Naja … nicht ganz. Aber so ein bisschen schon. Das Ende dieser Lebensform zeichnet sich zwar ab. Aber eher so in vier bis fünf Jahren. Ich rechne mal kurz … dann bin ich 66 😀 – und da fängt bekanntlich das Leben an.
Aber mal Spaß beiseite. Ich war heute beim Frühschwimmen um 5.15 Uhr. Wunderschön. Das Wasser ist mittlerweile fast angenehm. Und es ist ein heißer Tag angekündigt. Deswegen bleiben die Jungs auch mal zu Hause. So what … Wir entscheiden das einfach mal. Wie lernen eigentlich Menschen Selbstwirksamkeit und Selbstverantwortung? Genau: wenn sie Verantwortung bekommen. Gestern fiel die Entscheidung leicht. Heute sind nur Quatschstunden, die Schule würde nur bis etwa 12 Uhr gehen und es wird sau heiß. Warum sollte man da auch in die Schule gehen? Werden sie ihrer Fürsorgepflicht gerecht? Eher nicht. Denn sie sind ja schon mit sich selbst vollkommen überfordert. Wie sollen sie da noch für die Jugend sorgen.
Hm. Aber etwas sinnvolles könnten wir doch heute noch machen …
Ich bastel früh noch eine Außenbeschattung. Nach dem Frühstück ernten die Jungs Kirschen. Damit ist dann auch gut. Sie könnten ja noch einen Kuchen backen. Aber nun … darauf haben sie gerade keine Lust. Es ist ja auch noch feiner Käsekuchen im Kühlschrank.
Ich bekomme kurzfristig Eilarbeit, lerne dissoziative Störungen aus F4 und mache schnelle Küche mit Spaghettisalat mit Pesto und … ihr ahnt es schon … Kirschquark.
Und das Alleinerziehendenleben? Ja – das ist der definitive Nachteil, besonders für die Jugend, dass das etwas eintönig und fast langweilig ist mit einem Vater, der nur blöde Witze kann. Wir kommen immer gut miteinander klar. Und doch wünschte ich mir – ja, bereits vor 16 Jahren …. – mehr Lebendigkeit für den Nachwuchs. Männer … wenn ihr das hier mal lest … das ist wirklich so. Es war nicht meine Absicht, dass ihr so geprägt werdet. 100% nicht! Das ist auch kein Spruch, um irgendeine Schuld von mir abzuschütteln. Das ist gut dokumentiert.
Und … ich sag’s euch ehrlich: wenn ich etwas dagegen tun könnte, ich würde es tun. Ich komme jeden Tag an meine Grenzen. Wenn ich dann lese, dass in der Zeitung steht, dass eine Alleinerziehende dies und jenes gemacht hat, dann denke ich „wtf … wahrscheinlich weil sie alleinerziehend sein will“. Und: nein, ich wollte das nie. Und ich will es auch nicht. Das ist das Dilemma, in dem ich gerade drin stecke. Nicht nur bis zum Knöchel und nicht nur bis zum Hals sondern ganz und gar. Ich brauche immer wieder meine volle Aufmerksamkeit und Konzentration, um nicht in irgendeine Melancholie oder eine Gedankenschleife zu verfallen. Das ist anstrengend.
Ich kann mir vorstellen, dass wenn sich das wirklich mal ändert, dass ich dann vor Glück und Erschöpfung … schrieb ich das nicht schon einmal?
Also … bleibt dran 😊