Wir sind dann mal auf Platz 1

Die Namensidee kommt heute am Anfang … – was haltet ihr von Lakeexplorer – Yachtclub de Tressow?

Immerhin segelt die Namensschwester gerade rechnerisch auf Platz 1 – und das ist sicher nicht der schlechteste Platz. Ob Greta die Regatta verfolgt? Wir wissen es nicht. Jedenfalls wäre der etwas sperrige Name nicht nur eine Hommage für Boris sondern auch für die weltberühmte junge Schwedin.

Langsam geht es an der Bootsbaustelle weiter. Erstmal habe ich die Baustelle ein bisschen aufgeräumt und die Kiste ohne den ganzen Müll fotografiert.

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Ich zähle schon, wieviel Teile noch gerichtet und gleimt werden müssen – vertue mich aber regelmäßig mit dem damit zusammenhängenden Aufwand.

Hier versuche ich die Bordwandhöhe nach Plan auszumessen und anzuzeichnen.

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Zwischenzeitlich habe ich den Schwertkasten in der Werkstatt vorbereitet. Beim verleimen ist mir das Teil etwas verschwommen – es ist jetzt ein paar Millimeter niedriger als eigentlich vorgesehen.

Außerdem muss ich ein Loch in den Schiffsboden sägen. Das ist nicht dafür da, dass eventuell reingelaufenes Wasser wieder abläuft. Das ist das Loch für das Schwert.

Hier wird der Schwertkasten eingeleimt. Ich hoffe er ist gerade. Es wäre nicht so hübsch, wenn die Lakeexplorer – Yachtclub de Tressow einmal schräg über den See segeln würde weil der Schwertkasten schief im Boot sitzt. Ob sie mal Foils bekommt ist noch offen. Ein paar Dachlatten hätte ich noch.

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Zur Abwechslung ein Ausflug in die Tierwelt. Ich versuche mich in der Vogelfotografie. Kläglicher Versuch mit 180 mm hinter Fensterscheibe. Aber … die Vogelwelt hier ist recht vielfältig. Eichelhäher, Dompfaff, Rotkehlchen, Zaunkönig, Drossel, Grünspecht, Grünfink (Bild), Buntspecht, Blaumeise, Kohlmeise und all sowas sind hier vertreten.

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Gesternnacht habe ich durchs Fenster zwei Rehe gesehen. Vielleicht fünf bis sechs Meter von der Terrassentür entfernt.

Als nächstes wird der Gunwale begonnen. Der soll etwa 48 mm breit werden. Ich fange mal mit 12 mm Streifen an. Die sind allerdings etwas zu kurz. Außerdem zeigt sich, dass viele Schraubzwingen zu haben ein gewisser Vorteil ist. Ich mache hier etwas Zwingenkunst. Damit kann ich mit einer Zwinge an zwei Punkten zwingen. Ist allerdings etwas mühsam, zumal ich mit nur zwei Händen sechs Beilagen und eine Zwinge bedienen muss.

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Auch die Maschinenzwingen sind hier im Einsatz.

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Dann geht das Aceton zur Neige. Hm. Ich schaue mal. In Wismar Redentin könnte ich beim örtlichen Baumarkt Aceton holen. Gegen Vorbestellung. Der Baumarkt ist geschlossen. Wegen Corona. Kostet etwa 7 (in Worten: sieben) Euro pro Liter. Bei einem Marktpreis von etwa 2,50 Euro. Hm. Ich würde 30 km mit dem Auto fahren, fast den dreifachen Preis bezahlen. Ob meine Liebe zum örtlichen Handel wirklich so weit geht? Damit sich die Bestellung lohnt, bestelle ich gleich noch einen Satz Pinsel und … – genau – ein paar Schraubzwingen mit.

Das sind keine Markenzwingen. Es sind Billigzwingen. Das merkt man natürlich. Aber sie tun was sie sollen – das ist erstmal die Hauptsache. Wenn ich einen Schreinereibetrieb hätte, würde ich niemals solche Billigzwingen kaufen. Für den gelegentlichen Hausgebrauch sind sie ok. Etwas Sorge haben mir die Harztrieler auf der Backbordseite gemacht. Es gibt allerdings ein paar Baubilder im Internet von einem anderen Optibauer – der sieht ungefähr genauso verschmiert aus. Also … nichts falsch gemacht.

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Kürzlich habe ich hier etwas über Experten geschrieben. Darauf habe ich eine Leserzuschrift bekommen. Herzlichen Dank hierfür! – Das gibt einen Buchpreis. Ja. Experte sollte man sein. Experte für Bootsbau zum Beispiel. Der Leser hatte den Eindruck, ich würde nicht viel von Experten halten. Das ist zum Teil richtig. Und basiert auf Erfahrung. So hatte ich beispielsweise vier Experten für Ölheizungen hier. Inklusive Werkskundendienst haben alle nur herumgeraten, keiner konnte das Problem lösen. Teilweise haben sie sich wiedersprochen oder mich dumm angemacht („ist halt so!“). Einer hat sich sogar erdreistet für eine falsche Auskunft eine Rechnung zu stellen und hat versucht den Betrag über freche Mails und Mahnungen einzutreiben. Auch in einem einschlägigen Forum im Internet, wo sich solche Experten tummeln, habe ich maßgeblich falsche Antworten und keine einzige richtige Antwort bekommen. Schade eigentlich. Dabei habe ich alle Experten auf die richtige Spur geführt. Ich bin immer wieder auf der Suche nach Experten für das Schulwesen. Nicht, weil ich mir anmaßen möchte es verändern zu können. Mein Anliegen ist es, mit den Unzulänglichkeiten umzugehen und diese, wo es möglich ist, zu kompensieren. Erstaunlicherweise bekomme ich die meiste Bestätigung von der Lehrerin selbst. Nur sagt die: „wir können es auch nicht ändern … – das System …“. Sie sagt nicht „die Experten“. Aber wenn man die Experten aus dem Bildungsministerium oder der Schulbehörde hört oder liest, dann bekommt man so eine Ahnung vom Expertenwissen. Ich bin auf der Suche nach einem Experten oder einer Expertin für individuelle Musikpädagogik bei Kindern (Instrumentalunterricht). – Von der Odyssee schreibe ich jetzt lieber nicht. Oder mal im größeren Maßstab – seit etwa fünfzig Jahren bin ich vergeblich auf der Suche nach einem oder mehreren Experten oder einer Expertin, mit der ich mich qualifiziert über Glaubensfragen unterhalten kann. Mit den Zeugen Jehovas, das sind echte Glaubensexperten, habe ich es schon vergeblich versucht. Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Fall. Ich will mich aber noch nicht aufgeben. Ein Homöopath kann euch jede Menge Expertenwissen über Homöopathie erzählen oder ein Astrologe über Astrologie. Und so geht es weiter. Ihr merkt, ich bin etwas skeptisch geworden was selbst ernannte und ausgewiesene Experten angeht. Ich will aber deren Existenz keineswegs in Frage stellen. Möglicherweise bin ich da falsch verstanden worden oder habe mich ungünstig ausgedrückt.

Apropos Experten … Malu Dreyer regt an, dass zur Ministerpräsidentenkonferenz auch Experten eingeladen werden sollen. Es geht um Coronamaßnahmen. Möglicherweise hilft es, möglicherweise nicht. Die Maßnahmen sind nämlich a) alles andere als nachvollziehbar oder durchsichtig und b) nur begrenzt wirksam und c) werden ganze Lebensbereiche still gesetzt. Dabei wäre das Thema ernst genug, um etwas weniger Lobbyismus zu betreiben und mehr Vernunft walten zu lassen. Infektionszahlen (getestet) derzeit etwa 20.000 pro Tag. Es sterben in Deutschland an und mit Coronainfektion derzeit über 1.000 Menschen pro Tag. Wenn ich mal davon ausgehe, dass die Infektionszahl ungefähr doppelt so hoch ist wie die registrierten Infektionen, bleibt eine Mortalitätsrate von immerhin 2,5%. Nein, damit ist nicht zu spaßen! Es ist aber auch nicht zu spaßen mit all jenen Menschen, deren Existenz auf dem Spiel steht. Die Suchtkliniken und die Kliniken für psychosomatische Krankheiten sind nämlich ebenfalls voll. Das Thema ist so komplex, dass die Expertenrunde gut ein paar Wochen tagen könnte, genauer gesagt ununterbrochen. Fraglich, ob die Leopoldina oder das Robert Koch Institut als federführende Meinungsmacher für die politischen Entscheider wirklich eine gute Wahl sind. Denn zeitgleich, wie in Krankenhäusern teilweise apokalyptische Zustände herrschen, wie die Experten Horrorszenarien verbreiten und nicht nachvollziehbare Regeln verordnen, werden in Behörden und Unternehmen locker Besprechungsrunden organisiert und durchgeführt weil der Chef oder der Abteilungsleiter gerade Langeweile hat und „weil ja nichts passiert“. Von privaten Treffen einmal ganz abgesehen. Mit einer Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen) von 160 Infektionen bewegt sich Deutschland derzeit auf einem sehr guten 37. Platz im internationalen Vergleich. Trauriger Spitzenreiter ist derzeit Irland mit 717 Infektionen, Israel mit 679, … 5. Großbritannien (548), 9. USA (507).

Der letzte Absatz ist hauptsächlich als Memo für mich geschrieben.  Ich will in einem Jahr oder in zwei Jahren nochmal nachlesen, was ich denn so geschrieben habe.

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