Woche 14 ist kürzer

Zuallerallererst … ein ganz wichtiges Dementi! Ich habe schon überlegt, ob ich einen Extrabeitrag veröffentlichen muss. Das Wismarer Stadtmuseum hat nicht geschlossen. Es hat geöffnet. Ich hoffe ich habe mit meinem Beitrag der letzten Woche nicht viele Besucher davon abgehalten das Wismarer Stadtmuseum zu besuchen. Holt diesen geplanten Besuch in jedem Falle nach!

Sonntag – die Feriengäste reisen ab. Ganz ganz früh. Und wollen nächstes Jahr wieder kommen. Wir freuen uns schon darauf. Also einmal durch die Ferienwohnung gehen und dann die neue Duschstange montieren. Funktioniert soweit alles. Sieht gut aus.

Montag ist wieder herrlichstes Wetter. So gegen halbneun denke ich, dass die Kinder ja quasi Ferien haben und das Frühstück machen könnten. Ich frage freundlich und schon stehen zwei heranwachsende Jungs da und machen Frühstück. Draußen. Sehr schön.

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Warum erwähne ich so eine Banalität? Als Erziehungsberechtigter ist man manchmal geneigt mit seinem Schicksal zu hadern. Man ist ständig unterwegs, ständig beschäftigt. Immer liegt überall irgendwelcher Prött rum. Man muss sich überlegen, wann es denn was zu essen gibt und sich darum kümmern, dass auch was zu essen da ist. Und wozu das alles? Nein – das ist ja – wie schon bekannt – eh die falsche Sichtweise. Es gibt eben dann doch die Momente, an denen merkt: sie sind nicht bequem und faul, sie sind willig und klug. Aber sie sind eben Kinder. Man darf von ihnen nicht erwarten, dass sie sich wie Übererwachsene benehmen. Sie leben im Moment. Und dann decken sie draußen das Frühstück und wir frühstücken wie die Könige.

Zum Mittagessen gibt es Grießbrei mit zweifarbigem Wackelpudding.

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Von Jonathan gibt es einen Daumen nach oben. Allerdings auch nur, bis er auf die Idee kommt beides zu vermischen. Also hier der Tipp: wenn ihr frischen warmen Grießbrei habt, vermischt den besser nicht mit dem kalten Wackelpudding.

Ich bekomme Kenntnis von einer Mail, in der steht, dass der Empfänger etwas tun soll, was für das Seelenheil unerlässlich ist. Ich schreibe dies so etwas sperrig, damit niemand auf die Idee kommt auf den Ursprung bzw. den Verfasser zu schließen. Da mache ich mir Gedanken, was denn alles für mein Seelenheil unerlässlich ist und vor allem, wer dafür zuständig ist. Möglicherweise ist die Frage des Seelenheils doch recht individuell. Ob es gut bei der Kundschaft ankommen würde, wenn ich mitteilen würde: „lassen Sie Ihre Website bei mir machen, das ist gut für Ihr Seelenheil“? Sicherlich sind Zweifel angebracht, wenn der Schreiber ein mentales und/oder monetäres Interesse an meinem Seelenheil hat. Ein Pfarrer zum Beispiel, zieht seine berufliche Existenzberechtigung und sein Einkommen daraus, dass es genügend Menschen gibt, für deren Seelenheil er sich zuständig fühlen darf. Es ist ein Geschäft. Wie das eines Autohauses. Das Autohaus wirbt auch damit, dass es die geliebte Karre in Schwung hält. Ob man Interessen von Mobilität und Seelenheil in eine Kiste werfen kann? Naja. Lassen wir das.

Dienstag – ich bin zwar noch nicht wirklich fit. Gestern hatte ich mir frei genommen – irgendso eine Sommerunpässlichkeit (nein, kein Corvid19). Im Bereich Arbeitsplanung vom Segelverein war ein Task offen „Deck streichen Dynamite“. Also habe ich mich eingetragen. Es waren dann recht lässige zwei Stunden mit Friederike. Danach war das Deck gestrichen. Tolle Arbeitsplanung, tolle Organisation, toller Support.

Mittwoch – der letzte Schultag. Ich hatte abends vergessen die Kinder zu fragen, ob sie mit dem Fahrrad oder dem Bus zur Schule fahren wollen. Nach dem Wecken war einer der Ansicht, er wolle mit dem Bus fahren, der andere wollte mit dem Fahrrad fahren. Kurz drauf waren sie sich einig: wir fahren mit dem Fahrrad. Welch kluge Entscheidung bei dem herrlichen Wetter. Da es an meinem Arbeitsplatz schon 25 Grad hatte, habe ich mich um Fliegengitter gekümmert und konnte nun immerhin die Fenster auf machen. Sehr angenehm. Die Kinder kamen mit Zeugnissen. Schnitt in beiden Zeugnissen 1,692, ohne Kopfnoten 1,555. Viel zu meckern gibt es da nicht. Wir fahren noch in die Musikschule. Dort gibt es keine Zeugnisse dieses Jahr. Dann fange ich noch an die Ferienwohnung herzurichten. Morgen kommen Gäste. Außerdem ist Badewetter.

Donnerstag ist frühbaden – auch dieses: es ist wie Urlaub.

Samstag ist auch wieder frühbaden, allerdings dann doch erst um halb zehn. Ich nehme endlich die Kamera mit, um diese wunderbare und historische Botschaft zu fotografieren.

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Man kann wohl hoffen, dass nicht allzuviel Menschen den Text darauf lesen und versuchen ihn zu verstehen und versuchen den Sinn zu verstehen, der hinter dem Text steht. Wohl hat sich jemand hier sehr bemüht. An allen Ecken und Enden trifft man in diesen Tagen auf solche Rätsel.

Überhaupt scheint mir Corona doch sehr eine Kopfkrankheit zu sein. Man liest wirklich viel. Und man liest erstaunlich wenig Substantielles. So wird seit Monaten mit Infektionszahlen hantiert. Kaum eine Statistik, die die Infektionszahlen ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl setzt. Die Infektionszahl pro 100.000 Einwohner ist da schon eine Ausnahme. Aber wisst ihr zum Beispiel, um wieviel die Infektionszahlen in den Vereinigten Staaten höher ist als in Deutschland? Ich habe für euch mal nachgerechnet. In Deutschland werden derzeit etwa 0,65 Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert, in den USA sind es 7,86. Kritisch wird es nach derzeitiger offizieller Verlautbarung bei 50 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner und Woche. Damit liegen die Vereinigten Staaten knapp drüber (55,02), Deutschland deutlich darunter (4,58) wobei es lokal enorme Unterschiede gibt.

Der DPD bringt ein neues Gadget. Einen Multiapparat, mit dem man Hecke schneiden kann, Motorsensen kann, Hochentasten kann und Rasen trimmen kann. Eigentlich habe ich das Gerät zum Motorsensen, Hochentasten und Rasen trimmen bestellt. Da heute aber eh Hecke schneiden auf dem Programm stand, habe ich das Ding mal zusammen montiert. Ich habe mich extra für ein etwas hochpreisigeres Gerät entschieden. Es hätte zwar noch die orange schwäbische Version aus Waiblingen gegeben, die wäre aber so deutlich teurer gewesen, dass ich davon Abstand genommen habe. Schließlich will ich das Gerät nur ein paar Stunden im Jahr einsetzen. Auf dem Karton, den der DPD da gebracht hat, steht groß „Germany“ – und sehr klein „Made in China“. Naja. Nichts anderes hatte ich erwartet. Das Ding war schnell zusammen montiert. Dann ging es knatternd an die Hecke. Und naja – was soll ich sagen. Es funktioniert. Die andere Hälfte der Hecke habe ich dann mit einer elektrischen Heckenschere geschnitten. Und – was soll ich sagen? Es geht besser.

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Hier noch ein historisches Bild. So sah die Hecke im Februar 2015 aus.

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Dies ist ein Bild vom April 2015

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Es ist sozusagen das Jahr fünf der Hecke. Das Ziel, das ich vor mehr als fünf Jahren vor Augen hatte ist eigentlich erreicht. Die Hecke ist kleiner. Und sie ist dicht. Es bleibt allerdings eine Aufgabe, die Botanik auf dem Gelände in Zaum zu halten.

Ich schreibe den Beitrag heute schon. Morgen habe ich was vor.

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