Gestern telefoniere ich 1,5 Stunden mit Angelika. So wertvoll. So ein intensiver Austausch. Danach schlafe ich tief und fest. Danke!
Sich mit anderen Menschen verbunden fühlen … das ist schon genauso wichtig wie sinnerfüllte Tätigkeiten, Betätigungen zur Oxytocinproduktion, lernen und Muße. Alles ist wichtig.
Auch Angelika sagt: es gibt eine massive Zunahme an psychischen Erkrankungen – bei alten und jungen Menschen. Ich werde sicher nicht arbeitslos.
Die Crew geht heute auf eine Geburtstagsfeier mit LAN-Party und Übernachtung. So cool. Momentan spiele ich noch Taxi. In einem halben Jahr fahren sie dann selber.
Angelika erzählt von einem 17jährigen Jungen, der seiner Mutter Kummer macht. Er ist von der Schule geflogen. Von der Waldorfschule. Ja, ich kenne die Mutter. Wir sind zusammen in die Schule gegangen. Und ja, solche Geschichten gehen mir schon auch nah. Ich bei mir inne drinne weiß aber eines ganz genau – ich glaube Angelika weiß das auch – : der Junge hat daran gar keine Schuld. Diese ganze Fehlprägung, diese ganzen irren Lebenswege sind sowas von sinnlos und überflüssig. Und zeigen nur wie doof die Erwachsenen sind. Das ist das einzige, was das F9 Kapitel her gibt. Und keiner merkt’s. Mag sein, dass es ein paar Menschen ahnen. Aber wie skuril diese Schuldumkehr wirklich ist und welche Schäden gesellschaftlich dadurch entstehen ist schon der echte Wahnsinn. Stellt sich nur die Frage: wie kriegen wir das ganze wieder gerade gerückt? Im Moment sehe ich genau überhaupt keine Perspektive hierzu. Keine. Im Gegenteil. Im Moment gibt die Welt so richtig Gas, um den Massenwahn zu befeuern. Autoritäre Staatenlenker und KI, zusammen mit naiven und gutgläubigen Konsumenten sind eine gefährliche Mischung. Ich habe vor dieser Mischung mehr Respekt, als vor einer Atombombe.
Und mit Silke telefoniert – auch dies schon lange nicht mehr. „Nur“ eine halbe Stunde. Alles nur schnell in Stichworten besprochen. Dennoch … so wertvoll. Hm. Warum sind all‘ die Freunde nur so weit weg? Sie berichtet von ihrem Lebenspartner, der seine Kinder auch alleine groß gefüttert hat. Wir hätten viel zu besprechen.
Ich mache Tortilla. Dann Taxidienst nach Proseken. Auf der Rückfahrt gebe ich die Grüße weiter. Und wir machen Pläne für eine Süden-Reise. Die wäre dann gar nicht mehr so fern. Führerschein mit 16. Begleitetes Fahren ab 17. Das wären nur noch 2,5 Jahre … dann vielleicht auch zu weiteren Zielen. Mal schauen. Lassen wir den Rhein einfach mal noch weiter fließen.