Ostern und so

In der Vorosterwoche habe ich drei Hänger Heckenschnitt und so Gerümpelzeug aus dem Garten zusammen gesammelt und zum Osterfeuer gefahren. Das war ein echter Glücksfall. Andernfalls hätte ich das Zeug mühsam und teuer wegfahren und Gebühr dafür bezahlen müssen. Ich hätte gut noch zwei Hänger mehr Zeug gehabt. Da der Feuerplatz aber doch schon ziemlich voll war, habe ich es bei drei Hänger belassen.

Außerdem sind Osterferien. Auch schön. Die Kinder spielen am Computer. Manchmal kommen andere Kinder. Ich mach dies und das und jenes. Am Freitag wird der Haufen dann noch vollends aufgebaut. Zu diesem Zwecke kommt tatsächlich ein Kramer Teleskoplader. Ist zwar alles nicht mehr Kramer, sondern Wacker Neuson oder sonst irgendwas. Das Werk in Überlingen gibt es auch nicht mehr. Aber immerhin steht Kramer drauf und es ist grün. Wichtiger als die Marke des Fahrzeugs ist das Ergebnis – und das kann sich sehen lassen …

Die Bilder sind vom Samstag. Da war dann auch endlich das Wetter ganz schön gut, so dass ich die Brennholzsägesaison eröffnet habe.

Das wurde auch echt Zeit, denn dieses Jahr steht einiges an Brennholzarbeit an. Ich habe beim Landesforst 30 rm Fichte bekommen. Die muss ich auch noch holen. Also zackzack schonmal ein paar Stücke absägen.

Was hier aussieht wie ein tragischer Unfall, ist eine Do-it-Baustelle aus einem Kettcarchassis vom Schrott und Räder, die Jonathan von Klaus bekommen hat. Der Plan ist, aus den Komponenten ein fahrendes Kettcar zu bauen. Da aber meine Metallwerkstatt bzw. meine Mechanikwerkstatt sehr rudimentär ausgestattet ist, stellt sich das Vorhaben als möglicherweise undurchführbar heraus. Sehr schade eigentlich. Und ich merke immer wieder, dass ich mir das hier eigentlich alles ganz anders vorgestellt habe – mehr wie eine Wirtschaft, weniger konsumorientiert. Vermutlich hat der Kramer zu diesem Gedankengang geführt. Das war früher die Landwirtschaft: das war das Leben und da gab es so viel zu erleben und zu tun, jeden Tag, dass eigentlich gar keine Notwendigkeit für zusätzlichen Konsum bestand. Geringer Ressourcenverbrauch war nicht Livestyle sondern einfach sinnvoll. Sinnvoller Einsatz der eigenen Arbeitskraft war selbstverständliche Notwendigkeit und keine lästige Pflicht. Früher …

Heute gilt Konsum als die große Kür. Am besten von früh bis spät. Je mehr, desto besser. Lebensnahe Dinge, sinnvolles, also von Sinn erfülltes, sucht man weit und vergebens. Und so wundert man sich einerseits, was im Kleinen und im Großen in der Welt so geschieht. Andererseits dann auch wieder nicht. So ein Massenwahn macht viels verständlich. Schwer erträglich bleibt es dennoch.

Nun. Da hilft kein jammern. Ich habe mich darauf eingelassen und dann wird eben einfach das Beste draus gemacht.

Am Sonntag wird der Tisch grob abgeschliffen. Die Douglasie erweist sich trotz nachlässigster Behandlung als ausgesprochen wiederstandsfähig. Nur die Optik ist eben nicht so toll wenn die Bretter oben grau sind. Ich schleife tatsächlich nur etwas oberflächlich einmal mit 80er Papier. Denn es ist Sonntag … – aber eben so super Wetter, dass ich es mir nicht nehmen lasse die oberen Bretter einmal zu lackieren. Es ist der dritte Versuch. Im ersten Jahr war Öl drauf. Das habe ich dann mal kurzerhand mit dem Winkelschleifer runter geschliffen. Dann kam glaube ich Acryllack drauf. Das war irgenwie auch Käse. Jetzt versuche ich es mal mit Bootslack. Heute drei Schichten. Morgen noch eine Schicht. Dann sollte es erstmal gut sein. Wenn der Tisch nächstes Jahr dann wieder doof aussieht, wird er grau lackiert …

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