Manchmal läuft die Kacke einfach den Berg rauf. Das ist nicht der eigentlich korrekte Weg von Kacke, aber manchmal tut sie das eben.
Die Dunstabzugshaube in Lörrach ist ja kaputt. Das wisst ihr ja. Dass die Bewohnerinnen nicht in der Lage sind das Ding zu reparieren ist auch nicht so überraschend. Jetzt habe ich einen Küchenbauer engagiert, der sich das mal anschauen soll. Der analysierte messerscharf, dass da ja erst die Haube eingebaut wurde und dann die Decke. Das heißt, dass jetzt in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen werden muss. Ich alarmiere einen Schreiner. So heißt der Tischler in Süddeutschland. Der will sich das im Juni mal anschauen.
Am Montag will immerhin der Monteur kommen, um die Solarthermie Anlage hier zu reparieren. Das wird auch nicht ganz billig. Immerhin … es kommt jemand.
Gestern habe ich einen Zettel wegen falsch parken bekommen. Ich durfte da nur zwei Stunden stehen. Ich war aber drei Stunden beim Doktor. Immerhin … ich habe bei der Strafzettelstelle reklamiert und ich soll nun eine ärztliche Bescheinigung beibringen.
Und so geht es in einem fort. Als Alleinerziehender kann man auch nicht einfach so ins Krankenhaus gehen. Freunde … die Natur hat das schon ziemlich schlau gemacht mit der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung, der familialen Bezugsgruppe und der gelebten Monogamie und so. Einige Menschen sind natürlich schlauer als die Natur. Ich schreibe ja öfters darüber. Einigen Leserinnen wird schon kotzspeiübellangweilig davon aber dagegen kann ich dann auch nichts machen.
Es gibt so Momente, da reicht es einfach.
Aber der Tag ist ja noch nicht zu Ende. Um kurz vor 13 Uhr mache ich mich mal auf die Reise. Anhänger anhängen und los in Richtung Ilim Timber Werksverkauf. Da wollte ich eh schon lange mal hin. Die Einkaufsliste habe ich dabei und die EC-Karte auch. Die braucht man da nämlich. Ich finde es auf Anhieb. Das Hafenareal ist einfach schön. Ein anderer Kunde weist mir den richtigen Weg und ich stehe in der Warteschlange auf der Pole Position. Könnt ihr euch noch an meine Holzkaufaktion vor etwa elf Jahren in Selmsdorf erinnern? Heute hatte ich so das krasse Gegenteil. Ein wirklich netter und aufgeweckter Mann, wir begrüßen uns per Handschlag und sind gleich per Du. Er erklärt mir, wie das hier so abgeht und richtet mir meinen Wunschzettel her – naja … er sagt gleich zu Anfang: hier bekommt jeder, was er nicht will. Sie haben so ein großes und wechselndes Programm. Ich vermute, dass sie hier alle Überproduktion verkaufen. 180 Positionen stehen zur Auswahl. Wie auch immer … ich lade auf, er hilft und fragt, ob ich auch Restholz brauchen kann und schenkt mir jede Menge Restholz. Wolfgang glücklich 😀. Achso … ihr wollt wissen, wofür ich jetzt gerade Holz brauche. Es gibt einen Reh- und Schneckenzaun. Eine Eigenkonstruktion sozusagen. Nein, nicht ganz. Alles kein Hexenwerk. Der Schneckenzaun wird elektrisch und der Rehzaun aus einfachen Holzbrettern. Keine Raketentechnologie. Dann schnürt der nette junge Mann mir mein überlanges Bündel auf dem Anhänger noch mit einem Spannband zusammen, so dass nichts verrutschen kann. Wolfgang begeistert.

Danach habe ich einen weiteren Termin. Einen Praktikanten bei seinem Praktikum besuchen und abholen. Die Atmosphäre inhalieren (tut gut!), mit den Jungs quatschen. Und einmal Freude genießen durch und durch. Wolfgang … es ist doch nicht alles so blöd, was Du in den letzten Jahren so gemacht hast – auch gegen viele Widerstände. Mehr erzähle ich nicht. Es könnte stinken. Das braucht niemand.
Wir fahren nach Tressow, quatschen, freuen uns und machen einen Plan. Der wird hier nicht verraten. Vielleicht erzähle ich davon, wenn er aufgeht. Ihr dürft die Daumen drücken. Es wird aber noch ein paar Monate bis zur Auflösung dauern. Deswegen bleibt dran.
Die Arztpraxis schickt mir die gewünschte Bescheinigung, die ich an die Strafzettelstelle weiter leite. Ich gebe zu: allzuviel Hoffnung hatte ich nicht, dass das funktioniert. Denn das ist eine private Parkplatzbetreiberfirma. Und die leben eben genau davon. Da hätte ich nicht gedacht, dass das so einfach geht. Naja … erstmal abwarten, ob sie die Bescheinigung akzeptieren.
Wir verfassen gemeinsam einen Text für den Plan und lassen ihn von der KI optimieren. Der optimierte Text ist allerdings ääääh … Kacke.
Was wollt ihr so lesen? Schreibt es in die Kommentare!
Nein, ich bin kein Influencer und werde es auch nicht. Die Kommentarspalten der Influencer sind voll. Meine sind leer … was aber auch in Ordnung geht.
Ich fange noch mit dem Zaun an, dann mache ich noch Blätterteighotdogs. Einer ruft noch an, er kommt erst 22 Uhr.
Zur Herausforderung ist zu sagen, dass ich tatsächlich nicht geglaubt habe, welche Herausforderungen die Herausforderung so zu Tage bringt.
Immerhin schreibt mir heute jemand aus dem Herausforderungspool „Wie geht es Dir?“. Ich feier auch die kleinen Ereignisse und Fortschritte.
Heute gibt es einen Hausfrauentipp. Wenn ihr Tsatsiki macht – ich darf hier nicht Zickzacki sagen, obwohl das die korrekte deutsche Übersetzung ist … – dann könnt ihr die Gurke ganz einfach in der Spätzlepresse ausquetschen. Dann habt ihr nämlich danach nicht so ein nasses Gurkentuch. Das geht echt super.


Was solche Glückshormone ausrichten können … ich schwör, ich habe nur zwei von den Teilen gegessen. Ein empirischer Beweis für … na, ihr wisst schon was …

Die Tomatenpflanzen machen sich auch ganz gut. Viel größer dürften sie gar nicht sein. Eine Woche werden sie noch drin bleiben.