Fahrradreparatur

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Heute steht unter anderem die Reparatur eines platten Reifens auf dem Programm. Es ist nicht der erste platte Reifen den ich repariere. Geschätzt sind es pro Jahr etwa drei Reifenreparaturen. Für die Hinterräder der Kinderfahrräder und für mein Fahrrad habe ich schonmal die teuren Antiplattreifen von Schwalbe besorgt. Heute ist wieder ein Vorderrad dran. Die Überraschung kam am Donnerstagmorgen, als wir schon auf den Rädern saßen, um an die Bushaltestelle zu fahren. Da meldete Samson einen Platten. Wir sind dann einfach kurzerhand vom Fahrrad ins Auto umgestiegen. Sehr komfortabel und luxuriös, wenn man mehrere Möglichkeiten hat ans Ziel zu kommen.

Diese Reparatur regt mich natürlich wieder einmal an zu philosphischen-praktischen Überlegungen … Wer flickt denn die Reifen in einer Familie mit einem Tradwife? Wird die Dame des Hauses dann nach der Maniküre zum Werkzeugkasten greifen? Anne-Christin meint, das würde der Mann ja dann am Wochenende als sein Hobby machen. Es kam dann doch nicht zur Aufgabenübertragung, denn wir sind keine echte Tradwife oder Tradman Familie. Dafür habe ich eine sehr komfortable Fahrradwerkstatt: den Eingangsbereich. Er ist beheizt, es gibt ausreichend Platz und der Fliesenboden ist unempfindlich. Bei schönem Wetter repariere ich natürlich draußen. Die Werkstatt ist schlicht zu klein für Fahrradreparaturen.

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Nebenher backe ich Mischbrötchen. Sie bestehen aus einer Mischung aus Weißbrot- und Bauernbrotbackfertigmischung.

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Zum Mittagessen gibt es IIII – also DOCH in I-Form. Dazu gab es Möhrensalat aus Aldi-Biomöhren, Äpfel, Joghurt, Rapsöl, Knoblauch, Zucker, Salz und Apfelsaft (eigenes Spontanrezept, kein Foto).

Die Kinder spielen seit gestern Lego City Undercover, nach einem Download via LTE von fast 20 GB. Hm – das entspricht fast der Hälfte unseres Monatskontingentes, das heißt, ich werde diesen Monat wieder kräftig Gigabytes nachkaufen müssen. Ich habe es zähneknirschend zugelassen. Die letzten Wochen und Monate waren auch für sie ein Schlauch. Ein bisschen Belohnung darf auch sein.

Täglich trage ich etwa eine Kiste Holz rein. Als wir gestern das Holz umgestapelt haben, kam mir der Gedanke, weshalb Holzheizungen so unpopulär sind. Es ist schlicht ein teures Hobby. Bis das Holz wirklich warm gibt, wird es etwa zehnmal in die Hand genommen. Zunächst wird es im Wald von 3-Meter-Stämmen auf 1-Meter-Stücke gesägt und aufgeladen. Zu Hause wird es abgeladen, dann als 1-Meter-Stücke gespaltet und wieder aufgestapelt. Dann wird es auf der Kreissäge auf Länge gesägt und wieder aufgestapelt. Je nachdem wird es dann nochmal ins Vorratslager umgestapelt. Schließlich kurz vor dem Verbrauch in eine Kiste geladen, ins Haus getragen und dann aus der Kiste in den Ofen gegeben. Öl wird überhaupt nicht in die Hand genommen. Bis das Öl warm gibt, ist null Handarbeit erforderlich. Auch sieht man normalerweise nichts davon. Der Tank ist unter der Erde. Das Öl fließt durch Leitungen – zunächst aus der Förderstation in den Öltanker, dann in die Raffinerie oder ins Zwischenlager – ich habe ja keine Ahnung davon … schließlich kommt der Tankwagen und pumpt 2000 Liter davon in den Erdtank. Das entspricht so ziemlich dem Zeitgeist … keine dreckigen Finger, keine Bewegung, fast ein bisschen virtuell.

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