Tag 408 – verrückt schön …

29 Juni

Das wirkliche Leben entschädigt für vieles. Es heilt Schmerz.

Ich gehe um 6 Uhr zum Schwimmen. Der Himmel ist bedeckt. Es geht ein ganz leichter Wind. Es ist so wie es ist wunderschön. In seiner ganzen Schlichtheit, in seiner ganzen Schönheit. Ich vermisse nichts. Nicht einmal die Frau, die ich hier einmal getroffen habe. Und auch sonst keine Frau.

Ich bestelle im Bett mit dem Händi ein Probeabo von Gehirn und Geist. Und lese dies und das. Gestern war ich bei den Nachbarn eingeladen auf ein Stück Erdbeertorte. Das ist immer etwas spooky. Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis. Aber sie sind schräg drauf. Sehr schräg. Um weite Themenbereiche gilt es einen weiten Bogen drumrum zu machen. So ist deren Lektüre gerade P@uI!ne V0ss – Gen. Kr0k0d!I5tränen. Das sind so ihre Themen. Ich schreibe das hier absichtlich etwas kryptisch. Es muss nicht mehr in Algorithmen eingebettet werden als unbedingt nötig. Die Erdbeertorte war sehr fein. Die Aussicht auf ihren Garten war auch fein. Und irgendwie konnten wir uns auch über dies und jenes unterhalten. Sie waren die Tage mit den Elektrofahrräder in Sachsen-Anhalt und haben unter anderem das Gradierwerk angeschaut. Davon gab es eine Vorführung auf dem Tabletcomputer. Das war auch interessant. Glücklicherweise rief dann nach einer Stunde der Volleyballer an. Er wollte abgeholt werden.

Ich bin dann so um 8 aufgestanden und habe ein bisschen Klavier gespielt. Dann stand auch die Jugend auf. Wir haben seit Freitag Besuch. Und dann macht die Jugend Frühstück. Einfach so. Freunde … das ist so schön. Das tut so gut. Es heilt so viele Wunden. Dann mit der Jugend gechillt frühstücken. Freunde … das ist so schön. Wenn ihr das erleben würdet, dann würdet ihr mich verstehen. Nur: ihr könnt das nicht erleben. Denn wenn ihr hier am Tisch sitzen würdet, dann wäre so vieles anders. Vielleicht kennt ihr das Gefühl nicht von purem Genuss. Was diesen Genuss so besonders macht: er ist so einfach, so schlicht, so natürlich. Einen Moment mal alle Sorgen vergessen. Die Sorgen um die kaputte Familie, das kaputte Auto, die kaputte Gesamtsituation, das kaputte Mecklenburg und die kaputte Welt.

Tja. P. V055. Schlimme Sache das. Ich kannte die Dame noch nicht. 32jährige Göre. Erklärt uns die Welt. Extrem widerlich. Das wirklich widerliche daran ist, dass diese Einstellung mittlerweile die Mitte der Gesellschaft dominiert. Schaut euch bei Amazon die Bewertungen an. Die amerikanischen Verhältnisse sind hier schon längst angekommen. Es ist besser mit Bekannten nicht über die Welt zu sprechen. Da sind wir heute. Und das Rad ist noch nicht zu Ende gedreht. Es geht erst richtig los.

Gestern in meiner Mastodonblase gelesen:

Wie wieviele von den Abgeordneten, die heute für die Einschränkung des Familiennachzugs gestimmt haben, haben letztes Jahr im Bundestag noch zu „Sei ein Mensch!“ geklatscht?

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Also … Zeit tiefster Verunsicherung. Wir sind Exoten. Ob das das Leben einfacher macht? Gestern erst – ich glaube es war am Radio … – gehört, dass sich ein Teil der Gesellschaft bereits auf den Zusammenbruch vorbereitet. Die Idee ist dann, dass sie nach dem Zusammenbruch nach der Macht greifen. Nein, keine Verschwörungstheorie meinerseits. For real. So etwas ist heute nicht nur denkbar. Es wird öffentlich ausgesprochen. Versteht ihr was ich meine?

Vielleicht versteht ihr was ich meine, wenn ich sage, dass wir es in der Hand haben, ob es sich in die eine oder in die andere Richtung entwickelt. Ich würde meine Zeit nur ungern damit verdödeln in einem Buch aus dem N!U$ Spektrum zu lesen. Echt verrückt. Und diese Leute haben Abitur. Einige der Leser waren Professoren an den Hochschulen. Ich schreibe das nur als Versuch, dass ihr versteht was ich meine. Dazu gehört auch, dass ich nicht verstehe, dass meine Ex nicht an unserem schönen Leben teilnehmen will. DAS IST VERRÜCKT! Und ich habe alle Mühe dabei nicht selber verrückt zu werden. Es geht nur dadurch, dass ich mich sehr intensiv mit der Hirnfunktionalität beschäftige und das Zusammenspiel von Gefühlen und Hirnaktivität und all sowas. Und wie man das selbst beeinflussen kann. Und wie man beeinflusst wird.

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