Muss mal wieder ein Update machen …

Sind doch ein paar Punkte zusammen gekommen.

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Hier ist schon ein Teil der alten Sparren entfernt. Stück für Stück montiere ich das alte Holz ab.

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Was ihr auf dem Bild nicht seht: die ausgegrabenen Wurzeln und Steine. Dafür nimmt man heutzutage normalerweise einen Minibagger. Die Löcher für die Fundamente sind gegraben.

Die Ferienwohnung bekommt nach sieben Jahren eine neue Website. Endlich. Wieder eine REDAXO 4 Installation weniger. Der Buchungskalender muss neu programmiert werden. Außerdem muss die Integration „Ferien mit Freunden“ intelligenter gelöst werden. Die Inhalte werden fast eins zu eins übernommen. Insgesamt doch ordentlich Arbeit.

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Wir haben Besuch. Und der Besuch macht mit uns feinste Maultaschen. Eine lustige Gemeinschaftsaktion, bei der auch noch was sehr feines zu Essen raus kommt! Es ist zwar schon ordentlich viel Arbeit, das Ergebnis überzeugt aber.

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Auf dem nächsten Bild habe ich mal mit Dachlatten die neue Dachform skizziert. 10° Dachneigung. Soll angeblich für Biberschwanzdeckung reichen. Bin mal gespannt, wie ich den Anschluss zum alten Dach hin bekomme. Die Fundamente sind da schon gegossen. Ich habe mich dann doch dazu entschlossen den Beton von Hand zu mischen. Lieber Schweißperlen als gar kein Schmuck.

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Der Opti macht eine erste Probefahrt, genauer gesagt drei Probefahrten. Es ist schwacher Wind, ideale Bedingungen. Jonathan startet, danach Samson, dann darf ich. Er segelt erstaunlich gut und die zwei jungen Segler ebenso. Ich war allerdings zu sehr beschäftigt mit Vorbereitung, Beaufsichtigung, Coaching, Instruktion – es gibt keine Bilder.

Die Impfkampagne erreicht unser Haus. Die Angestellten bei der Stadt Wismar bekommen durch den Betriebsarzt ein Impfangebot. Endlich. Der Arzt interessiert sich, ob „die Familie“ auch schon geimpft ist. Offenbar ein Spaßvogel, der die Zeitung nicht liest. Momentan werden offiziell keine Erstimpfungen durchgeführt, weil zu wenig Impfmittel zur Verfügung steht. Naja, ich kann es verschmerzen. Als nächstes soll die Priorisierung aufgehoben werden. Nun, es gibt Menschen, die sicher dringender eine Impfung brauchen als ich. Die Kinder dürfen wieder ohne Mundnasenschutz in der Schule sein. Eine Woche noch, dann ist das Schuljahr zu Ende. Jonathan meinte heute, dass das Schuljahr schnell vorbei gegangen wäre.

Hier mal ein Sprung in die Werkstatt. Ich möchte Holzbau machen, keinen Metallbau. Deswegen werden die Verbindungen gezapft. Zugegebenermaßen etwas mühsam wenn man kein Zimmermann ist und vieles einfach nicht kann. Hier meine Absetzvorrichtung für schräge Zapfen. Man braucht dafür fünf oder sechs Schraubzwingen. Dann kann man mit der Handkreissäge an der Aluschiene entlang fahren und den Zapfen absetzen. Für die andere Seite muss man allerdings umbauen, weil die Schräge dann in die andere Richtung geht. Die Absetzvorrichtung ist so gebastelt, dass man den Balken unter der Aluschiene raus ziehen kann. Wenn die Vorrichtung gebaut ist, sind die einzelnen Schnitte schnell und vor allem exakt (siehe unten …) gemacht.

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Der Opti hat eine weitere Probefahrt. Ein Kind aus dem Dorf hat Interesse. Es ist auch etwas mehr Wind. Wir starten mit Theorie und Trockentraining. Dann geht es schon raus aufs Wasser. Klappt alles wie am Schnürchen – der Opti kommt wieder zurück und startet nochmal. Dann … die Wende klappt nicht auf Anhieb, der Steuermann wechselt nicht auf die andere Seite, der Opti fällt ab, es kommt Wind ins Segel … der Opti liegt im Wasser, der Steuermann ebenfalls. Hm. Das war so nicht geplant. Ich gehe unser Ruderboot holen. Als ich wieder ans Wasser komme, bekommt der Segler Hilfe und Instruktionen von zwei älteren Schwimmerinnen. Der Opti wird wieder aufgerichtet, teilweise ausgeschöpft und kann selbst wieder zurück segeln. Hm. Vielen Dank an die Seenotretter!!! Am nächsten Samstag bekommt ihr im Schloss Tressow einen Gratiskaffee und ein Stück Kuchen! Meine Instruktion war wohl doch nicht so optimal. Immerhin hat der Opti jetzt auch seine Kenterprobe bestanden. Außerdem muss ich das Schwert neu machen. Das quillt leider auf.

Hier erster Zusammenbau. Es passt alles erstaunlich schlecht. Obwohl ich der Ansicht war, dass ich ungefähr auf einen Millimeter genau gearbeitet habe, passt es um 7 Millimeter nicht. So ein Mist. Dabei habe ich mir schon die erste und die letzte Verstrebung gespart. Das sind immerhin vier Löcher weniger zu stemmen und vier schräge Zapfen weniger anzufertigen. Aber egal, ich muss das Ding nochmal auseinander nehmen und nacharbeiten.

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Danach passt es immer noch erstaunlich schlecht. Es ist aber ordentlich stabil und bleibt jetzt so. Jetzt muss ich den Schissl nur noch festschrauben, die Sparren zurichten, auflegen und festschrauben, die OSB Platten drauf legen, Sperrfolie aufbringen, Konterlattung und Lattung aufbringen und die Ziegel drauf legen. Irgendwie hab ich mir da doch ziemlich viel vorgenommen und einfacher vorgestellt. Wer hätte da nicht gerne einen oder zwei praktische Martins auf der Baustelle …

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Das Welt bereitet sich vor auf das Wahl von Bundeskanz. Im Grunde stehen zwei Kandidat zur Auswahl. Eins ist ein rheinisches Frohnatur, das andere ein karrierebewusstes Frau mit gelungener Inszenierung. Wie so oft bei Wahl, geht es um die Frage nach Teufel oder Beelzebub. Eigentlich mag man keines von Kandidat wirklich als Kanz haben.

Die nächste Challenge wartet schon.

Das Leben ist ja voller Challenges. Eine davon heißt im Moment: wann bekomme ich meine Impfung. Oder: wann kann ich zum Friseur gehen.

Erstmal wollen wir die letzte Challenge abschließen. Das Tischdingens – der aufmerksame Betrachter hat das ja auf dem letzten Bild gesehen – hat eine krumme Platte. Die Ecke stand hoch wie ein Eselsohr. Erst dachte ich ja „ist halt so“. Aber irgendwie hat es mir dann doch nicht so gut gefallen. Also – kaum fertig, schon die erste Reparatur. Den Grund für das Eselsohr seht ihr hier …

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Diese Leimung ist offenbar nicht ganz so optimal ausgefallen. Also … Leiste runter, nochmal hobeln, Platte nochmal hobeln und nochmal leimen.

Zum Glück ist der Tisch aus Holz. Eine geschweißte Verbindung lässt sich nicht mal so eben auseinanderkloppen und neu machen.

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Hier noch ein cooler Haushaltstipp. Also der ist wirklich cool und von mir erfunden. Ich hab mich immer gewundert und etwas geärgert, wie man denn Zitronenschalenaroma gewinnen soll. Von einer frischen Zitrone lässt sich die Schale ja nicht vernünftig abreiben. Und wenn man sie abreibt, dann hat man eine Zitrone ohne Schale – auch eine schlaue Idee. Dann hatte ich die coole Idee die Zitronenschalen trocknen zu lassen und dann abzureiben. Ja, das geht. Aber irgendwie ist das auch suboptimal. Getrocknete Zitronenschale ist ziemlich hart und lässt sich folglich auch nicht so toll abhobeln. Die Kinder haben so ein elektrisches Reibedingens. Mit dem habe ich es auch versucht – das hat aber komplett versagt. Könnte man so eine Zitronenschale nicht mit dem Stabmix durchschnetzeln? Nein, kann man nicht – die getrocknete Zitronenschale ist zu groß. Das packt der nicht. Der Termomix könnte vielleicht. Aber wir haben keinen. Jetzt kommt der ultimative Trick, der auch wirklich funktioniert. Erstens: die ausgequetschte Zitronenschale mit einem scharfen Messer in feine Streifen und kleine Stückchen schneiden. Das geht recht gut. Zweitens: Dann diese Stückchen auf ein Tuch legen und trocknen. Drittens: diese Stückchen mit dem Stabmixer kleinschnetzeln. Geht echt gut. Wenn ihr das mit allen euren Zitronenschalen macht, habt ihr Zitronenschalenaroma für jeden Zweck: Kuchen, Milchreis, Marmelade. Wenn ihr wirklich feines Zitronenschalengeschnetzel braucht, könnt ihr das Geschnetzel auch nochmal durchsieben und den Rest im Sieb einfach beim nächsten Geschnetzel nochmal schnetzeln.

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Aber … ich hatte ja eine Challenge versprochen.

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Hier soll ja ein erweiterter Holzunterstand (ent)stehen. „Na, ist doch kein Problem“ wird jetzt der normale Hausbesitzer wohl sagen. Und entweder eine Handvoll Freunde engagieren: einen mit einem Minibagger, einen mit Kenntnissen in Zimmermannsarbeiten, einen mit Dachdeckerfähigkeiten. Oder er wird einen Generalunternehmer aus dem Hemdsärmel schütteln. Oder selbst Erfahrungen in Rohbauarbeiten haben. – Das wäre zu einfach. Für mich ist es eine echte Herausforderung. Mit null Skills an den Start zu gehen … könnte gehen. Könnte aber auch schief gehen. Drei Firmen habe ich angeschrieben und nach Minibagger angefragt. Davon habe ich eine Absage bekommen. Die anderen haben sich gar nicht gemeldet. Immerhin das Holz für den Bau habe ich schonmal besorgt. Ich wollte dann nicht ohne Holz dastehen, wenn das alte Dach nicht mehr da ist. Es gibt einiges zu tun. Zunächst der Abbau, ohne dass das restliche Gebäude zusammenstürzt. Dann die Tiefbauarbeiten. Zum einen müssen größere Strauchwurzeln entfernt werden, zum anderen brauche ich so eine Art Baugrund. Anschließend der kompette Neuaufbau bis zum dichten Dach. Bis zu dem Moment, wo die neue Dachkonstruktion wirklich aufgebaut wird, soll das bestehende Dach auch so zu bleiben, dass es nicht in den Schuppen regnet. Die neue Holzkonstruktion soll mit möglichst wenig Eisen gebaut werden. Ich finde Eisen an Holzkonstruktionen etwas unnötig und hässlich.

Diese Challenge ist auch so ein bisschen als Test gedacht. Wäre ich in der Lage einen neuen Carport zu bauen? Nicht als Bausatz, sondern aus Holz?

Also – bleibt dran, abonniert diesen Kanal und lasst einen Daumen oben da, wenn euch dieser Beitrag gefallen hat. – Oder so ähnlich.

Wir haben einen Tisch übrig. Wer ihn haben möchte, kann ihn gerne hier abholen.

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Der Tisch hat eine normale Größe von 120 cm x 80 cm und ist etwa 76 cm hoch. Die Platte ist Holzdeko. Der Tisch kann nicht auseinander genommen werden, ist aber soweit in Ordnung. Er stand bislang in der Ferienwohnung und war größtenteils mit einer Tischdecke bedeckt.

 

Segelwetter

Jonathan backt den absolut feinsten Streuselkuchen von Tressow und ganz sicher von der ganzen Welt. Ich konnte nur ein Foto machen bevor er im Backofen verschwand. Als er aus dem Backofen kam, war er so schnell aufgegessen, dass ich kein Foto mehr machen konnte.

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Frau Schwesig beschließt, dass Feriengäste ab Mitte Juni (ihr lest richtig!) nach Mecklenburg kommen dürfen. Die Inzidenzzahlen fallen kontinuierlich. Bayern und Schleswig Holstein sind geöffnet. Tourismus, so hat sich im letzten Sommer und an Ostern auf Mallorca gezeigt, ist kein Pandemietreiber. Insofern ist die Entscheidung für viele Menschen nicht so wirklich nachvollziehbar. Ich buche Feriengäste um, nehme eine Stornierung entgegen und erkundige mich mal bei einem Rechtsanwalt, ob an der Entscheidung vielleicht noch etwas zu drehen ist. Ich kürze das mal ab, die lange Antwort ist etwas zu ausführlich: nein, es ist nicht sinnvoll etwas dagegen zu unternehmen. Dennoch bekundet der Rechtsanwalt seine Sympathie dafür solche Entscheidungen nicht nur in Frage zu stellen sondern wenn es eine Möglichkeit gibt vernünftig zu handeln, dies auch zu tun. Ich schreibe eine Rechnung an die Frau Schwesig. Schließlich hat sie unseren Einnahmenausfall zu verantworten – weshalb soll sie dann nicht dafür bezahlen?

Auch an der Tischbaustelle geht es weiter. Es müssen ja nur noch Zapfenlöcher und Zapfen gemacht werden … Ich überlege mir ob eine Fräse eine gute Anschaffung wäre. Ungefähr 400 Euro würde so ein Ding kosten. Damit könnte ich … – Nein, lassen wir das. Ein bisschen Handarbeit kann ja auch nicht schaden, auch wenn Zapfenlöcher in Eichenbalken nicht der reine Spaß sind.

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Ich erfinde eine Bohrschablone. Das Problem beim Bohren von Löchern nebeneinander ist ja immer, dass der Bohrer verläuft. Insbesondere bei Metallbohrern. Ich besitze keine Holzbohrer. Mit so einer Schablone kann man das Verlaufen des Bohrers zuverlässig verhindern. Außerdem muss man keine Löcher anzeichnen. Die Schablone mache ich mit einer Schablone. Genau. Ich bohre in so ein Parketthölzchen erstmal genau ein Loch. Dann spanne ich das Parketthölzchen auf ein zweites Parketthölzchen, bohre ein Loch, verschiebe das obere Hölzchen, bohre wieder ein Loch … usw. bis vier Löcher gebohrt sind. Das gibt die nächste Bohrschablone. Schließlich habe ich eine Bohrschablone mit zwölf Löchern. Wenn ich die dreimal verschiebe, …

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… sieht das gebohrte Ergebnis schonmal so aus:

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Mit einem Klötzchen zeichne ich das Zapfenloch an.

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Uppps – schon fertig. Naja. Ich habe keine Gopro Kamera. Sonst könnte ich so ein hübsches Influencer YT Video drehen und wenn ich lang genug labern würde, könnte ich Werbung einblenden und Geld verdienen. Deswegen erinnern viele YT Videos leider auch an Privatfernsehen. Man kann da großzügig vorspulen ohne dass man was verpasst.

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Ich brauche für so ein Loch etwa eine halbe Stunde.

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Hier habe ich gerade zwei Füße auf Länge geschnitten. Immer wieder Zwingenkunst.

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An dem Zapfen habe ich wohl etwas zu großzügig abgeschnitten. Macht nichts, wird eben wieder was dran geleimt. Apropos … die Zapfen säge ich maßgeblich auf der Kreissäge. Da alle Teile geringfügig andere Maße haben, muss ich jeden Zapfen einzeln anpassen. Das entfällt natürlich, wenn man die Teile mit Dicktenhobel auf identische Maße bringen kann und mit Fräsanschlägen exakte Löcher und Zapfen machen kann.

Aber egal. Irgendwann liegen dann doch alle Teile auf einem Haufen. So könnten sie beispielsweise zu tausenden aus einem Chinacontainer kommen.

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Und können zusammengesteckt werden.

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Foto bei offener Tür. Und hier ein Tipp: berücksichtigt bei einer Planung eines Werkstückes die Größe eurer Werkstatt…

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Hier werden schonmal die Schmalseiten des Gestells verleimt. Wenn ich Stück für Stück verleime, habe ich weniger Aufregung und das Ergebnis wird vielleicht etwas genauer.

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Ein Blick zurück: die Platte hat sich doch recht deutlich verzogen. Eine neue Challenge wartet auf mich. Zwar nicht ganz unerwartet. Holz kann sich verziehen. Mein Holz kommt nicht aus einem Holzlabor sondern aus dem Wald. Ist nicht mit Öl getrocknet und lag vielleicht auch etwas zu kurz draußen.

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Ich mache trotzdem mal mit dem Gestell weiter. Das obere Bild ist ein Rätsel. Was passiert als nächstes? Wozu dienen die Schraubzwingen und das zusätzliche Kantholz? Meine längsten Zwingen sind ein Meter lang, das Gestell hat aber eins zwanzig.

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Hier die Auflösung: Ich hab das Gestell mit dem Spanngurt zusammen gezogen. Damit der mir nicht immer nach unten abhaut, habe ich ihn durch die vier Schraubzwingen durchgezogen. Das Kantholz soll den Druck gleichmäßig verteilen.

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Hier das verleimte Gestell. Berücksichtigt bei der Planung eures nächsten Bauprojektes die Größe eurer Werkstatt. Hier habe ich bei geschlossener Tür fotografiert, deswegen auch die Perspektive mehr von oben.

Auch segeln lenkt vom Alltagswahn ab. Und zwar sehr gut. Segeln, das ist meditativ, das ist Natur, Bewegung, frische Luft. Wir segeln bei grauem Wetter von Hohenwieschendorf nach Timmendorf und zurück. Ich lerne viel über die Geschichte der Marina Hohenwieschendorf, über den dortigen Segelverein und komme einfach mal wieder raus. Den Kaffee beim Italiener in der Marina kann ich sehr empfehlen. Beim Friseur meines Vertrauens erkundige ich mich, wie ich zu einem Termin komme. Ich muss vor Ort einen Schnelltest machen. Den Test muss ich mitbringen. Hm. Ok.

Nächstes Kapitel … – die krumme Tischplatte.

Hier mal ein Versuch: kann die Tischplatte eventuell gerade gezogen werden?

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Das Ergebnis ist … naja. Also nicht umsonst arbeitet der richtige Schreiner etwas anders, hobelt aus richtig trockenem Holz gerade Leisten raus, verleimt die dann und achtet dann darauf, dass sich das verleimte Teil nicht wieder verzieht.

Ich überlege mir, dass ich ganz einfach innen ins Gestell Leisten rein leime und die Platte dann mit vielen Schrauben festschraube. Aber es kommt anders.

Hier habe ich die Leisten vorbereitet. Mit einer Bohrschablone (nein, ich habe kein YT Video angeschaut) bohre ich im Zehnzentimeterabstand Löcher. Die zwei Löcher in der Schablone haben einen Abstand von zehn Zentimeter. In einem Loch steckt eine Schraube drin. So bohre ich von einem Loch zum nächsten. Geht super. Ohne messen. Ohne Sorge, dass der Bohrer verläuft.

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Die Leisten werden dann in das Gestell geleimt.

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Nachts überlege ich mir, ob das wirklich so eine gute Idee ist. Oder ob es vielleicht eine bessere gibt. Wenn ich unter die Platte Querhölzer leime, dann sollte die Platte ja auch grade gerichtet sein. Ohne Schrauben. Das ist dann die Sonntagsarbeit. Leisten schneiden und hobeln. Es ist schon nicht schlecht genug Holz zu haben. Im Garten liegen noch genug Dielen. Ich muss zumindest nicht sparen. Hier seht ihr die Leimung. Ich hab nur 120 mm Zwingen – deswegen die Trickleiste über den zu verleimenden Leisten.

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Pause – Leimtrocknung.

Wir wollen die Trocknungspause für etwas Fülltext nutzen. Schraubzwingen – sind so eine Sache. Man hat immer zu wenig. Und sie sind entweder zu groß oder zu klein. Anders ausgedrückt: man kann nie genug haben. Wobei … die Dinger sind ziemlich teuer, zumal wenn man gute nimmt. Daher – ein kurzer Erfahrungsbericht über Schraubzwingen. Ich habe zehn kleine Billigzwingen (die blauen). Ich habe sechs Baumarktzwingen, eine davon kaputt. Und ich habe sechs Bessey Zwingen, die Standardausführung. Der Qualitätsunterschied von den Billigteilen zu Made in Germany ist enorm! Also: wenn ihr Zwingen kauft, achtet auf Qualität. Wenn ihr aber wirklich mal für ein Bauprojekt viele Zwingen braucht, dann gehen auch mal Billigzwingen. Ich ärgere mich zwar hin und wieder über die Billigdinger. Sie laufen schlecht, haben nicht den Grip und die Präzission wie Bessey und gehen kaputt. Die Plastikkappen fallen immer wieder ab, was lästig ist. Eine weitere der Baumarktzwingen rutscht immer mal wieder aus der verpressten Verbindung. Die kleinen blauen Teile klemmen gerne und laufen schlecht. Wenn ihr also wirklich nur vier Zwingen braucht: kauft Bessey (oder was besseres). Bei der Größe gilt ähnliches. Kauft die Zwingen lieber etwas größer als ihr sie für das aktuelle Projekt braucht. Ich weiß, sie sind teurer. Aber ihr könnt auch mehr damit anfangen.

Pause ist zu Ende. Endspurt … mit Überraschung. Ohne Bilder.

Um 15 Uhr war es dann so weit, die Zwingen konnten ab. Ein Blick nach draußen, ein Blick in die Wetterprognose per Satellit – es gibt ein Wetterfenster. Also Platte nach draußen bringen. Zum zweitenmal grade hobeln – so halbwegs. Sonntags. Kanten besäumen. Schnell, das Wetterfenster war nur kurz. In der Werkstatt dann Kanten hobeln und fasen. Auch an die Ecke eine Fase. Uppps. Rumms. Einen Moment nicht aufgepasst. An der Ecke hat der Hobel natürlich keine Auflage. Der Hobel hat ein Loch in die Ecke gehobelt statt einer Fase. Deswegen hat der Tisch jetzt einen Namen. Er heißt Tisch mit unfreiwilligen 45 Grad Ecken. Naja. Egal. Dann alles schön schleifen. 60er, 80er, 120er, 150er. Reicht. Klar: ich könnte auch noch 180er und 240er. Mir reicht Körnung 150. Nochmal Probe mit dem Richtscheit. Hm. Hängt in der Mitte etwa zwei Millimeter durch. Also – das ist so. Natürlich ist Perfektionismus eine tolle Sache. Da würde man jetzt in der Mitte nochmal ne Geradeleiste unter die Platte kleben. Und dann nochmal alles exakt hobeln. Es ist nur so: wenn ich das ganze Bauprojekt nach diesen Maßstäben durchziehen würde, wäre der Tisch in zwei Jahren wahrscheinlich immer noch nicht fertig. Deswegen hängt der Tisch jetzt in der Mitte durch. Ist halt so.

Anprobe. Puuuh. Ganz schön stramm. Mit etwas wumms passt es dann.

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Fehlt noch ölen …

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Fertig.

Die Tischbauchallenge

Die Challenge heißt: kann ein Computerfuzzi (Nichthandwerker) in einer mäßig ausgestatteten Bastlerwerkstatt aus einem Eichenstamm einen Tisch bauen, der als solcher erkannt und genutzt werden kann.

Die Bretter hatte ich letztes Jahr schon gesägt. Im Wald. Mit der Motorsäge. Also … ich gebe zu … ich habe das ein oder andere Hilfsmittel …

Ich nehme also den Bretterhaufen auseinander und suche mir die besten Stücke raus. Es sind erstmal drei Dielen mit jeweils ca. 30 mm Dicke. Das Sägewerk für die Motorsäge ist nicht ganz so genau.

Die Dielen schneide ich in meinem Draußensägewerk mit der Handkreissäge auf. Eine Drei-Meter-Setzlatte ist der Anschlag. Ich bemühe mich grade zu sägen. Alles was ich krumm säge ist einerseits Verschnitt, andererseits Mehrarbeit es wieder gerade zu machen. Das Holz macht einen trockenen Eindruck. Ich kann zwar die Feuchtigkeit nicht messen. Es staubt aber mehr als dass es klebt. Muss also trocken sein. Ich bin – ich merke das während solcher Arbeiten – kein Perfektionist. Ich mache was geht. Das muss reichen.

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Meine Leisten werden fünf bis zehn Zentimeter breit, so wie es eben kommt. Ich mache mir noch keine Gedanken wie ich die Teile füge …

Am nächsten Tag schneide ich mir die schönsten ein Meter vierzig raus. Zehn Leisten werden es dann insgesamt.

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Der richtige Schreiner richtet jetzt die Leisten auf seiner Abrichte ab. Auch mit einer guten Kreissäge lässt sich fügen, allerdings nicht mit einem Kreissäglein mit wackelndem Anschlag. Ich versuche es mit dem Bandschleifer. Das funktioniert mal definitiv nicht. Die Kanten werden buckliger statt gerader. Ich überlege mir eine Führungsvorrichtung für den Bandschleifer. Das geht auch nicht, weil das Gerät keine Befestigungsmöglichkeit für eine Vorrichtung hat – bis auf die Einkerbungen für den Schleifrahmen. Also versuche ich mein Glück mit einem Hobel aus dem Baumarkt.

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Das geht. Leidlich. Ist mühsam. Das Ergebnis sogar für mich unbefriedigend.

Eine Tischhälfte leime ich trotzdem mal.

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Ich schaue mir Tonnen an YT Videos an. Das führt nicht wirklich zu Erfolgen. Allerdings zu Erkenntnissen. Die Haupterkenntnis heißt: YT Videos sind doof. Sie nützen hauptsächlich den Videomachern. Beim Ansehen macht sich beim Betrachter viel Frust breit. Man sieht große, aufgeräumte, hell erleuchtete Werkstätten mit neuesten Geräten und Menschen, die mühelos die kompliziertesten Sachen bauen. Die Menschen arbeiten mit gradesten Brettern oder mit Holz vom Holzhandel, welches sich mühelos in die gewünschte Form bringen lässt. Sie zaubern die tollsten Vorrichtungen aus dem Ärmel oder einer Werkstattecke, mit denen sie die übelsten Sachen zustande bringen. Das hilft mir nicht viel weiter.

Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten: das Bauprojekt canceln. Einen Fachbetrieb suchen, der mir das Zeug hobelt. Irgendwie weiter basteln. Neues Gadget.

Welches Gadget könnte meine Not lindern? Große Maschinen fallen aus. Zu teuer. Kein Platz. Bei den kleineren Maschinen ist das so eine Sache. Ich entscheide mich für einen Elektrohobel, wobei mir da die YT Videos durchaus eine gewisse Orientierung waren.

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Hier seht ihr das Gerät und meine Abrichtvorrichtung. Die Aluschienen sind so ausgerichtet, dass ich den Hobel darauf entlang führen kann, bis er nichts mehr abhobelt. Das Ergebnis ist zum einen sehr viel schneller erreicht als mit dem nicht elektrischen Hobel und ist außerdem viel genauer. So entsteht die zweite Tischhälfte.

Jetzt müssen die Hälften nur noch zusammen geleimt werden.

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Jetzt noch ein paar Bilder aus der Draußenwerkstatt:

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Oberseite ungehobelt. Die Äste hatte ich einen Tag vorher mit Harz verfüllt. Auch bei der Hobeltechnik haben mir YT Videos geholfen. Erst diagonal in alle Himmelsrichtungen hobeln, dann längs hobeln. Ich prüfe immer wieder mit einem Richtscheit. Auch hier: ich hoble nicht auf Perfektion. Ich hoble, dass es gerade wird. Ganz so schlecht erscheint mir diese Vorgehensweise nicht.

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Oberseite fast fertig gehobelt.

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Das Setup erspart mir die Absauganlage.

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Für die Zarge schneide ich zwei Bretter aus einer weiteren Diele. Die Bretter werden gleich gehobelt und auf Länge geschnitten. Irgendwie cool und praktisch ist das neue Gadget schon.

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Hier die gehobelten Balken für die Füße und die Zargenteile. Jetzt müssen nur noch acht Zapfen und acht Zapfenlöcher gemacht werden, die Beine abgeschnitten werden, alle Kanten gefast, alles geschliffen, die Platte beschnitten werden, das Gestell verleimt und die Platte aufmontiert werden …

So weit die Theorie.

Solches Tun lenkt mich etwas ab vom allgemeinen Alltagswahn.

OECD-Experte Andreas Schleicher kritisiert das deutsche Bildungssystem.
Deutschland müsse sich mehr anstrengen, um den Wettlauf zwischen Technik
und Bildung zu gewinnen, findet er.

Schreibt die Süddeutsche Zeitung. Womit wir schon wieder mitten im Thema sind. Beim ersten Satz bin ich mit Herrn Schleicher einverstanden. Ob es um einen Wettlauf zwischen Technik und Bildung geht, glaube ich eher nicht. Es geht um einen Wettlauf zwischen nationaler und globaler Herausforderung und Bildung. Das ist etwas anderes. Da ist Technik eben nur ein kleinster Teilbereich und eher eine Nebenerscheinung oder Folgeerscheinung. Schleicher selbst, so weiß es die Wikipedia, ist einer der typischen Sozialprofiteure. Er wurde von seinem Professorenvater auf die Waldorfschule geschickt, nachdem er von seinen Grundschullehrern als „ungeeignet fürs Gymnasium“ eingestuft wurde. Ganz nebenbei zeigt hier die Waldorfschule ihr eigenes Bildungsversagen. Der Herr Schleicher sollte sich eher einsetzen für ein humanistisches Bildungswesen, von dem er ja selbst profitiert hat. Im Mängelbericht über das deutsche Bildungssystem trifft er wiederum einige echte Grotesken:

Zudem könnten in Deutschland nicht einmal zwei von zehn Entscheidungen, die die
Ausbildung der Kinder und Jugendlichen betreffen, direkt in den Schulen vor
Ort getroffen werden. In den Niederlanden wären es neun von zehn, was die Flexibilität
der Schulen, aber auch das Engagement von Lehrern und Eltern deutlich
fördern würde.

Schreibt die Zeitung weiter.

Nur – was macht man jetzt mit so einer Erkenntnis? Blödsinnigerweise stellen sich (fast) alle Beteiligten tot. Die Eltern tun so, als ginge es sie nichts an. Die Lehrkräfte zucken achselzuckend mit den Augenbrauen, die meisten Schüler ertragen die Behandlung klaglos, das Schulamt „überwacht nur“, ist also sowieso für gar nichts zuständig, geschweige denn verantwortlich, die Landrätin verweist auf den Föderalismus, die Landesministerin für Bildung ist mit ihrer Karriere beschäftigt und die Bildungsministerin des Bundes verweist auf die Länderebene. Der Wahnsinn hat also tiefgreifend Methode, während täglich unsere Zukunft in den Schulen etwas mehr beerdigt wird.

»Na, das Ding ist ja – wir würden hier ganz gerne Leute haben, die ihr Handwerk verstehen« – sagt der Berliner Amtsarzt Patrick Larscheid über Schwesig und Söder auf die Frage eines Journalisten im ZDF, ob einer der beiden mal im Gesundheitsamt mitarbeiten sollte. Dafür erhält er mit sofortiger Wirkung das Verbot ungenehmigt mit den Medien zu kommunizieren und kurz darauf ein Disziplinarverfahren. (SZ) Vielleicht nicht ganz unbegründet liegt Deutschland bei der Pressefreiheit auf Rang 13.

Jeder kann sich jetzt mit oder ohne Termin irgendwo mit AZ impfen lassen. Ich recherchiere und überlege, ob ich mich da angesprochen fühle. Der Nachteil: bei AZ kommt die zweite Impfung erst nach drei Monaten. Ich rechne aber damit, dass in vier bis sechs Wochen eh so viel Impfmittel zur Verfügung steht, dass ich auch ein anderes Mittel bekommen könnte. Außerdem wird es für Menschen, die eh kaum Kontakte haben gar nicht empfohlen sich außer der Reihe impfen zu lassen.

Die Zahlen gehen runter, Nordwestmecklenburg hat seit vorgestern unter 100. Die Meinung geht langsam rum, dass mit aufkommendem Sommer, zunehmender Impfrate und Immunisierung durch Erkrankung langsam wieder zur Normalität übergegangen werden kann.

Nachtrag. Der christliche Kandidat gewinnt die Landtagswahl mit Hilfe von Dreckbewurf. Herr Seehofer findet es vollkommen in Ordnung, dass Herr Maaßen für den Bundestag kandidiert. „Ich kann nur sagen, ich war mit seiner Arbeit sehr zufrieden“ – so der amtierende Innenminister in diesen Tagen an die dpa.

Neue Bauprojekte

Der Opti ist fertig. Der Hasenstall ist fertig. Das Brennholz ist gehackt. Damit es nicht ganz langweilig wird, gibt es neue Bauprojekte. Eines davon heißt: Tisch für die Ferienwohnung. Das Bauporjekt ist so ein bisschen aus der Not entstanden. Der Tisch, der im Moment in der Ferienwohnung steht ist – naja – etwas unangemessen. Mir fällt grade kein besseres Wort ein. Die Tischdecke hat auch einen Fleck. Und im Garten liegt doch noch Eichenholz. Weshalb, so habe ich mich da gefragt, soll ich nicht aus dem Eichenholz mal eben einen Tisch bauen. Äääääääh – so ähnlich jedenfalls. Vorgestern habe ich mir dann bei kaltem Sonnenschein die schönsten rausgesucht. Also die, die am geradesten gesägt sind. Auf dem Draußensägewerk habe ich dann angefangen die Dielen aufzuschneiden. Meine Holzlagerung ist suboptimal, das Holz eigentlich Brennholz. Die Bretter daher alles andere als gerade. Für jeden Schnitt muss ich planen, wie ich denn meine Anschlagslatte festzwinge. Mit einer ordentlichen Kreissäge würde es ssssssssd machen. Und dann nochmal ssssssssd. Dazu kommt: ich bin weder Tischlee (so die Berufsbezeichnung hier) noch Schreiner (waaaas?). Ich bin mir also auch ein bisschen unsicher, ob das was ich da mache auch wirklich richtig ist. Zwei Dielen werden aufgesägt. Am Samstag ist 1. Mai. Da verlege ich das Sägewerk in die Werkstatt. Erstmal aufräumen. Und Platz schaffen. Aufgrund der beengten Verhältnisse ist die Sägerei dort eine echte Herausforderung. Dann schneide ich mir von dem 2 Meter Stücken noch die schönsten 1,40 Meter raus. Und überlege, wie ich die Teile füge. Ich schaue mir Videos dazu an. Die helfen nicht wirklich weiter. Die YTuber haben allesamt schicke Werkstätten und schickes Gerät an der Hand und zumeist sehr gerades Holz. Und Platz. Und die Checkung. Also eher frustrierend. Ich überlege mir in einen Dicktenhobel zu investieren. Wären nur etwa 700 Euro für ein ganz passables Gerät. Aber: wieder eine Maschine, wieder eine Ausgabe, die Werkstatt ist eh voll. Außerdem müssen die Spähne irgendwo hin. Vermutlich werde ich eine Absaugung brauchen. Ein anderer Experte führt vor, dass man mit einem elektrischen Handhobel auch so einiges machen kann. Kosten: etwa 280 Euro. Ja, gibt auch billigere. Und teurere. Egal. Im Moment ist keiner da. Ich versuche mein Glück mit dem Bandschleifer. Das Ergebnis ist geringfügig besser als der Ausgangszustand aber eigentlich unbrauchbar. Ich überlege mir irgendwelche Vorrichtungen zu bauen. Wird aber auch wieder verworfen: zu aufwändig. Schließlich krame ich meinen Popelhandhobel aus dem Baumarkt aus der Schublade. Der funktioniert leidlich bzw. erstaunlich gut. Es ist nicht abgerichtetes mit der Motorsäge gesägtes krummes Eichenholz. Also. Perfektionismus war eh nie meins. Deswegen habe ich das Ergebnis erstmal recht frustriert akzeptiert. Ich habe mich entschlossen die Platte in zwei Teilen zu leimen. Also erst die eine Hälfte dann die andere und dann die beiden Hälften zusammen zu leimen. Der Grund ist schnell erklärt. Ich habe in lange Schraubzwingen investiert, habe allerdings nur vier Stück davon. Ich habe aber noch vier halb so lange Zwingen. So kann ich jede Hälfte mit acht Zwingen verleimen und muss dann nur noch die Hälften mit den langen Zwingen miteinder verleimen.

Die Kinder waren auch fleißig. Nachdem sie es wieder geschafft haben innerhalb von zehn Tagen ihre 50 Gb schnelles Internet durchzujagen, ging die Streiterei los, wer denn grade das Tröpfelinternet verwenden darf und wer nicht. Der Erfolg war, dass ich zum Sicherungskasten gegangen bin. Jonathan hat dann angefangen die Ziegel vom Holzunterstand abzudecken. Heutefrüh wollte der Anne-Christin eine Freude machen und wir haben zusammen zwei Leuchten des Badezimmerlichts wieder erleuchtet. Morgen fahre ich Holz holen für das neue Dach vom Holzunterstand.

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Die Kinder haben zwischenzeitlich die Ziegel abgedeckt.

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Feuer im Hasenstall.

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Auf Initiative der Kinder haben wir gemeinsam im Carport aufgeräumt.

Letzte Baubilder

Endlich. Endspurt. Es fehlten dann doch noch ein paar Teile. Spezialschrauben, Edelstahl M5, Holzschrauben, Edelstahl. Also war erstmal wieder warten angesagt. Außerdem war es die Tage doch noch recht kalt. Am Samstag war es dann doch so weit. Zwischenzeitlich hatte ich ein Ruderblatt und das Schwert aus OSB ausgeschnitten. Das ist ein Versuch. Das Schwert ist möglicherweise statisch etwas schwach. Aber für die ersten Versuchsfahrten sollte es gehen. Yachtlack habe ich noch gebraucht. Stopplatten und Pinne gebastelt, alles schön angestrichen – davon gibt es keine Bilder. Es ging ja auch um ein hausinternes Wettrennen. Was wird früher fertig: Hasenstall oder Opti.

Meinen Opti mismus musste ich auch im letzten Arbeitsschritt etwas zurück schrauben. In meinen kühnen Ideen dachte ich so: das Zubehör ist dann auch schnell angeschraubt. Dem war aus verschiedenen Gründen nicht so. Zum einen habe ich noch nicht so viele Optis ausgerüstet, noch nicht mal einen gesegelt, zum anderen hatte ich genau einen Versuch. Ein falsch gebohrtes Loch im Rumpf wäre dann doch ein doofer Baufehler gewesen. Und Baufehler hat er eigentlich schon genug. Der letzte waren die Läufer (so habe ich gelernt, heißen die Dinger) bei der Lackierung. Da habe ich notdürftig angefangen zu flicken. Es fehlt mir noch 400er Schleifpapier. Einen seht ihr im Bild. Da habe ich den Bandschleifer nicht so richtig im Griff gehabt und am Boden die oberste Sperrholzschicht abgeschliffen. Naja. Sieht dann doch aus wie selbst gemacht, wobei es eigentlich alles Dummheitsfehler sind.

Schwertkasten innen lackieren ist etwas blöd. Ich hoffe, dass das alles ausreichend lackiert ist.

Es hat dann aber auch vieles gut geklappt. Der Lack zum Beispiel ist exakt aufgegangen. Nichts ist übrig, alles verbraucht, es hat auch nichts gefehlt.

Jetzt kommen noch ganz viele Bilder …

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Erste Lackschicht außen.

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Leider etwas zu großzügig geschliffen.

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Hier das neueste Fahrzeug im Fuhrpark. Nach drei Tagen der erste Plattluft. Bei den Reifen hat der Hersteller allerdings auch wirklich massiv Material gespart – obwohl Schwalbe drauf steht. Hm. Ob man von dem Hersteller nochmal einen Reifen kaufen soll? Ich bin kurz davor gleich ein gutes Paar zu kaufen, da kommt der Fahrer mit einem neuen Defekt: Schaltung verbogen. Hm. Dabei haben wir erst einen Tag vorher noch ausführlich genau darüber gesprochen, dass die Technik sehr empfindlich auf Misshandlung reagiert.

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Nebenher etwas Brennholz machen. Der linke Haufen ist mittlerweile größer als der rechte. Leser mit Rechtslinksschwäche wissen was ich meine.

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Hier schon mit montiertem Ruderblatt am Ausrüstungskai.

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Samstagabend: das meiste Zubehör ist montiert. Es fehlt nur noch der hintere Auftriebskörper.

Ich bin gerade mit den letzten Takelarbeiten beschäftigt, da sagt Anne-Christin: der Hasenstall ist fertig. Ich hole mir immer wieder Infos im Internet, wie denn so ein Opti richtig zusammengebaut wird. Ein YT Video leistet mir ganz gute Dienste. Und eigene Bilder von der Optiregatta 2008 und 2009 auf dem Schluchsee.

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Der fertig getakelte Opti im Garten.

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Der Opti am See.

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Ich habe ein paar Segellatten übrig. Die hatte ich zu viel bestellt. Beim Segel stand nicht, dass da Segellatten dabei sind. Ansonsten geht eigentlich alles ganz gut auf.

Jetzt wartet der Opti auf einen wärmeren Tag und auf einen Jungen, der Lust hat ihn auszuprobieren.

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Der Hasenstall.

Ansonsten ist morgen wieder Heimunterricht angesagt. Das habt ihr sicher aber auch schon aus der Presse entnommen.

Ansonsten gibt es hier auch zwei neue Schulrucksäcke. Einer wurde in der Schule zerstört. Ich glaube man nennt das Fremdverschulden. Dann hat das andere Kind auch gleich einen neuen bekommen. Die Rucksackfirma hat es tatsächlich geschafft innerhalb von zehn Jahren eine Marktabdeckung von fast hundert Prozent zu erreichen. Nicht schlecht! Die werden allerdings erstmal nicht zum Einsatz kommen. Es ist erstmal wieder Heimunterricht angesagt. Das schrieb ich schon. Die Experten sind sich nicht so richtig einig, wie die Infektionszahlen wieder nach unten zu bekommen sind. Also wird erstmal wieder vieles verboten, was keine Infektionen verursacht. Der Däne Claus aus Rostock schlägt vor, dass neue Schulformate ausprobiert werden, z.B. Unterricht im Freien – das finden natürlich alle Drostens, Wielers und Lauterbachs doof. Auch die Frau O’s aus dem Schulamt werden das nicht gut finden, die Frau Karliczeks und Frau Martins selbstverständlich auch nicht und sie werden ihre Lobbyverbände schon hinter sich scharen. So fällt einmal mehr auf, dass bei mehreren Vorgehensmöglichkeiten im Zweifelsfalle nicht der intelligenteste Weg gegangen wird, sondern der, der die lautesten Proleten hat. Was vermutlich auch auf die Frage Markus oder Armin zutreffen wird. Am besten, man hält sich von alledem sehr weit fern.

Der Herr von der Christdemokratischen Partei ist offenbar noch mit seiner vollumfänglichen Antwort beschäftigt. Vermutlich will er gar keine Wählerstimmen. Zumindest nicht meine.

Wer die Wahl hat …

In zwei Wochen sind Wahlen. Die Landrätin oder der Landrat wird gewählt. Es stellen sich eine Kandidatin und drei Kandidaten zur Wahl. Die Kandidatin ist die Amtsinhaberin. Ihr werden die besten Chancen auf den Erfolg zugesprochen. Aber … wir wollen es uns doch nicht ganz so einfach machen, auch wenn meine Stimme nur eine von 130.000 wahlberechtigten ist. Wenn etwa die Hälfte der 130.000 von ihrem Recht Gebrauch machen, so ist meine Stimme immerhin ein fünfundsechzigtausendstel – das sollte man nicht als zu gering erachten. Aber … wer die Wahl hat …

  • hat die Qual
  • wohnt in Quaal
  • hat einen Stimmzettel

Zusätzlich zur Amtsinhaberin stellt sich noch ein Kandidat der Piratenpartei, einer von der Linkspartei und einer von der CDU zur Wahl. Den beiden erstgenannten dürfte eine sehr geringe Bedeutung zukommen. Ihnen eine Stimme zu geben, dürfte eher einen symbolischen Wert haben. Der Herr von der Piratenpartei stellt sich als Servicekraft vor. Eine Internetrepräsentanz seiner selbst suchte ich vergeblich. Das ist ein etwas schwaches Bild für den Repräsentant einer Partei, die sich eben auch die Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben hat. Um dennoch etwas über den Herrn zu erfahren, organisiere ich mir ein Digitalabo der Ostseezeitung. Hier erfahre ich, dass er großer Fan der Winkingerzeit ist und in seinem Bufdi Jahr in einer Einrichtung für Schwererziehbare gearbeitet hat. Er will sich für mehr Schulsozialarbeit einsetzen. Das ist auf jeden Fall ein guter Plan.

Die Straßenplakate der Amtsinhaberin und des Kontrahenten der CDU Partei sind mäßig aussagekräftig. Die Amtsinhaberin hat immerhin „den ganzen Kreis im Blick“. Ich studiere das Plakat sehr gründlich und kann den Kreis in ihrem Blick nicht erkennen. Der CDU-Mann hat immerhin eine Internetpräsenz. Dennoch – Wahlkampf, so meine Erfahrung, ist doch die aktivste Zeit einer Politikerin oder eines Politikers. Ich hake also nach.

Um es den Kandidaten nicht allzu schwer zu machen, schreibe ich etwas Prosa und versuche mich in einfacher Fragestellung.

Die Landrätin bekommt die Frage:

Was werden Sie für die Schulen tun?

Der Christenmann bekommt folgenden Satz:

Daher meine Frage an Sie: was werden Sie tun, um unsinnige
Bürokratisierung – insbesondere im Bildungsbereich – aufzuheben?

Das war Karfreitag, 2. April.

Nicht schlecht gestaunt habe ich, dass ich am gleichen Tage, also an just jenem denkwürdigen Karfreitag, 2. April 2021 eine ausführliche und persönliche Antwort der Landrätin erhalten habe. Ich erlaube mir ein paar Zitate daraus …

Ich bin sehr froh, dass es uns in den letzten Jahren trotz leerer Versprechungen von Bund und Land aus eigener Kraft gelungen ist, das Netz der Jugend- und Sozialarbeit zu halten und auch auszubauen. Schön wäre es, wenn wir von Bund und Land Unterstützung bekämen, um z. B. an jeder Schule einen Schulsozialarbeiter zu installieren. Das ist mein Ziel.
Der Erhalt der Schulen, ihre Digitalisierung und gute Ausstattung ist Sache des Schulträgers , also auch des Kreises. Dafür stehe ich.
Inhaltlich liegen alle Kompetenzen bei den Ländern. Da sind mir die Hände gebunden. Und der Förderalismus lässt grüßen.

Ich würde gern viele Dinge vereinfachen und entbürokratisieren und versuche, meine Verwaltung so bürgerfreundlich wie möglich zu organisieren. Ich ärgere mich über jeden MA, der die Auslegung von Gesetzen immer nur so versteht, dem Bürger zu sagen, was alles nicht geht, anstatt herauszuarbeiten, was geht.

Ich schreibe euch dieses, weil ja unter Umständen die Kandidatin auch die Wahl gewinnen kann. Es könnte sein, dass sie in der Hektik des Alltages ihre Wahlkampfziele und -versprechungen etwas aus den Augen verliert. Weist sie also auch gerne darauf hin, falls es sinnvoll ist.

Dass der Herr von der Glaubenspartei am Karfreitag nicht antwortet, kann ich ihm beileibe nicht übel nehmen. Das geht für mich vollkommen in Ordnung.

Ich will euch aber über seine Antwort auch nicht im Ungewissen lassen. Am Mittwoch erreichte mich dieser Einzeiler:

Können Sie Ihre Frage nochmals bitte konkretisieren? Ich möchte Ihnen gerne vollumfänglich darauf antworten.

Nebst Anrede und Gruß.

Ich habe dann wie folgt umgehend konkretisiert:

Wo sehen Sie die Hauptaufgaben im Bereich Bildung, um Kinder aus bildungsfernen Familien zu fördern?

[  ] die Digitalisierung der Schulen ist der wichtigste Aspekt, um Kinder aus bildungsfernen Familien zu fördern

[  ]  Schulsozialarbeit muss an erster Stelle stehen, um Kinder aus bildungsfernen Familien zu fördern und zu integrieren

Was wollen Sie tun, um Hemmnisse – insbesondere im Bildungsbereich – durch Bürokratisierung abzubauen?

[  ]  Es gibt keine Hemmnisse durch Bürokratisierung im Bildungsbereich.

[  ]  Ich werde mich bei der Landesregierung einsetzen, um den Schulen mehr Eigenverantwortung und Gestaltung einzuräumen.

[  ]  Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Schulämter mit mehr Personal ausgestattet werden

… und bin nun auf seine vollumfängliche Antwort gespannt.

Wir haben ein weiteres politisches Projekt in Arbeit.

Da nun etliche Versuche fehlgeschlagen sind die Schulranzen der Kinder leichter zu bekommen und ihnen dadurch sinnvoll zu ermöglichen auf eigener Achse bzw. aus eigener Kraft den Schulweg zu bewältigen, kam mir die Idee, ob wir nicht den Schulbus einfach bis vor die Haustüre fahren lassen. Es ist ja alles etwas unglaublich. Der Staat zwingt uns per Gesetz in die Schule. Die Behörden veranstalten dann ein Schulsystem, welches mit irrsinnigem Schulmaterial befrachtet ist – demnächst dürfen sie vermutlich noch einen Laptop mitschleppen …, schaffen es gleichzeitig nicht die sozialen Verhältnisse an den Schulen halbwegs optimal zu gestalten, erzählen uns, dass wir die Kinder doch bitte nicht mit dem Auto rumfahren sollen … – und: keiner fühlt sich verantwortlich.

Wir schreiben also an die Bürgermeisterin. Dabei lernen wir, wie man so einen Behördenbrief verfasst: freundlich, klar, deutlich. Wir schildern also unser Anliegen und bieten gleichzeitig an bei der Lösung behilflich zu sein. Angeblich kann der Bus hier auf der Wendeschleife nicht wenden – so haben wir mal gerüchteweise gehört.

Unsere Bürgermeisterin antwortet noch am selben Tage mit ihrem Mobiltelefon:

Liebe Tressower Schulkinder, lieber Herr Bund,
Euer Anliegen zur Schulbusbeförderung habe ich erhalten. Ihr habt es sehr nett und anschaulich formuliert. Ich werde es umgehend zur Prüfung weiterleiten und schauen, welche Möglichkeiten der Verbesserung es gibt. Nach Prüfung lasse ich wieder von mir hören. Bis dahin wünsche ich Euch frohes Lernen- mit möglichst viel Präsenzunterricht.
Beste Grüße
Eure Bürgermeisterin Anne Homann-Trieps

Ausgedoggt

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Die Global Dreamchen – Lakeexplorer Yacht Club de Tressow – vielleicht muss doch noch ein kürzerer Name gefunden werden … – wurde heute ausgedockt. Das klingt spektakulär und im Grunde ist es das auch. Aufgrund der Coronakrise wurde das Manöver nicht angekündigt. Es hätte vermutlich zu viele Zuschauer angelockt. Wie bei einer echten Ausdockung wurde das Werfttor ganz geöffnet und das Schiff auf seinem Wägelchen passte gerade so eben durch. Zum Schiffsnamen: der obere Namen ist vielleicht doch etwas lang und für Außenstehende nur schwer zu merken. Malizia wäre auch ein schöner Name. Aber der ist leider schon belegt. Und – wir wollen ja keine Namen kopieren – heute dachte ich an Ever Given – ein sehr schöner Name. Nur – was würden die Leute denken, wenn das Schiff auf dem AIS auf dem Tressower See zu sehen wäre? Der Tressower See ist schließlich nicht der Suez Kanal. Um Verwechslungen vorzubeugen, könnte man ja Ever Given II nehmen. Vielleicht hat ja eine Leserin oder ein Leser noch eine bessere Idee.

Viel Zeit ist allerdings (hoffentlich …) nicht mehr. Nachdem heute schönes Wetter war und das Ausdockmanöver durchgeführt werden konnte, kam die Global Dreamchen …. an den Ausrüstungskai. Es wurde den lieben langen Tag lang geschliffen und geschliffen und geschliffen. Ein Tipp: wenn euch beim Schleifen mit dem Bandschleifer bei laufender Maschine der Stecker aus dem Verlängerungskabel rutscht, stoppt der Motor des Bandschleifers. Schaltet dann den Schalter der Maschine auf AUS. Sonst kann es euch so gehen wie mir heute. Der Bandschleifer stand auf dem Schleifpapier auf dem Boden des kopfüber liegenden Bootes. Dann stecke ich den Stecker rein. Der Bandschleifer gibt Vollgas und saust über den Bug raus …. auf den Boden. Wenn es jemand gefilmt hätte, mit meinem dummen Gesicht hätte es das perfekte Fail Video gegeben. Also: Schalter auf Aus! Und Bandschleifer nicht auf das Schleifpapier stellen. Zum Glück ist der Maschine nichts schlimmes passiert.

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Schleifequipment.

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Am späten Nachmittag musste der Rumpf wieder unter Dach. Morgen ist Regen angesagt. Die kleine Ferienwohnung soll als Lackiererei dienen. Nur – wie kommt der Elefant durchs Nadelöhr? Nun, er passt so gerade eben durchs Fenster. Nun habe ich noch ein paar Stellen geflickt. Feierabend für heute.

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Blick in die Lackiererei.

Bei der Beize habe ich nicht auf den Rat des Fachmannes gehört. Der hat empfohlen, in die erste Lackschicht Beize zu mischen. Da wollte ich schlauer sein und habe gerechnet, dass dann ja nur ganz wenig Beize zum Einsatz kommt. Die 500 ml sollten für etwa 7 qm reichen – also bei sparsamem Einsatz für den ganzen Rumpf. Wenn man die Beize in die erste Lackschickt mischt, soll man maximal 10% zugeben. Da ich ca. 750 ml Lack für die erste Schicht rechne, wären dies nur 75 ml. Also war ich mutig – upppps – nach dem ersten Pinselstrich war mir dreierlei klar: der Rumpf wird recht dunkel, es gibt kein Zurück mehr und … ich hätte vielleicht doch auf den Fachmann hören sollen.

Ansonsten – es ist meine erste Arbeit mit DD Lack. Ist richtig toll das Zeug! Zum Glück bemale ich hier kein Messeausstellungsstück sondern ein Gebrauchsboot. So ganz 100%ig wird meine Arbeit dann doch nicht. Die Ferienwohnung wurde als Lackiererei gewählt, um den Wohnraum nicht mit Lackgeruch zu füllen. Echt eine coole Lackiererei. Jetzt kommt jeden Tag eine Lackschicht drauf – so zumindest der Plan. Die Lackmenge einer halben Dose passt genau auf eine Rumpfhälfte, zunächst innen, ab übermorgen dann außen. Schwertkasten von innen lackieren ist echt ein bisschen doof – aber wichtig.

Brief an das Schulamt – ein Entwurf.

Spanier dürfen nicht nach Malle, Deutsche aus Deutschland aber schon, aber Deutsche, die hier bleiben, erwartet evtl eine #Ausgangssperre. Mit dieser Taktik werden wir Corona endgültig verwirren und besiegen!

Quelle: https://twitter.com/AbdelkarimsLP/status/1373911279799304193?s=20

Das musste jetzt doch mal sein. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass das Virus sich zu einem Kopfvirus mutiert, der schlimmere Folgen hat als das Virus selbst.

Wir sind dennoch für ein langes Wochenende in den Süden gefahren. Anstrengend war’s. Aber auch schön. Besonders schön war auch die Einladung in die gw21.de. Wir durften das neue Bad anschauen und uns davon überzeugen, dass die BewohnerInnen dort das beste aus der kuriosen Situation machen.

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In Holzen, müsst ihr wissen, leben eine Menge Störche. Die laufen dann ganz unbekümmert in Gärten und Vorgärten herum, sammeln sich ihr Nistzeug und fliegen wieder davon.

Aus der Serie Briefe an das Schulamt gibt es eine Fortsetzung …

Sehr geehrte Frau O,
Lieber Herr G, (cc)
Sehr geehrte Frau Ministerin Bettina Martin, (cc)

Wir hatten kürzlich ein sehr nettes Telefongespräch. Vielen Dank nochmal für die Zeit, die Sie sich für mich und mein Anliegen genommen haben.

Gestern nun waren die Kinder nach drei Wochen Pause wieder in der Schule. Die Erklärungen, dass sie an Selbsttests teilnehmen dürfen, hatten sie natürlich unterschrieben im Schulranzen. Allein: es gab gar keine Selbsttests. Aufgrund unseres Telefongespräches habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie wir Ihre Tätigkeit als Überwacherin sinnvoller gestalten können. Und da ist mir auch gleich eine Idee gekommen: überwachen Sie doch einfach mal das Wohl der Schülerinnen und Schüler. Die haben es verdient. Sie sind schließlich die schwächsten in der ganzen Kette Ministerium – Regierungsbezirk – Schulamt – Schule – Lehrer … Ich habe heute zunächst zwei Anliegen.

Wir fangen mal bei den Schulranzen an. Wir wohnen etwa 1,5 Kilometer von der Bushaltestelle entfernt. In den Empfehlungen für Eltern wird immer wieder betont, dass die Eltern ihre Kinder nicht irgendwohin fahren sollen. Ich halte diese Empfehlungen für sehr sinnvoll. Wir haben die Kinder schon in der Kindergartenzeit zur Selbständigkeit erzogen. Das hat sich auch bewährt. Sie sind also durchaus in der Lage den Weg selbständig zurückzulegen. Nun werden sie allerdings neuerdings mit einem übervollen Schulranzen auf den Weg geschickt. „Es muss alles mit“ – so lautet die Devise. Der Schulranzen wiegt damit, inklusive Vesperbrot und Trinkflasche etwa 7 Kilo. Ich hab mal eben schnell gegoogelt – kennen Sie das? Man kann damit recht schnell Informationen einholen. „Höchstens zehn Prozent des Körpergewichts“, so lautet die Faustregel für das Gewicht eines Schulranzens. Das war bis in die 80er Jahre eine Regel und gilt für normale Schulwege. Die Regel wurde quasi ersatzlos gestrichen. Ein Dank geht raus an die Schulbuchlobby: Bravo, gut gemacht! Erfahrene Orthopäden warnen nach wie vor vor zu schweren Schulranzen. Nun, ich rechne es Ihnen mal kurz vor: unsere Kinder müssten 70 kg wiegen, damit das Maximalgewicht des Schulranzens nicht überschritten wird. Ich habe die Kinder jetzt nicht gewogen. Adipös sind sie nicht. Sie sind zehn Jahre alt und etwa 149 cm groß. Ihr Körpergewicht dürfte unter 40 kg liegen. Ihre Aufgabe lautet nun: Schulranzengewicht auf ein erträgliches Maß reduzieren. Auf Wunsch kann ich Ihnen gerne Lehrerinnen nennen, mit denen Sie sich austauschen können. Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch gerne für Rücksprachen zur Verfügung. Die Gesundheit unserer Kinder ist gefährdet, es eilt also. Wirklich. Sollte Ihr Vorgesetzter anderer Meinung sein, dürfen Sie ihn auch gerne an mich verweisen.

Am Wochenende ist Uhrverdrehung (die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag um eine Stunde vorgestellt). Herr Juncker hat zwar in seinen letzten Amtstagen noch dafür gesorgt, dass dieses sinnlose und schädliche Relikt aus den 80er Jahren abgestellt wird, geschehen ist allerdings nichts. Die Uhrverdrehung führt dazu, dass die Kinder noch stärker als ohnehin schon unter Schlafmangel leiden. Das Problem ist gravierend. Lehrerinnen und Lehrer und der gesamte Klassenverbund leiden unter Konzentrationsdefizit unausgeschlafener Kinder. Der Unterricht leidet. Ihre Aufgabe besteht nun darin dafür zu sorgen und zu überwachen, dass die Kinder genügend Schlaf bekommen. Falls Sie auf die Idee kommen zu sagen „dann müssen die Kinder eben früher zu Bett gebracht werden“, kann ich Ihnen mitteilen, dass das der falsche Weg ist. Das funktioniert nämlich nicht. Kinder haben einen natürlichen Schlafrhythmus, der sich an der Tageszeit orientiert und nicht an einer verdrehten Uhr. Es gilt also diesen natürlichen Schlafrhythmus zu berücksichtigen. Schlafentzug, so hat man mir auch beim Kinderhilfswerk Unicef bescheinigt, ist keine Lapalie. Googeln Sie gerne mal nach dem Begriff. Es gibt bereits Schulen, die die Anfangszeiten flexibel gestalten. Tausende Kinder, Eltern und Lehrer werden Ihnen dankbar sein, wenn dieser schwere Mangel des Schulsystems beseitigt wird.

Antwort bitte gerne per E-Mail an meine Adresse, Rückfragen natürlich auch gerne telefonisch.

Bleiben Sie gesund!

Lieber Gruß,
Wolfgang Bund

Ein Feriengast sagt seinen Osterurlaub ab. Ich zitiere aus seiner Mail:

… Obwohl wir sehr gelassene und fröhliche Menschen sind und uns nicht so schnell aufregen, machen uns die getroffenen Beschlüsse fassungslos und auch wütend. Ich kenne jemanden, der ist jetzt nach Gran Canaria geflogen und von dort auf ein Kreuzfahrtschiff gegangen. Und wir dürfen nicht zu Ihnen kommen. Ich empfinde das als eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. …

Dazu passt: „Seehofer hält an Ostergottesdiensten fest“. Diese Einstellung wird Menschen in ein paar Jahren vor lachen komplett aus den Socken hauen.

1 Tag Schule

Am Donnerstag um 24.00 Uhr endete die Quarantäne. Am Freitag war die Präsenzpflicht aufgehoben, nun wurde sie wieder eingeführt. – Oder war es umgekehrt? Es ist eigentlich schon fast egal. Wir bleiben erstmal zuhause.

Zu tun gibt es genug, wie diese kurze Bilderserien zeigt.

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Ein neues Holzbearbeitungsinstrument hat den Weg zu uns gefunden. Die X25 von Fiskars. So ganz nebenbei: aus Finnland. Wenn wir nicht nach Finnland kommen, dann kommt Finnland eben zu uns. 60 Euro hat das gute Stück gekostet, incl. Versandkosten, im Baumarkt wären es mindestens 80 gewesen. Das Werkzeug liegt sehr gut in der Hand und es macht, was es machen soll – wie man auf dem Bildchen sehr schön sieht. Was man nicht so gut sieht: es macht Freude mit so einem Werkzeug zu arbeiten. Weil es ganz unspektakulär einfach nur gut funktioniert.

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Ohne viel Worte. Wer mehr erfahren will, findet das Projekt auch auf insta.

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Metallwarenausstellung für den Bau.

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Hier, auch spektakulär: letzte Leimung. Damit sind alle Teile angeleimt. Es fehlt noch: schleifen und lackieren, Schwert und Ruderblatt und Beschläge rein schrauben. Hierfür muss ich noch die passenden Edelstahlschrauben organisieren. Aber: es wird.

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Leimung Detail.

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Die sind heute umgezogen. Von Dambeck Ausbau nach Tressow.

Nicht auf den Bildern: Kinderbetreuung, Web-Entwicklung, Holz holen und heizen, Luft befeuchten (ca. 5 bis 10 Liter pro Tag), dies und jenes, Kuchen backen, Brot backen, Kundentelefonate und vieles mehr.