Tomatenbewässerung und Herausforderungen

15 Aug.

ME/CFS ist ein echter Scheiß. Ich lerne gerade viel. Zum Beispiel auch, dass Chatgpt hilfreich bei Behördenkram sein kann. Chatgpt kennt sich zum Beispiel einwandfrei mit der Grundsicherung nach SGB II und SGB XII aus. Es kennt Vokabeln, die ich noch nie gehört habe. Ob die Ergebnisse und Ausführungen dann in der Praxis auch das halten was sie versprechen? Uiuiuiuiui. Ja, wenn man von einer Materie wirklich nicht die Checkung hat, auch keine Fachleute zur Verfügung stehen, die einem in einer gewissen Situation weiter helfen, was bei komplizierten Behördenangelegenheiten häufig der Fall ist, dann sind die Auswürfe der Wortmixmaschine doch ganz schön beeindruckend. Immerhin beruhigt der Textapparat schonmal die Nerven.

Heute war nochmal ein warmer Tag mit Beschattung. Ich nutze die Gunst der Stunde und gehe früh eine Runde schwimmen. Ich bin ganz alleine. Keine Sau würde mitkriegen, wenn ich jetzt ertrinken würde. So ist meine Schwimmstrecke dann auch eher kurz … aber wunderschön.

Einer fährt mit seinem Auto nach Bad Kleinen zum Volleyballtournier. Ich habe jedes mal eine Riesenfreude das zu erleben. Zum einen bin ich so dankbar, dass wir das mit dem Auto entschieden und durchgezogen haben. Und ich bin so dankbar, dass ich mich um nichts kümmern muss. Weder darum, dass er aufsteht, weder darum, dass er gewaschene Klamotten hat noch darum, dass er etwas zu trinken dabei hat und eventuell Geld, damit er sich eine Bratwurst kaufen kann. Ja, schade, dass die Mutter diese schönen Momente nicht teilen will. Aber ich muss mich da auch an meinen eigenen Werten messen: ich will es einfach akzeptieren. Sie wird ja wissen, weshalb sie sich für ein besseres Leben ohne uns entschieden hat. Ich will daher Gedanken in Wohlwollen und Wertschätzung haben. Akzeptanz, Wohlwollen und Wertschätzung können eine Trennung überdauern. Manche nennen es auch Liebe.

Die Feriengäste reisen ab. Sie hinterlassen eine liebe Nachricht im Gästebuch. Und ja, manchmal ist so ein Abschied auch für Ferienwohnungsbetreiber mit leichter Wehmut verbunden. Aber es gehört dazu und ich versüße ihnen den Abschied auch gerne mit einem Glas Honig. Und ich freue mich schon, ihnen zwischen Weihnachten und Neujahr unseren Neujahrsgruß zu schicken.

Bis dahin werden die Tomaten abgeerntet sein. Ich habe mal durchgezählt. Es sind derzeit über vierzig Tomaten an den Sträuchern. Wie viele davon reif werden? Wir wissen es noch nicht. Zumindest zeigen sich die ersten Tomaten rot.

Immerhin ein kleiner Gartenerfolg. Ein paar Tage brauchen sie noch. Dann freuen wir uns auf die Ernte der ersten frischen aromatischen Tomaten.

Und endlich auch dieses: die Bewässerung läuft endlich. Nach zwei Reklamationen, wobei der Fall bei der zweiten Reklamation beim Lieferanten sogar „eskaliert“ wurde, kam endlich das Päckchen mit dem Bewässerungscomputer.

Der ist schnell angeschlossen und eingestellt. Aber … – es gibt da ein Aber. Es scheint dann doch so, dass auch die automatische Pflanzenbewässerung so eine Art Raketentechnologie ist. Ich habe den Eindruck, dass diese Tröpfchenbewässerung vielleicht eine nette Idee ist, aber nicht automatisch dann auch alle Bewässerungsprobleme löst. Es scheint mir so, dass sich vom Punkt der Betröpfelung der Erde eine Art Wasserkanal bildet und die Erde nicht vollautomatisch ganz und gar durchbewässert wird. Das schafft offenbar ein Brausestrahl deutlich besser. Hm. Ich bin mir noch etwas unschlüssig. Nun lasse ich den Automat erst einmal laufen. Er bewässert morgens eine Stunde, also zwei Liter und abends nochmal eine halbe Stunde. Gelegentlich kann ich immer noch mit der Brause nachhelfen. Ein Gärtner dürfte da wesentlich mehr wissen darüber. Es kommt aber eh langsam die Zeit, für die die Experten empfehlen die Pflanzen unter Stress zu setzen, also nicht mehr ganz so viel zu bewässern. Wenn die Pflanzen unter Stress geraten, dann fördert das den Reifeprozess der Früchte. Das ist ja in gewisser Weise auch logisch. Denn die Pflanze ist ja genetisch so ausgestattet, dass sie möglichst viele Nachkommen erzeugt. Ich bin mal gespannt, wie viele Tomaten wir dann wirklich ernten.

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