Tag 42

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Ihr wundert euch womöglich über die Blogtitel und die versteckten Botschaften. Ich will das Geheimnis ein Stück weit lüften. Ich lebe vorübergehend in einem Selbstversuch als Alleinerziehender.

Ich bin 56 Jahre alt, lebe seit über 10 Jahren in einer Beziehung, seit über neun Jahren mit Kindern, seit mehr als fünf Jahren in Mecklenburg, seit mehr als vier Jahren in einer Krise, seit 42 Tagen alleinerziehend.

Es ist ein Zustand, den ich niemandem wünsche. Nicht einen Tag lang. Nicht eine Nacht lang. Nicht eine Stunde lang. Nicht eine Minute lang. Nicht eine Sekunde lang. Nicht einen Moment lang. Er macht krank. Er ist krank. Und ist gleichzeitig genial, brutal, befreiend und einengend, bereichernd und zerstörend. Aber der Reihe nach. …

Halt … das ist ein Thema für eine Therapiestunde und nicht fürs Internet. Schade.

Die erste Therapiestunde war heute. Es wurde deutlich, dass es Positionen gibt, die weit, sehr weit auseinander liegen. Das ist im Grunde auch die Aufgabe einer Therapiestunde. Dass es auch viele Positionen gibt, die gar nicht weit auseinander liegen, ist eine andere Sache. Ich bin sicher, dass die Therapeutin nur wenig Paare hat, die so gut und konstruktiv mitarbeiten und so wohlwollend zueinander sind.

Danke Anne-Christin, Danke Frau F. und Danke an die vielen Daumendrücker! Ich verbreite mal verhaltenen Optimismus. Es gibt immerhin einen neuen Termin.

Als Belohnung gibt es heute echtes Männeressen. Ohne Serviette. Mit rülpsen und viel lachen! Das ist übrigens eine der Krisenerkenntnisse: Erwachsene lachen zu wenig. Kinder lachen 400 mal am Tag, Erwachsene lachen 15 mal am Tag. Im Durchschnitt von irgendwas. Statistik eben. Ich hab die absolut coolsten Helfer an meiner Seite. Danke!

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