Ich habe die FeriengĂ€ste zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Und besser ist es: ich habe nach Intoleranzen und Allergien gefragt đ und die Antwort bekommen: es besteht eine Glutenallergie. Ich mĂŒsse aber darauf keine RĂŒcksicht nehmen. Naja … ich suche ja Herausforderungen, die auch bewĂ€ltigbar sind, also auch zu Erfolgen fĂŒhren. Mein Hirn ist ein ganz normales Hirn. Und heute, als ich an der Drainage weiter gegraben habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass das Hirn des Menschen eine komplette Fehlkonstruktion ist. Ohne Hirn gĂ€be es keine Klimakatastrophe und auch viele andere Katastrophen wĂŒrden ausbleiben. Die Menschen wĂŒrden nicht hauptsĂ€chlich nach Selbstverwirklichung streben, viele UnglĂŒcke gĂ€be es schlicht nicht. Aber … nun gut … ich muss auch damit leben, dass ich ein Hirn habe. Irgendwie ist das auch ganz schön blöd. Und dieses Hirn möchte nicht stĂ€ndig Misserfolge erleben, insbesondere nicht bei Herausforderungen. Bei dauernden Misserfolgen fehlen dem Hirn wichtige Botenstoffe. Deswegen erzĂ€hlen ja die Erfolgscouches irgendwas von positivem Denken und all sowas. Ich gebe zu, ich versuche auch Ă€hnliche Konstrukte, dass die gecrashte Familie ja doch viel besser ist als die ungecrashte … nur … Funfact … das Hirn lĂ€sst sich nicht so einfach austricksen. Im Gegenteil. Durch solche Austricksereien gerĂ€t es nur noch mehr durcheinander und das bekommt ihm auch nicht gut. Also … Erfolgsstorys sind gesucht. Ămmmm … WTF. Bei Kuchenrezepten waren wir stehen geblieben. Daher ist es ja eine willkommene Herausforderung wieder einmal einen glutenfreien Kuchen zu backen – ohne Spezialzutaten. Vor ein paar Monaten habe ich mal glutenfreie Brownies gebacken, die kamen ganz gut an. Ich fand allerdings, dass die Polenta doch noch ziemlich „bissig“ war.
Ich suche also im Internet nach passenden Rezepten. Seit ein paar Wochen verwende ich dafĂŒr Duckduck und vermeide daher auch den im Duden stehenden Begriff fĂŒr Internetsuche. Ich duckducke. Was ich finde, ĂŒberzeugt mich nur so naja … ein bisschen. Also unterhalte ich mich mit der KI Claude ĂŒber das Thema. Ich mache einfach mal den Versuch. Und es ist einmal mehr interessant. Es ist ĂŒberkrass, was die KI alles ausspuckt. Einmal lasse ich mir ein komplettes Rezept mit der Vorgabe erstellen, dass Zucchinis verwendet werden sollen. Das macht dem Automaten keine Probleme. Lustig wird es dann auf die Frage, ob ich einen Teil der Haferflocken durch MaisstĂ€rke ersetzen kann.
Ja, das ist sinnvoll â aus zwei GrĂŒnden:
MaisstĂ€rke besteht praktisch nur aus StĂ€rke, ohne Protein und ohne Ballaststoffe. Beim Backen quillt sie mit der vorhandenen Feuchtigkeit auf (Gelatinierung) und setzt sich beim AbkĂŒhlen zu einem festeren Gel â das bindet ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit und sorgt fĂŒr mehr Halt. Genau das adressiert auch das Feuchtigkeitsproblem der Zucchini aus meiner vorherigen Antwort.
Hafermehl bringt dagegen neben StĂ€rke auch Protein (Avenin) und Beta-Glucan mit â ein lösliches Ballaststoff, das selbst bindend/viskositĂ€tserhöhend wirkt, aber eher fĂŒr eine zĂ€here, feuchtere Krume sorgt als fĂŒr Festigkeit. Ersetzt man einen Teil davon durch reine StĂ€rke, verschiebt sich die Textur Richtung fester/kompakter.
Wichtig zur Einordnung: Struktur in diesem Rezept kommt primĂ€r vom Eiprotein, das beim Backen koaguliert (das eigentliche âGerĂŒst“). MaisstĂ€rke ersetzt das nicht â sie wirkt nur ĂŒber Wasserbindung und Gelbildung, nicht ĂŒber ein elastisches Netzwerk wie Gluten. FĂŒr einen dichten, fudgy Brownie ist das aber genau das, was gebraucht wird (keine ElastizitĂ€t nötig).
Praktischer Richtwert: 10â20% des Hafermehls ersetzen, also ca. 50â90 g von den 450 g Hafermehl durch MaisstĂ€rke. Bei höheren Anteilen (>25â30%) kippt die Textur oft ins Gummiartige, weil reine StĂ€rke ohne Fett/Protein-Anteil beim AbkĂŒhlen zu stark verfestigt.
MaisstĂ€rke ist im Ăbrigen glutenfrei und unproblematisch bezĂŒglich Kreuzkontamination, anders als Hafer â ein Nebeneffekt, der die Rezeptsicherheit sogar erhöht.
(KI generierter Inhalt)
Das steht in keinem Rezept drinne. Ich muss die KI aber erst einmal auf die richtige Idee bringen, von sich aus schafft sie das nicht. Die KI spuckt dann tatsĂ€chlich relevante Informationen aus, die fĂŒr eine eigene Rezeptur möglicherweise hilfreich sein können.
Ich frage weiter nach der Verwendung von Polenta.
GrundsÀtzlich ja, aber die Wirkung unterscheidet sich stark von MaisstÀrke.
Polenta (MaisgrieĂ) ist ein grob vermahlenes, vollstĂ€ndiges Maiskorn â enthĂ€lt also nicht nur StĂ€rke, sondern auch Protein, Fett und Faseranteile. Sie gelatiniert nicht wie reine StĂ€rke, sondern quillt langsamer und bleibt körnig. Das Ergebnis ist ein bissfester, leicht krĂŒmeliger Charakter statt einer glatten Bindung â eher âStruktur im Sinne von Textur“ als âStruktur im Sinne von Festigkeit“.
Entscheidend ist die Hydratation: Polenta braucht normalerweise deutlich mehr FlĂŒssigkeit und Zeit zum Garen (klassisch ca. 1:4 mit Wasser, 20â40 Minuten köcheln), um weich zu werden. Bei einer Backzeit von nur 20â25 Minuten und ohne zusĂ€tzliche freie FlĂŒssigkeit (die Feuchtigkeit stammt hier nur aus Zucchini, Eiern und geschmolzener Fettphase) besteht das Risiko, dass die Polenta nicht vollstĂ€ndig durchweicht und ein sandig-körniges MundgefĂŒhl entsteht statt eines homogenen Brownies.
Zwei praktische Optionen, falls gewĂŒnscht:
- Feine/Instant-Polenta verwenden â hydratisiert schneller.
- Polenta vorquellen: die vorgesehene Menge kurz mit heiĂer FlĂŒssigkeit (z. B. einem Teil der geschmolzenen Butter/Schokoladenmasse) ĂŒbergieĂen und 5â10 Minuten ziehen lassen, bevor sie untergehoben wird.
MengenmĂ€Ăig wĂŒrde ich, wie bei der MaisstĂ€rke, nur einen Teil des Hafermehls ersetzen (10â20%), da reine MaisstĂ€rke die Bindung ĂŒbernimmt und Polenta primĂ€r die Textur verĂ€ndert â beides zusammen im Rezept ist möglich, aber dann sollte man testen, wie viel âBiss“ gewĂŒnscht ist.
Zur Gluten-Sicherheit: Mais ist wie Hafer botanisch glutenfrei, aber auch hier gilt bei Zöliakie-Relevanz: auf zertifizierte Ware achten, da Kreuzkontamination in Gemeinschaftsanlagen möglich ist.
(KI generierter Inhalt)
Es ist im Grunde genau das, was ich mir nach dem letzten Backversuch vorgenommen habe: die Polenta vorzukochen bzw. vorzuquellen. Ob das aber mit Butter bzw. Schokolade wirklich funktioniert? Ich bin skeptisch und frage nach.
Guter Einwand, meine vorherige Empfehlung war ungenau.
Butter besteht zu ca. 80â82% aus Fett, ca. 16â17% Wasser, Rest Milchfeststoffe. Bei 300 g Butter sind das nur rund 48â51 g freies Wasser. KuvertĂŒre/Schokolade ist praktisch wasserfrei (unter 1â2%). Die geschmolzene Butter-Schokoladen-Masse liefert also insgesamt nur ~50 g freies Wasser â das reicht bei weitem nicht, um Polenta sinnvoll zu quellen. Polenta braucht zum vollstĂ€ndigen Quellen etwa das 3- bis 4-fache ihres Eigengewichts an Wasser.
Fett kann StĂ€rkegranula zudem chemisch gar nicht hydratisieren â Gelatinierung erfordert WassermolekĂŒle, die WasserstoffbrĂŒcken mit der StĂ€rke bilden. Fett umhĂŒllt die Körner eher und kann die Wasseraufnahme sogar behindern.
Korrekt wĂ€re: Polenta separat in einer echten wĂ€ssrigen FlĂŒssigkeit vorquellen â z. B. 50â100 g Polenta mit 150â200 g heiĂem Wasser oder Milch ĂŒbergieĂen und 10 Minuten quellen lassen â und diese FlĂŒssigkeitsmenge dann bei der Gesamtrezeptur mitberĂŒcksichtigen (ggf. an anderer Stelle etwas FlĂŒssigkeit reduzieren, damit der Teig nicht zu feucht wird).
(KI generierter Inhalt)
Aaaah – blöd. Das zeigt einmal mehr wie bullshitig KI ist. Ohne Fachwissen hat man keine Chance korrekte vor falschen und unbrauchbaren Antworten zu unterscheiden. Es klingt alles sehr kompetent und durchdacht und schlau. Am Ende ist es Bullshit, Quatsch, Mist, Fehlinformation oder es sind einfach nur zusammengewĂŒrfelte Wörter.
Ich rate daher dringend davon ab entscheidende Lebensfragen mit der KI zu besprechen. Es ist Ă€hnlich schlimm, wie entscheidende Lebensfragen mit seiner Astrologin, kuriosen Beratern, dem Pfarrer des Vertrauens oder falschen Freunden zu besprechen. Das Gehirn wird komplett mit Quatsch vermĂŒllt. Nicht mal zum SpaĂ sollte man das tun. Das Hirn ist ein empfindlicher Apparat. Es ist ja schon schwierig genug ohne extra VermĂŒllung halbwegs vernĂŒnftige Gedanken zu haben. Da schrieb ich ja neulich alles schon bei meinen Gartenexperimenten bezĂŒglich AffenbrotbĂ€umen und Kulturpflanzen und all sowas. Bei Backrezepten ist es relativ ungefĂ€hrlich. Im Zweifelsfall vergeudet man Zeit und Zutaten fĂŒr ein paar Euro und hat etwas gelernt.
So – nun – genug theoretisiert und phantasiert … wartet morgen auf das Ergebnis đ.
Heute gab es noch einen Wurfringrettungsversuch.
Folgende Aufgabe: ein Wurfring war in einem hohen Baum. Weder mit Leiter noch mit anderem Werkzeug war diesem beizukommen. Da hatte ich die Idee, den Wurfring mit der Drohne zu retten. Die Drohne sollte als Rettungshubschrauber mit einem Rettungsseil versehen werden. Long story short: Ich habe hier im Garten einen Versuchsaufbau gemacht. Damit konnte ich den Ring retten. Wir fuhren dann zu zweit (mit zwei Autos đ) zu dem Spot, wo der echte Ring im Baum war. Der war dann aber leider schon nicht mehr da. Jemand anders hatte ihn offenbar gerettet, leider wissen wir nicht wie. Daher: Herausforderung mit einem halben Erfolg bewĂ€ltigt.
Wer mag, kommt heute zu Spaghetti Carbonnara und Tomatensalat. Zum Nachtisch gibt es Nektarinen oder irgend was anderes.