Es ist durchaus etwas unappetitlich und sicher auch kein Wasser auf die Mühlen von Feministinnen und anderen Gesellschaftsspalterinnen. Aktuell wird in der Presse gerade die Geschichte um die Multimillionärin und Blockhouse Erbin Christina Block und naja, das lässt sich nicht in zwei Worten beschreiben, sagen wir einfach deren Kinder und ihren Umgang beleuchtet. Das Ganze erscheint einfach nur wie eine Schmierengeschichte besonderer Güte. Es gibt aber auch Einblicke in die Hirnorganisation einer Frau. Die ganze Geschichte ist ein wilder Filz von wirklich kuriosen Ideen und Hirngespinsten, zu viel Geld und teuren Anwälten. Nein, die Geschichte steht nicht repräsentativ für alle Trennungsgeschichten. Keine Trennungsgeschichte steht repräsentativ für alle Trennungsgeschichten. Trennungsgeschichten haben immer eine Historie. Die Historie besteht zunächst schlicht aus zwei Einzelmenschen mit individueller psychischer Kondition und dem Bedürfnis nach Anerkennung und Paarung. Die Geschichten bestehen aus Hormonen und Hoffnungen … bis das Schicksal seinen Lauf nimmt. Manchmal findet sich eine Samenzelle und eine Eizelle, verschmelzen und teilen sich … das ist die Natur der Sache. Und anstatt dann bei Schwierigkeiten einen Schritt zurück zu treten, sich ganz nüchtern und stoisch Gedanken zu machen, sich möglicherweise Hilfe zu holen, biegen die Hirne ein auf eine wilde, manchmal ganz wilde und eigenwillige Achterbahnfahrt. Jeder Bezug zur Realität, nämlich dem ureigensten Bedürfnis der Kinder, wird dabei über Bord geworfen, ignoriert oder negiert. Und es gilt nur noch: das eigene Ego. Das ist das Muster, welches von der Gesellschaft gefördert und befürwortet wird. Dafür wird dann vom Individuum das supportive Umfeld gesucht – und meist auch gefunden. Es müssen nur die richtigen Geschichten dazu erzählt werden … „er war schon immer … so und so …“, „er hat dies und das gemacht …“. Das ist dann der reine Narzissmus, wie er im Buche steht. Natürlich springen sogenannte Freunde dann gleich herbei: „Oooh weeeh, oooh weeeh … – so ein Arsch …“. Die Hirne sind dann im sogenannten Überlebensmodus und produzieren genau die Gedanken und Geschichten, die den eigenen falschen Weg manifestieren und zementieren.
Das ist so der allgemeine Plot. Und der ist in allen Trennungsgeschichten mehr oder weniger gleich, in verstärkter oder abgeschwächter Form zu finden. Ob bei Christina Block oder in den niederen sozialeren Schichten. Und dann wundern wir uns, dass Kinder genau dieses Verhalten adaptieren und wiederholen … woher sollen sie auch anderes Verhalten lernen? Vorbilder haben sie keine mehr.
Man möchte der guten Frau einfach nur zurufen: Komm‘ zur Besinnung! Nein, einen Rückweg wird es nicht geben. Dazu ist schon zu viel Porzellan zerschlagen. Aber vielleicht einen Weg nach vorne? Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Für Dich nicht. Für die Kinder nicht.