Ich habe das neulich von einer Herausforderung gehört. Also von einem Menschen, der an der Herausforderung beteiligt war. Und es ist sicher gut gemeint. An dem Pikto mit dem Tränen lachenden Gesicht könnt ihr aber sehen, dass mir das etwas sauer aufgestoßen ist. Es ist genau mein Humor: Kinder teilen und das gut finden. Ja, so ein Dating ist eine nervenbelastende Angelegenheit. Es ist ja auch nicht normal. Schon ein Bewerbungsgespräch für einen doofen Job ist ja nicht normal, das sind Ausnahmesituationen, für die unser Hirn eigentlich nicht gemacht ist. Aber spätestens nach der fünften Nachfrage sollte doch eigentlich mal auffallen, dass da etwas nicht in Ordnung ist.
Also nochmal … „Wir teilen uns die Kinder“ soll sich so anhören, dass die Herausforderung auch noch Zeit für eine Beziehung hat. Das ist nett gemeint. Es soll sich so anhören, dass die Kinder von beiden Elternteilen betreut werden. Auch das ist nett gemeint. Und es ist so gemeint, dass man ja das Beste für die Kinder tut. Auch das ist nett gemeint. Freunde, bitte hört hier gut zu. Es ist mir ernst. Wenn wir so mit der Welt umgehen, dann geht sie unter. Wenn wir nicht genau hinschauen und die Dinge so benennen wie sie sind, dann leben wir in einer verkehrten Welt. Die ist sehr nah an den alternativen Fakten der Musks, Zuckerbergs, Trumps, Spahns, Merzens, Reiches, Priens und wie sie alle heißen. Sie wollen auch nur unser allerbestes. Wir müssen millimetergenau hinschauen. Zehntelmillimetergenau. Hundertstelmillimetergenau. Und dann müssen wir danach handeln.
Meine Ex hat einmal behauptet, dass „wir uns getrennt hätten“ – ja, ich habe das einmal vor den Kindern gesagt, um sie zu schützen. Ich habe aber nicht heimlich einen Lover und Berater organisiert, mich jahrelang distanziert und extern sozialisiert, innerlich gekündigt. Ich habe keine Gespräche vermieden, blockiert und boykottiert. Ich habe nicht heimlich einen Mietvertrag organisiert. Ja, ich war beteiligt. Mit Haut und Haar, Gefühlen und Hirn. Wohlwollend und wertschätzend. Ganz und gar. Ich konnte die Trennung nicht verhindern. Was hilft es sich selbst anzulügen? Nichts hilft es. Ich nehme ihr das auch nicht krumm. Sie hat das getan, weil sie entsprechend geprägt war. Nicht aus Bosheit. Emotionale Entbehrung in der Kindheit ist leider kein Spaß und andere Dinge auch nicht. Ja, sie hat mein vollstes Mitgefühl. Ich darf es deswegen trotzdem bezeichnen wie es ist: es ist Scheiße. Auch wenn die Therapeutin behauptet hat, dass Kinder eine Trennung verkraften. Es gibt keine psychische Störung, bei der nicht „Trennung der Eltern“ eine Rolle spielen kann. Wir müssen genau hinschauen. Und Trennungseltern … glaubt bitte nicht, dass eure Kinder blöd sind. Sie wissen sehr genau was abgeht. Kinder haben Anspruch auf ein funktionierendes Elternpaar. Punkt. Das ist keine Forderung. Das ist eine Tatsache. Eine schlichte biologische Tatsache und sie haben noch mehr Anspruch. – Aber das würde hier zu weit führen.
Wer behauptet, dass ein Elektroauto umweltfreundlich ist, der lügt. Nichts an einem Eletroauto ist umweltfreundlich. Nicht ein einziges Fitzelchen kleines Gramm. Auch damit herumzufahren wenn es einmal hergestellt ist ist nicht umweltfreundlich. Was ist umweltfreundlich an einem Fahrrad? Nichts! Und es ist kein Verbrechen es zu erkennen und auch zu benennen. Wo ist das Problem?
Lest bitte nochmal die Geschichte mit den Affenbrotbäumen. Ich kann es nicht besser ausdrücken. Ich bin kein Dichter. Seelenhygiene ist einfach wichtig. Das ist zumindest meine Ansicht. Wenn wir anfangen Unfug in unser Hirn rein zu lassen, wird er dort sein Unwesen treiben. Und ja, wir leben in einer Welt, die es schwierig macht Unfug aus unseren Hirnen raus zu halten. Ich behaupte nicht, dass es einfach ist.
Wenn wir Unfug in den Hirnen zur Normalität erklären, dann haben wir nicht nur Coronaleugner, Leerdenker und Faktenverweigerer. Dann haben wir ein großes Problem.
Also ihr merkt. Herausforderung ist herausfordernd. Und ja, leider trennt sich da die Spreu vom Weizen. Ich bin nicht der Ansicht, dass alle meine Thesen auch verstanden und geteilt werden müssen. Ich bin aber der Ansicht, dass es wert ist sich für die Thesen eines anderen Menschen zu interessieren, sie zu hinterfragen, erst einmal grob abzumessen. Es kostet nichts. Es ist umsonst. Wir können lernen. Am heutigen Tage ist meine Hoffnung etwas gedämpft, dass meine Herausforderung noch erfolgreich sein wird. Respektive … nun – sie ist ja schon erfolgreich. Durch die Herausforderung erlange ich neue Erkenntnisse.
Ach so … um das Rätsel zu lösen: Kinder kann man nicht teilen. Sie gehen davon kaputt. Sie sind keine Dinge. „Ich habe gemeint, dass wir uns die Erziehung teilen …“ – leider auch Stuss. Zum einen kann man Kinder nicht erziehen. Sie machen uns eh alles nach. Heißt so viel: wir sind ihre Vorbilder. Und das kann man dann auch nicht teilen. Aus Trennungskindern werden Trennungseltern – das sagt zumindest die Statistik. Also vergesst es bitte einfach.
Und ja, es gibt Ausnahmen. Ein gewalttätiger oder drogensüchtiger Elternteil, der nicht therapiewillig ist, der keine Hilfe in Anspruch nehmen will, kann ein Grund sein sich zu trennen. Ansonsten gilt: die Kinder würden davon profitieren, wenn die Eltern ihr Entwicklungspotential erkennen und annehmen würden. Ich schreibe das weniger als Betroffener sondern als Forscher und Heilpraktiker für Psychotherapie.
Ich lerne auch. Nach vielen hunderten Frühstücksbroten erlerne ich neue Frühstücksbrottechniken.

Also zunächst einmal muss ich ein Vorurteil wegfegen. Ich höre manchmal „meine Kinder frühstücken nicht“. Das ist wieder so eine zurechtgebogene Halbwahrheit. Kinder sind geboren um zu frühstücken. Dafür sind sie da. Die Eizelle und die Samenzelle wären sonst nicht verschmolzen und sie hätten auch nicht begonnen sich zu teilen. Es kann also sein, dass ihr den Kindern abgewöhnt habt zu frühstücken, weil es euch selber lästig ist etwas früher aufzustehen. Das gibt es. Davon gehen Kinder nicht kaputt. Aber dann sagt das doch einfach auch so: „ich habe den Kindern abgewöhnt zu frühstücken“. Hier seht ihr das derzeitige Frühstückssetup. Der eine mag keine Marmelade auf seinem Quarktoast. Das Erdnussbuttertoast ist Reserve. Manchmal bleibt ein halbes für mich übrig – mein Frühstück sozusagen. Und dann gibt es noch Kakao mit Milchschaum. Derweil läuft auch die Standheizung der Fahrkiste. Ich bin der Ansicht, dass wenn wir Kinder vor ihrer biologischen Aufstehzeit aus dem Bett zwingen und wenn sie dann an einen Ort gehen, der ihnen schadet, dass wir ihnen dann auch nicht noch zusätzliche Unannehmlichkeiten aufbürden müssen. Deswegen bekommen sie das bestmögliche Frühstück. Und dann sind die etwa fünf Minuten für das Frühstück auch keine lästige Pflicht. Ich gebe zu, ich brauche für Vesperdosen und Frühstück ungefähr eine halbe Stunde. Aber die sollte es mir wert sein. Sonst muss ich auch keinen Nachwuchs zeugen.
Hunderte solcher Frühstücksbrote habe ich schon gebastelt. Seit vorgestern habe ich eine neue Technik entwickelt, um die Butter streichfähig zu bekommen. Zuerst werden drei Toastbrote in den Toaster gerammt. Ja, gleichzeitig 😉. Die Butter wird aus dem Kühlschrank geholt und es werden fünf Scheibchen davon abgeschnitten. Das Schulbrot für die Brotdose liegt schon bereit. Sobald die Toasts aus dem Toaster springen, werden sie raus geholt und die fünf Butterscheibchen darauf gelegt. Sind alle Scheibchen verteilt, werden sie gewendet. Und noch einmal gewendet und noch einmal gewendet. Sie sollen nicht schmelzen sondern nur weich werden. Wenn sie ein paarmal gewendet sind, werden sie auf das Schulbrot gelegt. Dann werden die Äpfel geschnitten. In dieser Zeit wärmen die Butterscheibchen recht gleichmäßig durch und die Toastbrote kühlen ab. Braucht nur wenige Sekunden, ist aber einfacher als zu versuchen die kalte Butter auf dem Brot zu zerbröckeln …
Also … lest hier gerne weiter. Ihr bekommt jede Menge praktischer Tipps.