Es ist kühl und windig und morgens regnet es ganz leicht. Da gehe ich mal raus, um mir Schnecken anzuschauen.

Eine Schnecke ist gerade auf dem Weg zur Selbstverwirklichung und erkundet die Lage …

Kurz darauf berührt sie die erste Bahn des Zaunes und erschrickt erst einmal.

Nun hat sie sich an die erste Bahn gewöhnt. Der Drang weiter zu kommen ist einfach größer als das komische Gefühl. Keine Ahnung, was so eine Schnecke spürt …

Als sie dann aber an die zweite Bahn kommt, tut es offenbar dann doch richtig weh.

Sie kehrt dann doch lieber um.
Der Zaun scheint zu funktionieren. Ich finde innerhalb des Zaunes nur drei Schnecken.
Vielleicht ist für Menschen die Hürde zur Selbstzerstörung einfach nicht hoch genug? Vielleicht wäre ein Hochvoltstromzaun … ach, lassen wir das lieber. Es ist wie es ist.
Der nächste Wal wird in der Ostsee gesichtet. Hat er sich das ausgesucht?
Ich schicke den Fragenkatalog vom Finanzamt ab. Den Hauskaufvertrag habe ich nicht gefunden. Vielleicht hat er ja das Haus verlassen. Es ist mir jetzt egal.
Ich mache heute mal einen Einkaufstag. Da der Opelfahrer in Ferien ist, kann ich den Opel nehmen. In den Fußraum packe ich eine leere Spezikiste, dann kommt meine Einkaufskiste drauf. Passt super. Die Gemüseauslage lacht mich an. Aber ich habe ja noch Salat im Garten … der muss ja dann auch nach und nach weg. Ich kaufe Spülschwämme und Spülbürsten für die Ferienwohnungen. Ich gönne mir ein Mettweckle, was hier Mettbrötchen heißt. Uppps – sie haben keine volle Spezikiste. Was mache ich denn jetzt? Da hat meine Einkaufskiste keine Stütze. Ich überlege, ob ich Paulaner Zitronenlimo oder Orangelimo holen soll. Das haben sie noch. Spezi und Limo sind im Angebot. Ach sooo. Ich lasse das mit der Limo. Ich schaue, ob sie Sprudel haben. Haben sie nicht. Also muss es so gehen. Als ich den Einkauf zur Fahrkiste bringe, interessiert sich ein älterer Herr für das Ding. Wir quatschen miteinander. Er wünscht mir allseits Gesundheit und Zahlungsfähigkeit. Die Menschen sind echt nett. Ich fahre über Barnekow zurück. Das ist einfach die schönere Strecke. Erst kommt mir ein Riesentrecker entgegen. Er macht mir Platz und wartet bis ich vorbei bin. Kurze Zeit drauf habe ich Dejavue. Mir kommt ein Rocks-e entgegen. Dunkelgrau. Mit gelben Verzierungen, also die Luxusvariante. Ich winke ihm. Wir halten aber nicht an. Ha. Mitten zwischen den Feldern in MV noch so eine Fahrkiste. Zuhause stelle ich den Opel mit 8.152 Kilometern ab. Nicht schlecht. In weniger als einem Jahr ist der Opel über 8.000 Kilometer gelaufen. Wäre ich das mit dem Transporter gefahren, dann wären das mal eben für mindestens 800 Euro Sprit. Mit Fahrzeugkosten hätte sich der Opel in etwa zwei Jahren bezahlt gemacht.
Ich bekomme die Stromrechnung. 21,20 Euro müssen nachbezahlt werden. Kurze Nachrechnung … vor über einem Jahr wurden die ersten zwei Solarpaneele der Balkonsolaranlage installiert. Dann kam der Opel ins Haus. Er hat geschätzt für weniger als 100 Euro Strom getankt. Unsere Energiebilanz ist durch Opel und Balkonsolar also nicht schlechter geworden.
Ich wische 267 mal nach links und 15 mal nach rechts. Ich werde müde davon. Nichts zu tun wäre aber auch blöd.
Besuch kündigt sich an. Für Donnerstag in einer Woche. Ich freu‘ mich.