Endlich … es muss der 8. Tag sein

Heute ist es tatsächlich endlich so weit: die Kiste wird langsam eine Kiste. Den 40 cm breiten Streifen hatte ich gestern schon abgesägt. Er hatte auch schon eine Biegung – wie praktisch. Praktischerweise hatte er die Biegung in der richtigen Richtung, sodass die schöne Holzseite außen ist. Ich musste also „nur noch“ die restlichen Vorarbeiten machen, die geleimte Leiste verputzen (zurecht schleifen), die Spannvorrichtung bauen und leimen. Die „nur noch“-Kundschaft kenne ich schon 😉 Ich hatte mir vorher schon einige Gedanken gemacht, wie ich denn die Platte so spannen kann, dass sie überall satt und sauber anliegt, aber dennoch sich nicht verzieht. Deswegen ist das Baugerüst auch so breit geworden. Da konnte ich jetzt schön einen Eichenbalken auf die Querholme zwingen. Der Rest war dann Feinarbeit. Falls ihr selbst einen Opti baut, hier ein paar Tipps. Ich habe die Platte auf 40 cm Breite gelassen, also nicht auf Form geschnitten. Das geht hinterher auch noch. Der Vorteil ist, dass noch Platz ist für Zwingen. Außerdem habe ich in die Querholme etwa 6 mm Vertiefungen an die Stelle gemacht, wo die Bordwand aufliegt. Damit kann sie an dieser Stelle schonmal gut fixiert werden. Zusätzlich habe ich an der gleichen Stelle in die Bordwand Vertiefungen geschnitten. Damit rutscht sie nicht mehr aus Versehen hin und her; sie ist in der Längsrichtung fixiert. Zum Schluss waren tatsächlich auch wieder alle Schraubzwingen im Einsatz.

Bootsbau scheint so eine Disziplin zu sein, bei der es darauf ankommt nicht nur mehrdimensional denken zu können sondern die ganzen Biegungen auch noch im Griff zu haben. Bei mir nehmen die Bautoleranzen zu. Ich verstehe jetzt, warum im Bootsbau mit füllendem Leim gearbeitet wird. Man bekommt das nie genau passend hin. Es wird hier also auch so ein bisschen Pfusch am Bau. Ich hoffe mal, dass es hinterher nicht so schlimm wird, dass ich mich doch entschließen muss alles zu spachteln und weiß (oder in einer anderen hübschen Farbe) zu streichen. Ein Holzopti – auch wenn der DD-Lack quasi eine Kunststoffbeschichtung ist – ist eben was anderes. Wenn ich jetzt drei Wünsche frei hätte, so würde ich ab der nächsten Woche erstmal ein Praktikum bei einem richtigen Bootsbauer machen. Sozusagen als Vorbereitung für das nächste Boot.

Am Heck:

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Am Bug:

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Gesamtansicht:

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Jonathan und Anne-Christin haben Sandwich gemacht. Das gab’s, als der Pinsel sauber war …

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Hmmmm – lecker!

Für heute ist erstmal Feierabend. Ich könnte noch die andere Bordwand zusägen und den Schwertkasten verputzen. Dafür bräuchte ich allerdings mindestens zwei Schraubzwingen. Die lasse ich aber besser mal an Ort und Stelle.

Namensideen? SY Sick. Hm. Sick. Steht auf Samsons Hoodie. Muss man was damit anfangen können.

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