Kirschblüte

18 Apr.

Ich montiere das vierte Solarpanel und nehme alle in Betrieb. Sehr schön. Der Slogan des Herstellers passt: Die Ernte kann beginnen. Dazu blühen die Kirschbäume.

Und die Herausforderung geht weiter. Nach dem etwas irren Telefonat gestern verabschiede ich mich von Birgit. Für mich ist das echt ein schwerer Schritt. Denn ich mag doch alle Menschen. Auch die irren. Nur kann ich mich im Moment nicht um sie kümmern. Und es gibt viele von ihnen. Uiuiuiuiuiuiuiui – schaut euch die Walgeschichte bitte nicht an. Sie lässt tief blicken. Tief in die Abgründe der Gesellschaft. Ich muss mich davon fern halten. Obwohl es bestimmt ein tolles Gefühl wäre mit der Menge mit zu laufen und zu glauben, der Wal hätte etwas davon. Kinder …

Ganz überraschend will mich morgen Karin besuchen. Mit ihrem Hund. Ein Blinddate direkt in Tressow. Es wird ja strikt von so etwas abgeraten. Mir ist aber nicht klar warum. Es schwingt immer Freude und Hoffnung mit. Obwohl ich weiß, dass diese Profile furchtbar trügen können. Wobei das so auch nicht ganz stimmt. Denn wenn ich dann nach der realen Begegnung nochmal das Profil anschaue, dann muss ich sagen, dass nicht das Profil trügt, sondern mein Hirn. Das Hirn malt sich die Welt schön. Und das ist in Ordnung! Ich würde zu keiner der Frauen Kontakt aufnehmen, wenn ich vom schlechtesten Fall ausginge. Denn natürlich ist so ein Profil nur ein winzig kleines Abbild dessen, was der Mensch über sich selbst preisgeben will. Es gibt ein einziges Bild. Es steht nicht da „ich bin abergläubisch“. Es steht nicht da „ich bin konsumsüchtig“. Es steht nicht da „ich bin schwer traumatisiert“ oder „ich habe eine Persönlichkeitsstörung“. Es steht über den Glauben genau nichts drin. Und ansonsten stehen ausschließlich positive Eigenschaften da. Es gibt in dem Portal vorgefertigte Fragen. Da kann man dann drauf antworten. Bei Karin stand zum Beispiel bei der Frage „Wenn ich schlechte Laune habe…“

…dann habe ich schlechte Laune

Das hat mich zu dem Kommentar „… Aber lass‘ uns doch schauen, ob es nicht doch etwas gibt, was Dir hilft aus einer schlechten Laune wieder heraus hilft.“ verleitet. Worauf sie antwortete „Hallo Wolfgang, wie kommst du darauf, dass ich schlechte Laune habe?“ – immerhin kommt so ein Gespräch in Gange und wir konnten das Missverständnis schnell ausräumen. Ich finde es eine gute Basis, wenn man Missverständnisse schnell ausräumen kann. Und ja, offensichtlich kann sie googeln.

Etwas bekloppt ist natürlich, dass ich in solchen Momenten nicht mit der Bemühung nach neuen Kontakten aufhören kann. Sonst dauert das Prozedere ja ewig. Es ist zu Ende, wenn es zu Ende ist und nicht vorher.

Kirschblüte. Heute.

Es hält sich hartnäckig ein Gerücht, dass Jugendliche kein Gemüse mögen. Hier ein Rezept, das ihr in einer halben Stunde auf dem Tisch habt – gerade eben ausprobiert …

Ein Blumenkohl wird in kleine (!) Röschen geteilt. Der Strunk wird mit verwendet und klein geschnitten. Den blanchiert ihr bitte nur 1,5 Minuten in kochendem Salzwasser. Dann gleich raus damit, in ein Sieb. Parallel dazu habt ihr drei Eier in einer großen Schüssel verquirlt und Paniermehl bereit gestellt. Und eine Pfanne mit ordentlich Öl oder Butter aufgeheizt. Ihr müsst da etwas parallel arbeiten, aber es geht. Den heißen abgetropften Blumenkohl schüttet ihr in die Eierschüssel und rührt das ordentlich um, bis das Ei sich gut im und am Blumenkohl verteilt hat. Dann schüttet ihr ordentlich Paniermehl darüber und rührt das wieder um – es muss schnell gehen, damit der Blumenkohl nicht zu sehr abkühlt. Dann schüttet ihr das in die heiße Pfanne. Und dann bratet ihr das ordentlich schön durch. Nicht zu heiß, es soll nichts schwarz werden. Achja … Pfeffer könnt ihr in die Eier rein machen. Und dann könnt ihr noch Parmesan darüber reiben eine Minute bevor der Blumenkohl auf den Tisch kommt. Es ist einwandfrei. Wirklich gut dabei ist, dass ihr immer wieder kontrollieren könnt, wie knackig der Blumenkohl denn nun ist. Optional könnt ihr auch Knoblauch oder Ingwer in das Ei rein mixen. Es schmeckt alles. Und? „Das Gemüse … der Blumenkohl … hat richtig gut geschmeckt … mal etwas anderes!“. Ich hab noch klein geschnittene Wienerle mit gebraten und dazu gab es Nudeln.

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