Hitzewelle

28 Juni

Die Hitzewelle hat nun auch uns im Griff.

Das heißt: morgens erst einmal schwimmen gehen. Das Wasser ist angenehm warm. Sobald die Temperatur außen höher ist als innen, wird die Außenbeschattung installiert und alle Fenster und Türen werden geschlossen.

Man kann dann noch ein bisschen draußen arbeiten. Die Terrasse wird sauber gemacht und der Grill mal einer oberflächlichen Grundreinigung unterzogen. Ich versuche herauszufinden, was man gegen diese weißen Minifliegen am Kohlrabi unternehmen kann. Arrrrgh. Das ist etwas doof, weil die meisten wirkungsvollen Maßnahmen nur im gewerblichen Anbau im Gewächshaus funktionieren und die Hausmittel mehr an Schlangenöl erinnern. Ich entscheide mich für eine Spülmittellösung und bekomme die weißen Fliegen damit erst einmal weg. Die Kirschen am großen Baum werden mehr und mehr gammlig. Es gibt aber noch genug für einen Kirschkuchen.

Sommerfrischler, davon viele, bevölkern den See. Wir bleiben lieber drin. Im OG laufen Versuche mit einem Ventilator.

Bei den Thermometerangaben muss ich dazu erwähnen, dass diese möglicherweise nicht wirklich valide sind. Der Sensor hängt zwar im Schatten. Für MV werden aber offiziell keine solch hohen Temperaturen vermeldet. Wenn man von drinnen nach draußen geht, fällt aber durchaus auf, dass man gefühlt in einen Backofen geht und wenn man von draußen nach drinnen geht, geht man gefühlt in einen Kühlschrank.

Obwohl am Vorabend kräftig gegossen, zeigen die Tomaten abends Zeichen von Trockenheit – also wieder gießen.

Es gibt einen bunten Mix aus mediterranen Speisen. Kartoffelsalat vom Vortag, Plötzenreste vom Vortag. Der Angler hat uns Plötzen geschenkt. Nicht auf dem Bild sind Radieschen aus dem Garten. Die Tomaten sind nicht selbst geerntet. Und Nudelsalat Fischgemisch mit Plötzenresten, Thunfisch und Sardellen. Abends kühlt es nur langsam ab.

Der Garten muss gespritzt werden. Ok – der Spülmitteleinsatz war vielleicht doch nicht so eine gute Idee. Die Kohlrabiblätter haben merklich gelitten. Die Fliegen sind weiterhin weg. Mal sehen, ob sie sich erholen. Den anderen Pflanzen geht es recht gut – so zumindest mein laienhafter Eindruck. Der Garten bleibt ein zeitaufwändiges und teures Experimentierfeld.

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