rein gepasst. Das ist nicht sehr viel für das große Haus. Dazu kommen aber auch noch etwa 12 srm Holz. Mal sehen, wieviel nächstes Jahr in den Tank passen würde. Vermutlich tanken wir nächstes Jahr nicht, Holz haben wir jedenfalls genug.

Heutefrüh hätte ich etwas früher dran sein dürfen oder mich einfach ein bisschen schneller entscheiden dürfen. Da war nämlich noch richtig schönes Licht und man hätte auf der Pusteblume tausende schillernde Tautropfen gesehen. So reicht es zumindest für einen neuen Vorsatz: nächtesmal früher raus gehen …
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Der Sprenger (unser Segelboot) hat heute die zweite Probefahrt gemacht. Auch heute war ich der einzige Fahrgast an Bord. Ich habe ein paar Vereinfachungen vorgenommen. Dennoch verheddert sich noch alles mögliche und ich bin noch weit davon entfernt, dass sich das Boot tatsächlich für den Gästebetrieb eignet. Leider. Die Kinder würden gerne mal mitfahren und ich würde sie auch gerne mal mitnehmen, aber ich bin noch zu sehr mit den einfachsten Dingen wie Segel setzen und segeln beschäftigt, als dass ich mich auch noch um die Kinder kümmern könnte. Auch machen die Windverhältnisse auf dem See immer mal wieder ein beherztes Eingreifen der Mannschaft erforderlich und es gibt keinen Platz, wo sich die Gäste in einem Sicherheitsbereich aufhalten können.

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Es gibt wieder eine Unterschriftenaktion auf die ich hinweisen möchte. Nicht, dass wieder der Eindruck aufkommen würde es handele sich hier um einen politischen Blog. Es geht mir dabei weniger um die Politik als ums Prinzip. Die Zwangsabgabe für den staatlichen Rundfunk ist schlichtweg grundgesetzwidrig. Das Grundgesetz garantiert die Informationsfreiheit, die durch einen von staatlich verfügter Pflichtabgabe finanzierten Rundfunk schlicht nicht gewährleistet ist. Das deutsche Modell mit üppigen Honoraren an Gottschalk & Co., dem Kauf von teuren Senderechten bei Bundesliga & Co. und der nonstop Sendung von Nonsens ist übrigens das teuerste weltweit!

https://www.change.org/p/zwangsbeitrag-nein-danke

 

Meine Tage sind gezählt …

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Bald werde ich nicht mehr gebraucht. Meine Besitzer haben beschlossen mich zu ersetzen durch eine Jüngere. Gebaut wurde ich in Überlingen am Bodensee, es muss ungefähr das Jahr 1994 gewesen sein. Seither poltere ich hier nachts durchs Haus. Und ich bin sehr durstig. Und sehr anspruchsvoll. Ich vertrage nur feinstes raffiniertes Heizöl, sonst bekomme ich Bauchschmerzen und fange an zu husten. Ich nehme mir mindestens drei Liter pro Tag, gerne aber auch mal fünf, sechs oder sieben … Für die Neue müssen meine Besitzer ordentlich in die Tasche greifen und ihre Konten leer räumen. Selber schuld! Ha – sie könnten mich ja auch noch ein paar Jahre durchfüttern. Nein, das wollen sie nicht. Außerdem bekommt die Neue Konkurrenz. Direkt von der Sonne. Das ist natürlich ein bisschen unfair. Und was aus mir wird? Alte Autos und Fernseher bekommen ja in Afrika ein neues Leben. Nur – mich braucht keiner in Afrika, deswegen werde ich entweder als Ersatzteillager ausgeschlachtet oder lande gleich auf dem Schrott. Demnächst. Was heißt demnächst? Ich will mal keine Vorschusslorbeeren verteilen, der Termin steht allerdings auf Montag. Mit Vorschusslorbeeren bin ich deswegen vorsichtig, weil mich schonmal ein Heizungsbauer versetzt hat. Jedenfalls freuen wir uns schon sehr auf Montag – bzw. den darauffolgenden Montag – oder so ähnlich, wenn die neue Heizung wirklich ihren Betrieb aufnimmt.

Letzten Samstag waren hier gleich mehrere Prämieren über die ich berichten will. Wir haben einen „Plan“ gemacht. Das machen wir eher selten. Nein, nicht mit Stift und Papier. Wir haben gesagt: heute machen wir dies. Dies, das ist in diesem Falle ein Gartentisch. Die Bretter hatte ich ja schon vor einiger Zeit in einem Sägewerk geholt. Die Wetteraussichten waren nicht gerade optimal für Holzarbeiten im Freien. Also wurden Teile in der Werkstatt gemacht, andere Teile im Carport. Nur … wo sollten wir das gute Stück zusammen bauen? Die Werkstatt ist zu klein, der Carport hat keinen geraden Untergrund. Und jetzt zeige ich euch die coolste Werkstatt:

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Ich bin ja auch hin und wieder mal etwas unzufrieden mit den Voraussetzungen hier fürs praktische Leben. Aber diese Werkstatt ist wirklich sowas von cool: hell, geheizt, super Aussicht, viel Platz, Kaffeemaschine in der Nähe. Ein kleiner Nachteil bleibt: wenn man allzuviel Dreck macht, wird der sich schnell im ganzen Haus verteilen, da die Werkstatt zumindest nach oben offen ist. War in diesem Falle aber kein Problem. Auf den Bildern seht ihr den fast fertigen Gartentisch. Die Hölzchen stecken drin, da ich versucht habe die krummen Bretter irgendwie grade zu montieren.

Der Tisch: Lerchenholz, ziemlich stabil, zwei vierzig lang, nicht allzu schwer und dennoch stabil. Ach, das schrieb ich ja schon. Und, für einen Gartentisch wichtig: selbstnivellierend. Naja nicht ganz, aber so ähnlich. Bis zu zwei Zentimeter passt sich der Tisch seinem Untergrund an, das heißt man muss nicht so genau unterlegen.

Und jetzt die Werkstatt nochmal von der anderen Seite – hier mit Kran. An diesem Beispiel zeigt sich eigentlich ganz gut, dass es sinnvoll sein kann so einen Plan zu machen. Gut möglich, dass der Tisch sonst nie zustande gekommen wäre.

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Ich durfte einen Besuch an Anne-Christins neuem Arbeitsplatz machen. Auch cool. Schloss Bothmer. Ich habe auch ein paar Fotos gemacht, wobei ich mir nicht so sicher bin, dass ich die hier auch veröffentlichen darf. Mache ich jetzt aber trotzdem. Ich durfte die Baustelle auch betreten, dort aber nicht fotografieren. Das Innere und das Äußere des Schlosses ist eine Reise wert. In diesem Falle verweise ich aber auf museumsideen.de.

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Zurück wollte ich eigentlich mit dem Liegerad fahren, dabei ist diese Aufnahme entstanden:

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Ich hätte mir noch den blauen Himmel dazu gewünscht. Den könnte ich zwar mit Photoshop drauf zaubern, mag ich aber nicht.

Ein ganz klein bisschen blöde „Gäste“ gibt es auch. Erst verbindlich buchen, eine Buchungsbestätigung bekommen, Details absprechen und dann einen Tag vor Anreise absagen mit der Ausrede, dass sie ja schon telefonisch abgesagt hätten. Nun haben wir das Glück, dass wirklich kurzfristig noch andere Gäste gebucht haben. Aus Berlin.

Räderwechsel, Rasen gemäht, erste Ausfahrt mit dem Sprenger, erster Rhabarberkuchen

Wir haben mal wieder Räder gewechselt. Der Nachbar bringt mir seinen Rangierwagenheber und die Kinder warten nur drauf die ersten Schrauben aufzuschrauben. Auch wenn ich das vierte Rad dann doch wieder alleine gewechselt habe, so geht es zu dritt nun schon fast schneller als alleine. Ich muss eigentlich nur noch die Schrauben lösen, beim Hochpumpen etwas helfen, das Rad wechseln und die Schrauben hinterher nochmal nachziehen.

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Hier ist grade Kirschblüte. „Ach“, höre ich meine Leserschaft schon sagen „die ist doch schon seit zwei Wochen vorbei“. – Nicht so in Mecklenburg. Otto von Bismarck war ja der Ansicht, dass hier alles 50 Jahre später stattfindet als anderswo („Wenn die Welt untergeht, so ziehe ich nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 50 Jahre später.„). Vermutlich hat er sich einfach um zwei oder drei Wochen vertan – hier geschieht alles 50 Jahre und zwei Wochen später.

Dass es nun hier auch grünt und blüht, verleitet mich am Samstag zu einer kleinen Fotosafari um den halben See. Dabei treffe ich unerwarteterweise auf ein Gänsepaar mit ihren sechs Jungen. Auch diese Tiere sind sehr scheu. Da die Kleinen noch nicht fliegen, fliegen die Alten auch nicht. Man kann ihnen ihre Vorsicht vor allen anderen Wesen nicht übel nehmen. Sie haben hier viele natürlichen Feinde zu Wasser und zu Lande. Ich will mal sehen, ob ich die Entwicklung der Gänsefamilie noch etwas verfolgen kann.

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Hier einmal ein Blick von der anderen Uferseite auf den See.

Ein Blogleser hat einen neuen Beitrag angemahnt. So habe ich heute einen neuen Anlauf genommen den Sprenger in Betrieb zu nehmen. Es war schön sonnig und windig. Weniger Wind wäre mir zwar lieber gewesen, aber das kann man sich als Segler eben nicht aussuchen. Also mal eben schnell in der Mittagspause runter zum See gefahren, rein ins Wasser und einen Schlag gesegelt. Was sich hier in ein paar Worten liest, ist dann gar nicht so einfach. Beim Sprenger handelt es sich um ein waschechtes Regattaboot eines deutschen Meisters. Da sind jede Menge Finessen angebaut und wenn man mit diesen Finessen nicht so ganz vertraut ist, wird aus dem „mal eben einen Schlag segeln“ eine Aktion die den ganzen Tag füllt. Da meine zwei kleinen Segler auch noch keine echte Hilfe sind, muss ich eben sehen wie ich die Zeit unter kriege. Dem geneigten Leser ist es vielleicht auch schon aufgefallen, dass der Sprenger nicht mehr auf der Seite der Ferienwohnung angepriesen wird. Das hat einen ganz einfachen Grund: das Boot ist schlicht zu kompliziert für ungeübte Seglerinnen und Segler.

Nun aber zum Praxisbericht. Der Sprenger macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Schon bei wenig Wind geht er ab wie Schmitz Katze. Er lässt sich wirklich gut segeln. Auch auf böigen und schraligen Wind reagiert er wie eine ganz normale Jolle: er versucht die Mannschaft zu wässern. Das ist ihm für diesmal nicht gelungen. Ich bin trocken geblieben. Da wollte ich ihm keine Gelegenheit zu einem zweiten Versuch geben und bin lieber wieder rein gegangen. Ob es möglich ist das Boot zu vereinfachen, muss ich mal noch abklären. Die Bilder sind nach der Ausfahrt entstanden. Apropos Sprenger … wem ein besserer Name einfällt, darf diesen gerne kundtun.

Um ein Fazit zu ziehen: es ist möglich das Boot allein zum Wasser zu transportieren, am Strand einzuwassern und wieder heraus zu holen. Es ist ein tolles Boot, mit dem man vielleicht auch mal den Schweriner See und geschützte Teile der Ostseeküste erkunden kann. Es wäre schade, wenn die Situation „Segelrevier vor der Haustür“ einfach ungenutzt bliebe.

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Apropos Schmitz Katz … wir haben einen neuen Hausbewohner. Er wohnt auf vier Beinen und ist ziemlich schwarz. Ob man seinen Kater wohl noch Mohrchen nennen darf? Namensvorschläge werden noch angenommen. Ob es wirklich unsere oder Schmitz Katz ist muss sich auch erst noch rausstellen. Das Tier ist anderen Leuten zugelaufen und die haben ihn an uns weitergegeben.

Auch die anderen Baustellen gehen im Schneckentempo weiter und es kommen neue hinzu. Am Samstag war Rasen mähen. Für die Grünfläche gilt das gleiche wie für so vieles hier: ich muss mich damit beschäftigen. Wie bekommen wir die Fläche so eben, dass man wieder halbwegs gut mähen kann? Ich bemühe mal wieder die Suchmaschine. Es gibt eine DIN (das ist Norm), die Auskunft über die Höhenunterschiede auf Rasenflächen gibt. Zugegeben, gilt für Meisterrasen, Fussballplätze und all sowas. Da steht drin, dass der Höhenunterschied auf 4 Meter +/- 20 mm betragen darf. Naja, wir sind vielleicht bei +/- 10 cm oder auch mehr. Auch die Vegetation ist verbesserungswürdig. Löwenzahn, Gänseblümchen, Moos und anderer Unfug macht sich breit. Ich werde mich wohl mal mit der praktischen Verbesserung von Rasenflächen beschäftigen müssen, ansonsten kommen wir bald gar nicht mehr durch und können mit dem Balkenmäher durch und Heu machen …

Zur Unterschriftenaktion: bitte haltet den Termin 20. Mai im Auge. Vergesst nicht eure gesammelten Unterschriften rechtzeitig an Inge Jensen zu schicken.

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Diese Woche ging es an vielen Baustellen etwas voran. Wir haben ein erstes Angebot für die neue Heizung bekommen und wir haben einiges Brennholz hierher transportiert. Danke an Gomin, Jutta, Mandy, Jürgen. Wir haben nicht nur Motorsägen, Sprit, Öl und Anhänger bekommen sondern sind auch noch tatkräftig unterstützt worden. Jetzt liegen hier 20 Raummeter Eschen- und Birkenbrennholz zur weiteren Verarbeitung. Dies bedeutet die nächste Baustelle. Wo sollen wir das Holz lagern? Zunächst frisst es natürlich kein Brot und der Platz ist auch nicht so kostbar. Sobald es aber aufgesägt ist, muss es irgendwo sinnvoll aufgestapelt werden. Ein Brennholzunterstand ist im Gespräch. Bis 10 qm Grundfläche ohne Genehmigung zu errichten.

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Am Freitagnachmittag wollten wir an der Hecke weiter machen. Also Heckenschere und Kabeltrommel und Verlängerungskabel raus, provisorisches Gerüst aufgebaut und munter losgeschnitten. Der Spaß dauerte aber nur wenige Minuten, dann war das Kabel ab. Ist mir noch nie passiert. Glücklicherweise nur etwa 30 cm hinter der Kupplung. 10 Minuten später war das Verlängerungskabel repariert und es konnte weiter gehen. So wirklich überzeugen konnte das Ergebnis nicht. Mit der Heckenschere konnte ich natürlich nur in Hausmeistermanier die dünnen Ästchen abschneiden. Da dies schon einige Jahre so praktiziert wurde, ist die Hecke innen vollkommen kahl und außen an den Enden haben sich rechte Knoten gebildet. Die andere Heckenseite war noch höher und wurde wohl noch seltener geschnitten. Da habe ich mich dann heute mit der Astschere dran abgearbeitet. Dann kam auch noch die Motorsäge zum Einsatz. Fertig ist die Arbeit noch nicht. Immerhin ist einiges Holz abgeschnitten. Was auch für andere komplizierte Felder gilt, gilt ebenso für den Heckenschnitt. Je mehr zurückgeschnitten wird, umso mehr Durchblick hat man. Ich vermute, dass Profis noch mehr zurück schneiden würden, ich traue mich aber nicht bis auf den Hauptstamm zurück zu schneiden. Nun bin ich mal gespannt, wie sich die Hecke entwickelt. Die Erfahrung fließt dann hoffentlich in künftige Schnitte ein. Vielleicht kann ich eines Tages als Experte für alte Rotbuchenhecken Tipps geben, das braucht aber noch ein wenig Geduld.

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Macht mit …

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

dies ist ein besonderer Eintrag, da er nicht so sehr auf das Tagesgeschehen hier in Tressow eingeht, aber einem Wunsch zweier Kinder entspricht, die immer wieder davon sprechen „… kannst du den Politen sagen, dass sie nicht die Uhr verstellen sollen …“.

Ihr könnt diesem Kinderwunsch etwas nachhelfen und gleichzeitig einer alten Dame helfen. Inge Jensen ist 79 Jahre alt und wohnt in Flensburg. Sie besitzt keinen Computer und schreibt alles von Hand. Aber sie hat einen Wunsch: die Abschaffung der Sommerzeit. Hierfür sammelt sie Unterschriften. Diese will sie anlässlich des von der Kanzlerin medial wirksam angekündigten Bürgerdialogs selbst zur Mutter der Nation bringen.

Die Unterstützer von Inge Jensen sind unter anderem:
der Arzt Hubertus Hilgers
– das Flensburger Tagblatt mit einem ausführlichen Bericht
der Journalist Martin Brotzler

Hier könnt ihr das Unterschriftenformular downloaden. Einfach von allen unterschreiben lassen und an Frau Jensen schicken.

Ein bisschen Alptraum – jeden Tag.

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Die Heizperiode nähert sich ihrem Ende. Wir haben mindestens 600 Liter Wasser verbraucht. Was? Zum Heizen? Nein, um die Luft etwas anzufeuchten. Da der Ofen ja die Raumluft verbrennt, kommt immer wieder trockene Luft von außen nach und die will auch wieder befeuchtet werden. Wir konnten die Luftfeuchtigkeit eigentlich immer so zwischen 40 und 55% halten. Ich empfehle diese Maßnahme allen Klavierbesitzern und allen, die ein angenehmes Raumklima schätzen.

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Heute sagt ein kleiner Junge zu mir: „Ich treib mit meinen Füßen die Schubkarre an.“ – Pause – „Ich treib mit meinen Füßen das Fahrrad an und das Fahrrad treibt mich mit seinen Reifen an.“

Wir bekommen ein neues „Moped“. Es ist blau und wurde irgendwo in Ostasien hergestellt. Kinder dürfen nicht damit spielen, obwohl sie das schon gerne machen würden.

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Dieser Tage ist eigentlich echtes Ansegelwetter – eigentlich jeden Tag. Heute hatte es 4 Bft. bei 10°C, am Donnerstag waren es 2 Bft. bei 17°C. Nur – so einfach ist das nicht. Am Werktag ist eigentlich keine Zeit für solche Späße und am Wochenende ist auch immer viel los oder zu kalt oder zu viel Wind. Einen echten Segler würde das natürlich nicht abhalten. Bei einem 4er bis 5er Wind käme der Vaurien bei der wenigen Welle sicher fast zum Fliegen. Nun – es wird schon noch werden und ich werde darüber berichten.

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Apropos berichten. Ich wollte noch vom Wechsel der Telefongesellschaft berichten. Die Telekom ist der Ansicht, dass mein Vertrag bis Ende August läuft. Vodafone hat mir aber bei Vertragsabschluss versprochen, dass es keine Überschneidung gibt. Nach vielen Telefonaten mit beiden Telefongesellschaften hat sich nun Vodafone bereit erklärt bis August auf die Grundgebühr zu verzichten. Es ist ziemlich lästig immer hartnäckig bleiben zu müssen. Da unser Moneythrower aber noch nicht so richtig funktioniert, bleibt keine andere Wahl – auch wenn es keinen Spaß macht.

Apropos Spaß. Eine schweizer Kundin fragte mich, ob wir uns hier „einen Traum“ erfüllt hätten. Da solche oder ähnliche Fragen immer mal wieder aufkommen, muss ich doch mal wieder ein paar Worte darüber verlieren. Ich habe der Kundin nicht gesagt, dass „der Traum“ hier manchmal nahe an einen Alptraum heranreicht. Ich möchte das nicht dramatisieren. Dennoch sind wir weit – sehr weit – davon entfernt hier einen halbwegs gut funktionierenden Alltag zu haben. Überall wird irgendwas improvisiert, halb oder gar nicht angefangen oder wieder verworfen weil nicht finanzierbar. Für die Dachsanierung haben wir noch keine Lösung, die Hecke ist noch unangetastet und an das Schuppendach ist derzeit gar nicht zu denken. Auch die Fensterfrage muss hinten anstehen. Die räumliche Überschneidung von Arbeitsplatz und Wohnraum hat zwar Vorteile, doch ist es manchmal ganz schön schwierig beide Felder auseinander zu halten oder unter einen Hut zu bringen. Auch solche Fragen wie die der Schönheit oder der Zweckmäßigkeit sind noch nicht zu Ende entschieden. Ist es sinnvoller auch mit dem Auto in den Garten fahren zu können, beispielsweise um Brennholz vor dem Schuppen abladen zu können oder ist es wichtiger dass alle Sträucher dort wachsen dürfen wo sie wollen – dies nur als ein Beispiel – solche Fragen müssen natürlich in Ruhe überdacht und entschieden werden. Denn Schönheit ist natürlich wichtig. Und wie schnell ist ein Strauch abgeschnitten und wie schön wäre es wenn man den Strauch nicht abschneiden müsste. Bei allem Sinn für Schönheit müssen die Kinder irgendwie sinnvoll beschäftigt werden. Sie kommen schnell auf dumme Ideen wenn man sie alleine lässt – sie sind eben recht kreativ, was ja auch „schön“ ist. Natürlich ist es cool dass sie sich für alles interessieren. Aber so richtig produktiv ist das noch nicht immer.

Dennoch – auch das wird besser. Früher haben sie mir in der Küche geholfen. So nannte sich das, wenn der Schrank mit den Töpfen ausgeräumt war. Heute ist es schon manchmal umgekehrt. Am Samstag haben wir Spätzle gemacht. Die Kinder haben den Teig gerührt und die Spätzle ganz alleine gepresst. Ich habe eigentlich nur die Zutaten abgewogen und die Eier aufgeschlagen und alles ein bisschen beobachtet. Auch der Marmorkuchen am Sonntag wurde hauptsächlich von den Kindern gemacht. So werde ich langsam zum Küchenhelfer. Das ist gar nicht so schlecht.

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Ein bisschen reingelaufen bin ich bei der Anhängerkupplung. Die Autowerkstatt wollte 800 Euro haben. Einen Bausatz habe ich für 250 Euro bekommen und gedacht, dass ich für 550 Euro lange schrauben kann. Der mechanische Teil war auch eher nicht das Problem, obwohl ich dafür sicher auch länger gebraucht habe als jeder Profischrauber. Beim Elektrosatz hat es dann aber nicht mehr gereicht. Es handelte sich um einen universellen Elektrosatz, bei dem man selber schauen muss wo man was anklemmt und wie man die Kabel dorthin bekommt. Da musste ich passen. Ich habe dann zwei Autowerkstätten aufgesucht. Die eine hat gleich abgesagt, die andere wollte sich der Sache annehmen. Dort ist man aber dann zum Ergebnis gekommen, dass der Einbau wohl mehrere Stunden dauern würde. Ich habe mich dann dazu entschlossen bei dieser Werkstatt einen herstellerspezifischen Elektrosatz einbauen zu lassen. Der Werkstatttermin steht noch aus. Wenn alles kappt, habe ich immer noch eine günstige Anhängerkupplung bekommen. Ein Elektrosatz steht dann zum Verkauf.

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Selbst bei den Kaufprojekten kommen wir nicht so wirklich voran. Eigentlich wollten wir spätestens im Mai eine neue Heizung eingebaut haben. Der Partner, mit dem wir das Projekt realisieren wollen ist aber noch nicht definitiv gefunden. Zwei Angebote liegen zwar bereits vor, ein drittes ist uns versprochen. Ob der Termin Mai noch machbar ist, ist mehr als fraglich. Das ist Mecklenburg. – Ein bisschen Alptraum im Paradies – jeden Tag.

Das Wetter macht offensichtlich kehrt. War es im Winter eher so, dass der Wetterbericht ziemlich optimistische Prognosen stellte was die Sonnenscheindauer angeht, kehrt sich diese Tendenz gerade deutlich um. Am Samstag waren zwar nur zwei Stunden Sonne angesagt, es hat aber fast den ganzen Tag die Sonne geschienen.

Eigentlich sollte ich noch nicht so viel erzählen, denn es soll ja auch eine Überraschung sein. Doch der Kalender macht Fortschritte. Zwei ganz hervorragende Lokalitäten sind hinzugekommen.

Sturm überstanden – Osterfeuer

Niklas, so hieß der windige Kamerad, hat bei uns nur geringe Spuren hinterlassen. Es hat zwar ordentlich gepustet und auch geregnet. Unser Haus blieb innen diesmal aber trocken. Also – es geht doch, wir machen hier Fortschritte, wenn sie auch überschaubar bleiben. Ein paar Dachziegel hat es verschoben, was aber erstmal nicht tragisch ist. Ein bisschen blöd ist, dass ich alleine da schlecht hin komme.

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Ich habe mal wieder den Ölstand abgelesen – und einen kleinen Schrecken bekommen. Und dann nachgerechnet. Hier einmal eine Aufstellung:

29.8. – 2.11. – 170 Liter (2,6 Liter pro Tag)
2.11. – 24.12. – 251 Liter (4,8 Liter pro Tag)
24.12. – 30.1. – 288 Liter (7,8 Liter pro Tag)
30.1. – 3.4. – 438 Liter (7,0 Liter pro Tag)

Daneben verbrauchen wir noch fleißig Holz. Der hohe Ölverbrauch ist verschiedenen Faktoren geschuldet: der etwas lausigen Bauausführung mit den schlecht isolierten Fenstern und dem nicht so intelligenten Wandaufbau. Am Wandaufbau ließe sich am ehesten mit einer Kerndämmung noch etwas verbessern. Bei den Fenstern ist die Möglichkeit eher beschränkt und außerdem kostspielig.

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Bereits am Donnerstag wurde Holz angefahren und am Freitag wurde der Haufen aufgebaut. Hier stört sich niemand dran, wenn am Karfreitag mit der Motorsäge gearbeitet wird. Das wäre in einem süddeutschen Dorf eher nicht möglich. Am Samstag kurz nach 17 Uhr war es dann so weit. Bei strahlend blauem Himmel und einem steten Wind vom See her wurde das Osterfeuer angezündet. Fast das ganze Dorf war da, kaum jemand ließ es sich nehmen am wärmenden Feuer eine Bratwurst zu verspeisen und mit den Nachbarn zu schnacken. Neuigkeiten wurden ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen.

feuer-DSC_4263 feuer-DSC_4266 feuer-DSC_4270Einen Termintipp habe ich noch. Die diesjährige Mittsommer Remise, die Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser findet am 20. Juni von 15 bis 23 Uhr statt. Unter anderem öffnet das sonst für den Publikumsverkehr gesperrte Schloss Tressow seine Türen. Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Veranstalters.