Die Woche 1 des Jahres 2

23 Mai

Nun hat das zweite Jahr des neuen Lebens begonnen. Was diese Woche so mit sich bringt, lest ihr hier.

Sie begann zugegebenermaßen etwas holprig. Bei einem Gespräch habe ich gemerkt, dass ich im Moment so gar nicht für Wischiwaschi, Unsicherheit und alternative Fakten gestrickt bin. Also ich bin nach wie vor empfindsam. Ich habe neulich jemandem eine Konzertkarte angeboten. Er/sie wiegelte ab, dass sie an dem Termin nicht könne. Ich habe dann eine Konzertkarte aus dem Sortiment der MV Sommermusikfestspiele angeboten. Dann kam raus „Ich kann nicht, weil ich in einer Beziehung bin …“. Hm. Da gibt es einen trockenen Schluckreflex. Ich kenne keine Einzelheiten und will sie auch nicht wissen. Es dennoch kurios, dass ein Mensch nach einem vertraulichen Gespräch nachfragt, aber ein gemeinsamer Konzertbesuch geht nicht. Eine Erklärung gab die Person auch nicht ab. Möglicherweise habe ich darauf verletzt reagiert. Es hat mich noch lang beschäftigt. Die darauffolgende Nacht schlief ich schlecht.

Und die Konklusion? Eigentlich gibt es keine. Ich kann das ohne Groll und Ärger einfach so stehen lassen. Ich komme recht gut ohne eine ganz bestimmte Person klar. Es gibt ja noch 10.000e, ach was sage ich, fast 10 Milliarden andere Menschen. Blöd ist sowas dennoch. Lassen wir es. Und ja, ich habe einiges daraus gelernt. Vielleicht war es sogar wirklich schlau diesen Blog erst einmal aus dem Verkehr zu ziehen. Du weißt ja nicht, wer da alles mitliest. Die Welt. Sie ist in nicht so einem guten Zustand – zumindest nicht meine. Jeden Tag gibt es nur eines: das Beste daraus machen. Tag für Tag. Nacht für Nacht.

Schön ist es von Menschen zu lesen, bei denen sich so einiges aufklärt. Neue Beziehung, Umzug, Haus verkauft und glücklich. Und dann noch Geburtstag. Ich freu mich so 😊.

Neben trockenen Schluckreflexen … auch das Wetter ist enorm trocken. Es hat zwar gestern etwas geregnet. Und heute auch etwas. Aber was ist das schon dagegen, dass es sechs Wochen nicht geregnet hat? Die Natur macht mir gerade vor, wie mit Krisen umzugehen ist. Es steht zwar nicht alles in voller Blüte. Aber aufgeben gilt nicht. Es gilt nur eines: das Beste daraus machen. Weiter Leben und so viel wie möglich echte Freude erleben und einsammeln und in Lebenskräfte verwandeln.

Im Kino lief die letzten Tage Jane Goodall. Hm. Ja. Eine wirklich beeindruckende Frau. Bei mir bleibt dennoch die Frage zurück: ist der Hype gerechtfertigt? Sie hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk. Sie befeuert aber genauso den ziemlich aufwändigen Tourismus in abgelegene Gegenden. Ich kann das nur schwer ganz und gar einschätzen. Aber wäre der Menschheit nicht mehr gedient, wenn jeder Mensch Friede und Sinn in sich und seiner Umwelt findet? Es ist doch gerade dieses Haschen nach Sensationen, dieser Konsum der Natursensationen, was die Welt kaputt macht. Also ich hätte da noch ein paar Fragen an das System Goodall. Mit gutem Grund sammelt ihre Bewegung Spendengelder ein. Aber irgendwo müssen die ja auch herkommen. Und da schließt sich schon ganz schön schnell der Kreis. Woher kommt unser ganzer Wohlstand, der dann Spenden ermöglicht?

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