Archiv für den Monat: April 2020

6. Coronawoche – Das Wetter meint es gut mit uns.

Wunderschöner Sonnenschein am vergangenen Samstag . Ich glaube ich habe fünf Schubkarren Brennholz ins Holzlager gestapelt. Bei einem Schubkarren hat Anne-Christin geholfen. Danke!

Sonntag wieder wunderschönes Wetter. Ich staple grade den dritten Schubkarren ins Lager, da kommt Anne-Christin. Mit nassen Haaren. Die Toilettenspülung hört nicht auf zu laufen. Na prima… Ich ahnte schon, was mich erwartet. Deswegen auch ein dummer Spruch: hättest Du Gas- und Wasserinstallateurmeister gelernt, dann wüsstest Du sofort, was zu tun ist. Also erstmal Wasser abstellen. Dann den Spülkasten auf machen. Dicke Kalkbrocken drin. Hm. Erstmal zwei Videos anschauen. Ich staune da ja immer wieder. Ich könnte nie so ein Video machen. Diese Videos sind zwar auch alles andere als perfekt. Ich bräuchte aber mehrere Anläufe, bis überhaupt die Aufnahmen halbwegs passabel im Kasten wären. Ich schaffe es nicht einmal Bilder zu machen. Ich hol mir erstmal Brille, Taschenlampe und Werkzeugkasten. Dann baue ich fein säuberlich alles auseinander. Hm. Und wie soll ich das jetzt sauber machen? Der junge Mann im Video hatte Salzsäure. Hab ich nicht. Wie als hätte ich es geahnt, hatte ich auf dem letzten Einkaufszettel „Zitronensäure“ stehen. Tradmans Tipp: ihr könnt die Entkalkungszitronensäure auch zum Kochen verwenden. Es ist das gleiche Zeug drin wie in den teuren Tütchen. Nur hat der Abfüller für die Entkalkungszitronensäure kein Lebensmittelzertifikat. Nun hatte ich nicht mal ein passendes Gefäß, um die Toilettenspülung zu entkalken. Naja – sei’s drum. Dann eben doch fünf Liter Wasser in einen Eimer und die ganze Tüte Zitronensäure. Dann schön alles sauber machen. Hat auch einigermaßen funktioniert. Dann alles wieder zusammenbauen. Funktioniert. Erfolgserlebnis.

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Nach der Toilettenspülkastenaktion machen wir Spätzle. Das machen wir nicht zum ersten Mal. Wir haben da schon eine gewisse Routine. Neu daran ist, dass wir das Ganze in Wort und Bild ein bisschen dokumentieren. Es ist sozusagen unser Beitrag zur Entschleunigung und unser Ausgleich für den entfallenden Schulunterricht.

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Der Spätzleteig – noch nicht gerührt. – Wir rühren von Hand.

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Der Teig wird in die Presse gefüllt. (Foto: Jonathan)

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Die Spätzle werden in kochendes Salzwasser gepresst. (Foto: Jonathan)

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Es gibt die Spätzle mit aufgetautem Gulasch. Fein.

Am Montag geht es zu meiner Lieblingszahnärztin. Meine Suche nach einer Lieblingszahnärztin führte mich ja vor fünf Jahren nach Lübeck. Diese Praxis gibt es jedoch nicht mehr, nachdem die Helferin altershalber ausgeschieden ist. Der Verzweiflung nahe, suchte ich dann im Herbst, nachdem ich über ein Jahr nicht mehr beim Zahnarzt war, eine neue Zahnärztin. Ich schrieb in meiner Verzweiflung einen Verzweiflungsbrief an die Zahnärztevereinigung in Mecklenburg. Und – ich bin noch heute etwas verwundert darüber – am gleichen Sonntagabend, rief mich der erste Vorsitzende der Zahnärztevereinigung an und wir haben eine halbe Stunde sehr intensiv telefoniert – das wäre noch eine eigene Geschichte wert. Dank dieses engagierten Menschen habe ich eine neue Zahnärztin gefunden. Danke!

Nun habe ich die Zahnärztin gewechselt. Aus der Zahnärztin ist ein Zahnarzt geworden. Nein, nicht was ihr jetzt wieder denkt … – In der Praxis arbeiten mehrere Zahnärzte (m/w/d?), darunter auch ein Zahnarzt. Dieser hatte grade mehr Zeit mir die Zähne durch zu gucken. Er hat auch einen seriösen Eindruck auf mich gemacht. Er scheint auch etwas besser verfügbar zu sein  als die Chefin – also gleich wieder einen neuen Termin gemacht.

Es gab – ich muss das hier auch einmal erwähnen – Klagen aus der Nachbarschaft bezüglich des Verhaltens unserer Kinder. Mag sein, dass auch ein gewisser Neid mitschwingt – ist eigentlich auch egal. Es sind kleine Jungs, die die Welt entdecken, auch die Wortwelt. Ich habe dann Anne-Christin vorgeschlagen, dass sie sich mit entsprechender Fachliteratur eindeckt. Sie liest gern. Da sie viel beschäftigt ist, habe ich die Recherche übernommen und ihr Vorschläge gemacht. Diese hat sie angenommen. Ich habe die Bücher dann bestellt. Arbeitsteilung eben. Nun habe ich den Kindern erzählt, dass ich zwei solcher Bücher für Anne-Christin bestellt habe. Da sagt das eine Kind: „darf ich ihr die schenken?“

Die Titel heißen – nur dass der geneigte Leser auch weiß womit wir uns so beschäftigen -:
„Wie anstrengende Kinder zu großartigen Erwachsenen werden“ und „Glückliche und entspannte Jungs“. Ich schaue mir immer die Bewertungen beim einen Buchhändler an und kaufe dann beim anderen.

Nachtrag … Der erste Titel ist eher etwas für Eltern von Problemkindern, der zweite Titel bringt in Beispielen und unter verschiedenen Themenstichworten immer wieder interessante Aspekte. Man muss nicht alles nachmachen. Das Buch ist aber lesenswert.

Am Montag machen wir Bananenquark aus reifen Bananen. Auch wieder in der Kochschule. Wir dokumentieren auch hier. Die Bananen kommen aus Kolumbien. Das südamerikanische Land hat eine Bevölkerungsdichte von 43 Einwohner pro km² (BRD: 233 EW/km²). Das Land ist von bewaffneten Konflikten gezeichnet, bei denen zwischen 1958 bis 2012 218.000 Menschen umgekommen sind. Davon 80% Zivilisten. (Quelle: Wikipedia).

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Manchmal gibt es bei uns auch einfach nur Brot und Käse. Hier mit einem Möhren-Kohlrabi-Salat mit Meerrettich, Joghurt und einem Rest Salatsauce.

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Am Mittwoch und am Donnerstag gibt es Linsen mit Wienerle. In die Linsen kommt der Rest vom Gulasch. Gulaschrecycling sozusagen. Dazu gibt es Zitronenlimonade. Echte Limonade. Aus echten Zitronen. Lecker. Jonathan hat die Zitronen bestellt, ausgequetscht und die Limonade zubereitet. Das Rezept hält er geheim.

Die Reste der Linsen gehen dann am Freitag in die Verwaltung des stadtgeschichtlichen Museums der Hansestadt Wismar. Linsenrecycling. Dafür bekomme ich eine Zeit Zeitung. Danke!

Der Lehrernewsletter des Kultusministeriums Mecklenburg-Vorpommern beginnt mit diesem Text:

wenn wir ab Montag die Schulen für die ersten Schülerinnen und Schüler wieder behutsam öffnen, machen wir einen winzigen Schritt in Richtung Normalität. Jedes Kind, jede und jeder Jugendliche, der wieder seine Schule besuchen kann, ist in der derzeitigen Situation ein riesiger Gewinn. Jede Stunde Unterricht, die Sie wieder in einem Klassenzimmer vor Schülerinnen und Schülern geben können, ist ein Schritt nach vorne.

Mir stellt sich die Frage, woher der Texter (m/w/d) diese Gewissheit nimmt. Je länger und je mehr ich über das Thema nachdenke, desto fraglicher erscheint mir der Sinn der obigen Zeilen. Die Schäden, die an unseren Kindern durch die wesensfremde Herdenhaltung zur möglichst billigen Wissensvermittlung entstehen, sind nicht mit Geld zu bezahlen und nicht zu beziffern. Den herbeigesehnten schlechten Zustand als „riesigen Gewinn“ zu bezeichnen, zeugt jedenfalls von einer gewissen Arroganz und Ignoranz gegenüber der Realität. Man sollte von Ministerien, die die Hoheit über die Bildung unserer Kinder haben, mehr Wahrheitstreue erwarten.

Samstag ist angrillen. Zum Inhalt des XXL Grillsteakpacks aus dem Kaufland gibt es Kartoffelsalat aus heimischen Kartoffeln.

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Foto: Samson oder Jonathan

Nach dem Frühstück wird wieder ein bisschen Holz gefahren. Der geneigte Leser hat es sicher schon geahnt. Nach dem „Leere Holzhüttenfest“ will die Holzhütte ja auch wieder gefüllt werden. Der nächste Winter kommt bestimmt. Etwas dumm ist, dass wir das Brennholz öfters umlagern müssen, also nochmal in die Hand nehmen müssen. Es wäre unpraktisch, wenn wir im Winter das Holz vom vollgeschneiten Außenlager holen müssten. Und die Holzhütte fasst nunmal nur Holz für etwa einen Winter.

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Der Holzhaufen wird kleiner …

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Dafür füllt sich das Holzlager am Schuppen. Die Arbeitshandschuhe sind auch schon ziemlich durch.

Der Bugsier muss noch eine Woche auf der Werft bleiben. Die Wellenkupplung ist an einer Stelle gebrochen. Die Ersatzteillieferung kommt hoffentlich in der kommenden Woche.

Woche 5 mit Seenotfall

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Lacht jetzt nicht … dieser wunderbare Strauß ist nun glaube ich drei Jahre alt. Wir haben ihn geschenkt bekommen von einer Marktfrau. Zusammen mit dem Marktfrauentipp, den ich euch jetzt weitergebe: „Nitt is Wasser stelle!“ Es ist keine Sparsamkeit, dass wir den Strauß nicht einfach mal im Feuer entsorgt haben. Es ist eine wunderschöne Erinnerung.

Genau … Ostern … wir sollten eigentlich Besuch bekommen. Ging nicht. Mecklenburg hat sich abgeriegelt. Quasi komplett. Von der Außenwelt. Das war sehr sehr schade.

Ich habe dennoch für den Besuch mitgebacken. Corona Osterzopf. Hm. Da es kein anderes Mehl als das 405er Mehl gab, hab ich eben das 405er Mehl für den Zopf genommen. Eine Tüte. Sollte ja für den Besuch auch reichen. Tradmans Tipp. Nur die Hälfte der Hefe verwenden (ein halbes Päckchen), dann den Teig in den Kühlschrank stellen. Dann hat man am Ostermorgen einen wunderbar aufgegangenen Teig zum Backen, hat wenig Arbeit und einen frisch gebackenen Osterzopf. Tradmans Tipp: wiegt die Drittel ab. Damit werden die Stränge auch wirklich halbwegs gleich.

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Die Bepinselei habe ich mir gespart. Ich finde, dass man den Zopf damit immer so verformt. Und ja … es ist ein großer Zopf geworden 😉

Es gab Gulasch. Ich habe noch ein Kilo feinstes Rindfleisch vom letzten Quaaler Weiderind in der Tiefkühltruhe gefunden. Ich habe dann diverse Gulaschrezepte gemischt.

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An Ostern wird der Bugsier flott gemacht. Immerhin über 40 Jahre alt ist das Modell. Es hat einen neuen Fahrtenregler von modellbau-regler.de bekommen (ganz tolle Firma, kann ich sehr empfehlen, toller Regler, supertoller Beratungsservice). Einen neuen Akku – es gab damals noch keine LiPo Akkus. Eine neue Halterung für einen neuen Ruderservo. Und schließlich eine Probefahrt …

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Da werden Kindheitserinnerungen wach. Früher hatte der Schlepper noch einen drehenden Radar, einen funktionierenden Schlepphaken und eine Hupe. Das Gerassel habe ich erstmal ausgebaut. Wie man sieht, ist das Vorstag auch nicht angeschlagen – es gibt auch ein paar Schäden am Schiff – dazu später mehr.

Ein Bild vom Heimarbeitstag (gestellt).

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Dies hier ist ein Kinderrezept. Auch die Ausführung ist von den Kindern. Wie löst man denn das Problem, wenn der eine beim Spiegelei lieber das Weiße mag, der andere lieber das Gelbe? Ganz kreativ: man trennt die Eier vorher. Der nächste Plan ist das Gelbe in Herzchenform zu machen. Könnte funktionieren.

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Abends gibt es Nudelauflauf. Hat sich Samson gewünscht. Ich finde ein Rezept, bei dem Wasser und Sahne und Nudeln zusammen gekocht werden, dann alles in eine Auflaufform, Käse drüber, ab in den Ofen – also einfach. Das wird entsprechend variiert, TK-Erbsen, Schinken und Möhren dazu. Sehr fein.

Am Mittwoch ist dann wieder Einkaufstag. So ganz subjektiv entspannt sich die Situation. Es gibt zwar quasi kein Gemüse mehr zu kaufen. Das ist aber eher jahreszeitbedingt. Kürbis aus Argentinien … super Idee – den dürfen sie gerne behalten. Es gibt wieder Mehl und Backmischung. Da nehme ich gleich mal ein paar Tüten mit – mehr als einen Wochenbedarf – man weiß ja nie … Trockenhefe ist weiterhin ausverkauft.

Am Donnerstag habe ich einen Termin in Wismar auf dem Notariat zur Nachbeglaubigung. Ich fahre mit dem Fahrrad – sehr schön!

Am Freitag gibt es Steak mit Ofengemüse.

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Diesmal die Möhren und die Zwiebeln 10 Minuten später auf das Blech gepackt.

Es gibt nun diverse Pläne zum „wieder hoch fahren nach dem Shutdown“. Diverse Experten äußern sich mehr oder weniger qualifiziert. Eine recht aufwändige Studie zeigt, dass die Kontaktverbote quasi wirkungslos bei der Eindämmung der Infektion sind (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-RKI-Corona-Fall-Studie-Einfluss-der-Kontaktsperre-eher-maessig-4702096.html), Schulschließungen und das Verbot von Massenveranstaltungen aber sehr wohl signifikant zur Vermeidung von Ansteckungen taugen. Dennoch empfiehlt die Leopoldina den Unterricht an Grundschulen bald wieder aufzunehmen… Experte müsste man sein. Dass die Veranstaltungen von Gläubigen weiterhin untersagt sind, spaltet die Nation. Ebenso, dass Fussballveranstaltungen nach wie vor nicht vor großem Publikum stattfinden dürfen.

Anmerkung … ein aufmerksamer Leser hat mich darauf hingewiesen, dass Fußballspiele überhaupt nicht stattfinden dürfen – weil nicht systemrelevant. Danke Alex! In der Tat ist das so. Es dürfen auch keine Orchesterkonzerte gespielt werden – auch nicht ohne Publikum. Auch das spaltet die Nation. Weltweit fahren derzeit 400 Kreuzfahrtschiffe nicht. Die meisten Flugzeuge stehen still, was die Menschen, die wegen Flugangst kein Flugzeug besteigen auch eher weniger trifft. Wer nicht gerne ins Musical oder in die Operette geht, kann sicher verschmerzen, dass diese Veranstaltungen auch nicht stattfinden können. Aber die Wiesn … die könnte dann doch wenigstens … – nein! Auch diese nicht. Das ist über 81 Mio. Menschen ziemlich egal. Einigen tausend dann doch nicht so ganz. … Die Reihe könnte beliebig fortgesetzt werden.

Die Zeitungen beschäftigen sich weiter mit dem Thema. Ich finde ein Interview mit dem mittlerweile 80jährigen Wilfried Erdmann. https://www.sueddeutsche.de/sport/weltumsegler-wilfried-erdmann-einsamkeit-1.4877882 . Ich habe ihn mal in Lörrach bei einem Vortrag erlebt. In meiner Jugend habe ich seine Bücher gelesen. Der Inhalt ist hinter einer Bezahlschranke – meldet euch gerne, wenn ihr das Interview lesen wollt.

Am Freitag gibt es eine schwere Havarie auf dem Tressower See. Ein Schlepper hat einen Motorschaden und droht auf Grund zu laufen. Es erfolgt eine aufwändige und dramatische Rettungsaktion, bei der auch drei Kinder beteiligt sind. Ein Ruderboot wird zu Wasser gelassen und das Schiff aufwändig geborgen. Leider gab es bei der Bergung auch Folgeschäden. Einer der Niedergänge zum Steuerhaus ist abgebrochen und verloren gegangen, der andere ist auch abgebrochen.

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Samson hat dieses dokumentarische Bild von dem manövrierunfähigen Schlepper gemacht.

Am Freitag findet die erste Lesenacht statt. Die Jungs haben mächtig Spaß.

Corona – Woche 4 und andere Philosophierereien

Weiterhin bestimmt unser häusliches Leben den Alltag – zumindest bei mir. Die Kinder sind weiterhin von der Präsenzpflicht in der Schule befreit. Also sind sie hier. Also bin ich zuständig. Oder, wie Rupert Neudeck formuliert: hüte Dich vor dem Zuständigen. Ich versuche also mehr verantwortlich als zuständig zu sein. Ob mir das gelingt? Und – auch über meine Motivation muss ich mir Gedanken machen. Ich sags euch: das Leben ist nicht einfach …

Daher bleibe ich mal eher bei den einfachen Dingen des Lebens, auch wenn diese immer wieder zu Nachdenkereien anregen.

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Am Samstag gibt es einen Querschnitt durch den Kühlschrank oder einfach mal Reste. Das geht quasi mit allem Gemüse was ihr so übrig habt. Klein schnibbeln, in eine Schüssel geben, ordentlich Öl dazu geben, Salz dazu geben und sehr gut umrühren und vermischen. Dann auf ein Backblech verteilen und in den heißen Ofen geben. Ich empfehle Gemüse, was etwas länger braucht, zum Beispiel die Kartoffeln, zuerst zehn Minuten in den Ofen zu geben und dann das restliche Gemüse dazu mischen. Das habe ich in diesem Fall nicht gemacht. Daher ist der Lauch auch etwas dunkel geworden. Der Käse ist erst zehn Minuten vor Schluss auf dem Gemüse verteilt worden. Dazu gab es ein Knoblauch-Joghurt Dressing. So schmeckt Gemüse auch den Kindern.

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Am Sonntag backt Jonathan mit Anne-Christin die feinsten Waffeln von Tressow, Mecklenburg und vermutlich der ganzen Welt. Ja, ich kann jetzt ja auch nichts dafür, dass euch das Wasser im Mund zusammen läuft. Aber die waren wirklich sehr sehr lecker!

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Letzte Woche gab es auf Wunsch der Jungs lange Spaghetti. Nein, ich habe keine Meterspaghetti bekommen. Die längsten im Supermarkt waren 52 cm lang. Auf dem Foto seht ihr ein normales Päckle mit 26 cm langen Spaghetti. Irgendwie ist dann die Frage aufgekommen, ob im langen Spaghettipäckle mehr oder weniger Spaghetti drin sind. Das wurde eine Aufgabe für den Matheunterricht. Das Ergebnis will ich jetzt nicht verraten. Aber eine interessante Schätzaufgabe: wie lang sind alle Spaghetti in einem Päckle zusammen? Auch wir haben diese Schätzaufgabe ganz am Anfang gemacht. Dann wollten wir es aber genauer wissen und haben es ausgerechnet. Wir haben auch ausgerechnet, wie lange die Strecke ist, wenn man die Spaghetti aus 300 Spaghettipäckle hintereinander legt.

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Dies Bild muss ich euch unbedingt zeigen! Erkennt ihr was das ist? Folgende Antworten sind richtig: ein Zauberwürfel, ein Kunstwerk, ein Granitblock, eine kreative Arbeit aus dem Kunstunterricht. Jonathan ist selbst ganz stolz auf den Würfel. Er hat den Granitblock irgendwo gefunden, ist selbst auf die Idee gekommen und hat den Würfel dann entsprechend gestaltet.

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Bei der letzten Einkaufstour habe ich einen Wirsing erstanden. Momentan dient das Auto noch als erweitertet leicht gekühlter Lagerraum. Dort lagern derzeit noch Kartoffel, Äpfel und Gemüse. Der Wirsing wird zu einer Quiche verarbeitet. Ein weiterer Versuch, dass der Boden aus geriebenem Teig etwas knusprig wird scheitert. Diesmal: Boden ca. 12 Minuten vorgebacken, mit Semmelbrösel bestrichen. Wirsing ohne Wasserzugabe weich gedünstet. Erst wenn die Stücke in der Pfanne wieder aufgewärmt werden wird der Boden knusprig. Nächstesmal wird heißer und länger vorgebacken. Es muss doch irgendwie gehen …

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Auch lecker: Katzenkotze auf dem Fensterbrett. Darf ich am Dienstag erstmal wegputzen.

Der Dienstag bringt aber weitere Erkenntnisse und Erlebnisse. Ich verlege den Einkaufstag auf den Dienstag. Er sollte von Ostern weit genug entfernt sein und um die Mittagszeit sollten wenig Menschen unterwegs sein. Ich starte so ungefähr um 11 Uhr. Erst bringe ich Altglas weg, dann versuche ich beim lokalen Freilandeierhof Eier zu bekommen (ich bekomme keine), treffe aber die Betreiberin und frage nach Suppenhühnern. Ja, ca. Mai wollen sie ausstallen. Im Supermarkt gibt es weiterhin keine Brotbackmischung. Auch die Trockenhefe ist komplett ausverkauft. Ansonsten bekomme ich eigentlich alles was auf dem Einkaufszettel steht. Gemüse ist jahreszeitbedingt schwer zu bekommen. Ich hole einen Eisbergsalat aus Spanien. Möhren aus den Niederlanden. Gefühlt sind nun mehr Menschen mit selbst gebastelten Tüchern, Staubschutzmasken und Handschuhen unterwegs. Eine Frau hat sogar eine echte ffp zertifizierte Maske ergattert. Klasse 2 oder 3 kann ich nicht erkennen. Wo sie die nur her hat …? Als ich aus dem Markt raus gehe staune ich nicht schlecht: es gibt jetzt eine Zutrittsbeschränkung durch einen Sicherheitsmenschen. Vor dem Eingang hat sich schon eine Schlange aus einkaufswilligen Menschen mit Einkaufswägelchen gebildet. Wer sich ohne Einkaufswägelchen in die Schlange stellt wird entweder von seinem Vordermann oder vom Securitymenschen gebeten den Sicherheitsabstand einzuhalten. In den Supermarkt darf man nur noch mit Einkaufswägelchen. Die Kassiererin arbeitet ohne Handschuhe, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Weiter geht es in den Baumarkt. Dort steht ein riesengroßes Plakat, auf dem Verstöße und deren Bußgelder ausgehängt sind. Ich habe mir nur gemerkt: geöffneter Gartenmarkt kostet 5.000 Euro. Der Markt ist geschlossen. Man kann aber klingeln. Wenn alle Kunden vorher bedient sind, wird man dann in den Markt gebeten und darf bis zum Infotresen gehen. Dort wird man nach seinem Begehr gefragt. Ich brauche eine Sifongarnitur und Sprit für die Motorsäge. Ich bekomme beides und bin sehr froh, dass sie uns dort doch ermöglichen Sachen einzukaufen. Sie sagen: wenn wir es nicht machen würden, würden die Kunden ja danach auch nicht wieder kommen.

Zuhause muss ich dann basteln. Das obere Rohr aus der gekauften Garnitur ist deutlich zu kurz, das hintere Rohr zu lang. Da bei der alten Garnitur „nur“ der untere Bogen kaputt ist, habe ich mal wieder Glück. Ich muss das klemmende Zeug nur auseinander schrauben, grob reinigen, das obere Rohr etwas kürzen, weil es nicht so weit in den Bogen eingeschoben werden kann wie bei der alten Garnitur. Ich bin dann froh, als alles wieder zusammengeschraubt ist und funktioniert.

Möglicherweise passend hierzu finde ich diesen Artikel https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/schmidbauer-psychoanalyse-reparaturen-88626 – der leider hinter einer Bezahlschranke liegt. Wenn Dich der Inhalt interessiert, melde Dich gerne.

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Im Sachkundeunterricht pflücken die Kinder Blumen. Das Thema heute: die Frühlingsblüher Löwenzahn und Gänseblümchen. Die Erkenntnis: Löwenzahn macht braune Finger. Die Blumen sind für Anne-Christin.

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Im Kochunterreicht machen wir heute Quark-Grieß-Apfelkuchen.

Ich suche extra nach einem Rezept, bei dem man die Eier nicht trennen muss. Hier werde ich fündig: https://www.kochbar.de/rezept/528640/Apfeltorte-mit-Quark-und-Gries.html – es ist wirklich ein einfaches Rezept. Auch das Ergebnis ist hervorragend. Beim nächsten Versuch würde ich die Äpfel allerdings dann doch schälen.

Dazu gibt es einen Tradmans Trick. Zu den Tradmans Tricks möchte ich anmerken, dass dies alles selbst gefundene Tricks sind. Auch wenn jemand anders diese Tricks auch schon kennt und sagt „ist doch ein alter Hut“, so schreibe ich jeweils dazu, wenn der Trick von irgendwoher übernommen wurde. Dieser ist selbst erfunden …

Was tut man mit ausgepressten Zitronenschalen? Üblicherweise wirft man die weg. Wie macht man abgeriebene Zitronenschale? Von ganzen Zitronen. Beides ist Quatsch! Denn wenn man ganze Zitronen abreibt, geht das verhältnismäßig schlecht. Die Schale ist eher gummiartig und lässt sich schlecht abreiben. Außerdem hat man dann eine beschädigte Zitrone. Also es geht genau andersrum. Wenn man eine Zitrone ausgequetscht hat, dann trocknet man die Schale. Die getrocknete Schale kann man dann hervorragend abreiben. Sie enthält auch noch das volle Aroma.

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ohne Worte

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Am Donnerstag gibt es Käserösti mit Salat.

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Samson wollte eigentlich mit machen. Kam dann aber doch nicht. Derweil philosphiere ich, was man einem Kochlehrling alles über Aufgaben in der Küche erzählen kann. Was es bedeutet ein in jeder Hinsicht gutes Essen für die Gäste oder die Familie zuzubereiten. Dass diese Aufgabe eine ganz tolle Aufgabe ist. Dass man dabei auf die Vorräte zurückgreifen kann, das eigene Wissen und die Kreativität. Dass ein gutes Essen bei den Gästen auch für ein Erlebnis sorgen soll. Ein Aha-Erlebnis. Oder, wie andere sagen: Liebe geht als erstes durch den Magen. Dass es vollwertig, ein bisschen gesund und abwechslungsreich sein kann. Dass ein gutes Essen eher zu angeregten Tischgesprächen anregt als ein langweiliges oder gar schlechtes Essen … auch das soll es geben. Dass man sinnvollerweise die Vorlieben und Abneigungen der Gäste kennen sollte usw. Dass die Gäste manchmal einfach nur was zu essen haben wollen – liebloses und unpersönliches Fastfood – auch das soll es geben. Aus diesen oder jenen Gründen.

Corona verliert etwas seine Schärfe. Es regen sich mehr und mehr Proteste gegen die Restriktionen. So kippt beispielsweise das Oberverwaltungsgericht Greifswald die Anordnung des Landtages, dass Reisen an die Küste über Ostern verboten sind. Dennoch wissen wir nicht, ob die Kinder nach den Osterferien wieder in die Schule müssen – andere würden sagen dürfen.

Essen, Essen, Essen

In Krisenzeiten bekommt das Essen eine ganz neue Bedeutung. Durch Corona haben wir weniger äußere Ablenkung – zumindest einige Mitbürgerinnen. Wir haben Zeit. Und Essen bringt eine gewisse Befriedigung – zumindest für einige Mitbürgerinnen. Für einige Zeit. Möglicherweise fehlt die ausgleichende Bewegung, die dann auch wieder für Befriedigung sorgt bzw. der späteren Frustration entgegen wirkt…

Am Samstag gibt es – sehr sehr lecker – ich kann das Gericht empfehlen … Grüne Heringe, Kartoffeln, Quark, Remoulade …

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Die Remoulade ist selbstverständlich selbst gerührt. Tradmans Trick: alle Zutaten in einen Messbecher füllen, dann mit dem Zauberstab von unten nach oben durchrühren. Fertig. Findet man so aber auch als Trick in diversen Rezeptsammlungen. Ansonsten: nächstesmal weniger Salz an die Fische machen. Wenn möglich draußen braten. Aber insgesamt: sehr lecker!

Ansonsten sind alle mehr oder weniger mit Insta beschäftigt.

Da nicht alle Fische aufgegessen werden, gibt es am Sonntag Fischrecyclingessen. Kartoffelauflauf mit Brathering und Brokkoli.

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Der Brokkoli ist diesmal etwas sehr bissfest. Hierzu kein Tradmanstrick. Ich übe noch. Ansonsten macht sich die Kombination sehr gut.

Am Montag … ist wieder Werktag. Es ist Anne-Christins erster Homeofficetag. Sie sitzt – wie es die Fachleute empfehlen – ganz herausgeputzt im Büro (kein Foto). Da Werktag ist, steht wieder ein Haufen auf meiner Todo Liste. Wirklich viel bekomme ich davon nicht abgearbeitet. Unter anderem versuche ich irgendwie unsere Internetanbindung günstiger zu machen. Die Wemag (das ist die Firma, die hier das Glasfasernetz bauen soll) hat uns geschrieben, dass sich der Ausbau durch Corona verzögert. Die polnischen Arbeiter dürfen nicht mehr kommen und die Hausinstallationen können auch nicht gemacht werden. Außerdem steigt unser Datenvolumen locker auf ca. 150 GB pro Monat. 50 GB sind inklusive. Weiterhin kann ich 25 GB-Pakete zu 25 Euro dazukaufen. Alternativ gäbe es ein Angebot mit echter Flat (unbegrenztes Volumen) für 75 Euro pro Monat. Das hat allerdings eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Wenn also die Wemag in einem Jahr fertig wäre, wären das 150 Euro pro Monat. Dann kann ich auch auf dem bestehenden Paket 25 GB Päckchen dazu kaufen. Wartemelodien und Gespräche bei der Telefonberatung sind eher frustrierend. Das meiste von den 150 GB dürfte für sinnlose Streamingangebote drauf gehen. Leider kann ich das verbrauchte Volumen pro Gerät nicht messen.

Dann fällt immer mal wieder für ein paar Sekunden der Strom aus. Das Homeoffice ist davon weniger betroffen, da es mit akkubetriebenen Geräten hantiert. Bei mir haut es ein paarmal die Arbeit vom Bildschirm. Ich mache Pause.

Gegen Mittag steht eine Schulstunde Kochunterricht auf dem Stundenplan. Schon vor ein paar Tagen habe ich das Hackfleisch aufgetaut und auch schonmal eine rote Bolognese gemacht. Wir machen also nur noch Bechamelsauce und bauen die Lasagne zusammen.

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Dienstag ist Heimarbeitstag Nr. 2. Mir fällt ein, warum die Tradwife Bewegung so wichtig ist.

In der Woche drei der Isolation wird immer wieder das Thema Vereinsamung und fehlende soziale Kontakte thematisiert. Eine Situation, die für viele Menschen offenbar neu und ungewohnt ist. Eine Situation, wie sie für andere Menschen alltäglich ist. Hier, an diesem wunderschönen Ort, an dem ich diesen Bericht schreibe, sind schon zwei Ehen in Fetzen geflogen. Die Details kenne ich nicht. Es wird mir aber klar, dass die Tradwife Bewegung wichtig ist. Ein Tradwife legt wert auf eine gute Ernährung der Familie, kümmert sich um die niedrigen Dinge des Lebens, ist möglicherweise für die Kinder da. Eine Arbeit, die in der Gesellschaft einen mehrfach niedrigen Stellenwert hat, ja belächelt wird. Das Tradwife wird mit seiner Arbeit nie Ruhm und Ehre erlangen, als wichtig angesehen. Das hängt allein mit den Strukturen zusammen. Der private Haushalt ist ein Ort der Kreativität und des Verbrauchs.

Dies schafft schon ein Ungleichgewicht innerhalb des Haushalts. Es gibt einen Musikerwitz. Clara Schumann tritt in St. Petersburg auf. Dort wird sie dann gefragt: ist Ihr Mann auch Musiker? Man könnte anfügen … oder ist er nur Hausmann? – Hausfrauen als Helden? Hausfrauen, über die Zeitungsartikel geschrieben werden, die in Radiosendungen auftreten, die Budgets im 5- und 6- und mehrstelligen Bereich verwalten? Die an wichtigen Sitzungen teilnehmen? Die von Kolleginnen und Kollegen, von Vorgesetzten gelobt werden? Die Dankesmails von Kunden bekommen? Eher unwahrscheinlich. Eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung bei höherer Qualifizierung oder besonderer Leistung oder weil die nächsthöhere Stelle frei wird? Eher unwahrscheinlich. Auch eine entsprechende Würdigung bei intelligenter Wirtschaftsweise, beispielsweise durch klugen, regionalen, CO2-sparenden Einkauf oder ressourcenschonendes Verhalten? Eher unwahrscheinlich. Wenn sie Glück hat, bekommt sie für ein fein gekochtes Essen ein „Hmmm“ oder „hab schon besseres gegessen …“.

Es gibt viele bezahlte Stellen in der freien Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, in denen die Anzahl der Meetings als Kenngröße für die Wichtigkeit der Position gilt. Wenn eine Hausfrau ihre sozialen Kontakte pflegt, wird es dann zuhause eher heißen „wofür brauchst Du eine Putzfrau? Du hast doch den ganzen Tag Zeit …“. Oder sie hört von den Menschen, die sie eigentlich für ihre Tätigkeit lieben sollten so nette Worte wie „die Armaturen im Bad könnten auch einmal poliert werden!“ oder „hier wurde schon länger nicht mehr Staub gewischt“.

Wird sie nicht von ihrem Mann geachtet, geschätzt und geliebt, hat die Hausfrau an und für sich ein düsteres Dasein in der von Glanz, Glamour, Karriere und Wichtigkeit bestimmten Gesellschaft. Durch die Tradwife Bewegung verschafft sich die Hausfrau eine Plattform, sie verschafft sich Beachtung. Sie macht sich, wie die vielen aufgedunsenen sogenannten Leistungsträger unserer Gesellschaft selbst wichtig.

Die Einseitigkeit der Tätigkeiten und deren gesellschaftliche Bewertung ist übrigens eine recht neumodische Erscheinung in unserer Gesellschaft. Genau genommen beginnt dieses traurige Dasein mit der Industrialisierung, der Arbeitsteilung und setzt sich in gerader Linie durch die Emanzipation fort, in der der Frau erklärt wird: Hausarbeit bedeutet nichts, Erwerbsarbeit ist alles.

Nun gibt es noch tatsächlich entscheidende Unterschiede zwischen Tradwive und Tradman Bewegung. Diese in angemesserner Art und Weise zu formulieren fehlen mir derzeit jedoch die passenden Worte. Daher überlasse ich es der Phantasie der Leserinnen hier weiter zu spinnen.

Der Dienstag ist nicht nur der Heimarbeitstag Nr. 2, sondern in anderer Hinsicht ein sehr besonderer Tag. Es gibt wieder einmal … Recyclingessen :-) – Vom Heringsessen ist noch Remoulade übrig. Daraus macht Anne-Christin zur Feier des Tages den feinsten Eiersalat mit frischem Schnittlauch auf gerösteten Brötchenhälften …

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Danach gibt es Bratäpfel aus dem Holzofen.

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Mittwoch ist kein Heimarbeitstag. Versteht ihr Heimarbeit? Es ist die deutsche Übersetzung von Homeoffice. Homeoffice ist neudeutsch. In Wismar finden wichtige Sitzungen statt. In Tressow nicht. Donnerstag ist diese Woche Einkaufstag, weil da wieder Heimarbeitstag ist. So schaue ich, was man noch so an Resten verwerten kann. Kohlrabi sind noch da. Es gibt dann Spätzle mit panierten Kohlrabischeiben und Specksauce.

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In der Pfanne ganz rechts auf dem Bild ist angebratene Panade. Die Spätzle mache ich aus 300 g 405er Mehl, 100 g Polenta und 100 g Weichweizengrieß. Dazu kommen fünf Eier, Salz und etwa 220 ml Wasser. Da der Teig damit noch etwas zu flüssig ist, kommen nochmal 100 g Mehl und ein Ei rein. Den Teig etwas quellen lassen.

Am Donnerstag werden früh um kurz nach halbacht die Fenster geliefert. Seither sieht das Haus etwas benommen aus. Es strahlen dem Betrachter drei neue Fenster aus drei alten Rahmen entgegen und der Rest alter Fenster aus alten Rahmen. Die zwei Schreiner, die hier Tischler heißen, arbeiten immerhin drei Stunden an der Montage.

Es gibt Thunfischcreme auf frisch gebackenen Weckle, die hier Brötchen heißen. Die Thunfischcreme mache ich mit Joghurt statt Quark und mit Frischkäse. Geht auch.

Dann zur Einkaufsfahrt. Ich suche mir absichtlich eine Zeit, in der vermutlich eher wenig los ist im Laden. Gefühlt geht nun jeder zehnte Kunde mit Handschuhen in den Laden. Die Durchsage ist umgestellt, die Kunden sollen Abstand halten und „wir sind für Sie da … die Versorgung ist gesichert“. Markierungen auf dem Boden. Im Backmischungsregal wartet noch eine Tüte Backmischung auf mich. Ich bin dann doch froh, als ich mit meiner Wochenkiste wieder nach Tressow fahre. Es gibt Eisbergsalat aus Spanien. Und Spätzlerecycling. Käsespätzle – hmmm – mit Kohlrabischnitzelresten.

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Abends wird fleißig weiter an Insta gearbeitet.

Der Abfluss vom Waschbecken im unteren WC ist verstopft – das wird eine Samstagsarbeit. So lange muss er warten.

Jonathan und Anne-Christin backen den leckersten Apfelkuchen von ganz Tressow, Mecklenburg und vermutlich der ganzen Welt …

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Foto: Jonathan