{"id":4589,"date":"2026-04-25T08:18:16","date_gmt":"2026-04-25T06:18:16","guid":{"rendered":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/?p=4589"},"modified":"2026-04-26T21:53:37","modified_gmt":"2026-04-26T19:53:37","slug":"strategie-anpassen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/?p=4589","title":{"rendered":"Strategie anpassen"},"content":{"rendered":"\n<p>Da gab es doch auch einmal etwas mit Plan A und Plan B und so &#8230; wie war das noch gleich? Meine Strategie ist so mittelerfolgreich. ok. Genau betrachtet: es gibt kein mittelerfolgreich. Mittelerfolgreich ist ein Fail. Aber wir wollen etwas genauer hinschauen. Es gibt so viele M\u00f6glichkeiten. Denn vier Dates innerhalb von einer Woche ist ja auch nicht ganz erfolglos. Na gut &#8230; beim Speeddating kann man ja hundert Dates an einem Tag haben. Aber was bringt es, wenn der passende Mensch nicht dabei ist? W\u00fcrden bessere Fotos von mir die Ausbeute verbessern? Muss ich meine Kriterien anpassen? Das ist alles schwierig. Wenn ich auf rechtsextreme spirituelle adip\u00f6se Omis stehen w\u00fcrde, w\u00e4re der Drops vermutlich schon gelutscht. Als ich vor f\u00fcnfundzwanzig Jahren zuletzt dieses Problem hatte, habe ich ein Wohnprojekt gegr\u00fcndet, das sich als optimaler Raum f\u00fcr echtes Matching erwiesen hat. Wobei das Matching bei mir dann auch nicht so echt war wie es ausgesehen hat &#8211; sonst br\u00e4uchte ich diese neue Herausforderung nicht \ud83d\ude09. Aber um diese Geschichte geht es ja jetzt nicht. Es geht um die Frage, wie ich ein echtes Matching bef\u00f6rdern kann. Dabei bin ich der einzige Faktor, der das beeinflussen kann. Und um nochmal oben anzukn\u00fcpfen. Ich habe meine Kriterien schon hundertmal \u00fcberdacht. Ich werde daran nichts \u00e4ndern k\u00f6nnen. Ich sag&#8217;s mal so: ich habe es versucht. In der Vorstellung. Ja, ich kenne Menschen, die katholisch geworden sind. Und sie sind gl\u00fccklich damit. Am Anfang stand aber die Liebe. Also ich will nicht ausschlie\u00dfen, dass ich eines meiner Kriterien aufweiche, aber dann nur durch die Begegnung und in der Begegnung, so wie ich es in der Vergangenheit ja auch schon getan habe. Daher halte ich online Dating auch f\u00fcr richtig fies. Ein anderes Dating gibt es derzeit nicht f\u00fcr mich. Ein Wohnprojekt wird es nicht geben. Es gibt daf\u00fcr schlicht keine geeigneten Immobilien. Das Tressower Haus eignet sich daf\u00fcr ganz explizit nicht &#8211; aus diversen Gr\u00fcnden. Die Architektur gibt es nicht her. Und die Zielgruppe will \u00fcberall hin, aber ganz sicher nicht nach Tressow.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem lesenswerten <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/partnerschaft\/liebe-beziehung-partnerschaft-wie-wir-die-liebe-erhalten-koennen-a-b378036d-29c6-41bf-8edd-34e86f7c68e2\">Spiegel-Artikel<\/a> steht auch klar:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbKompatibilit\u00e4t wird alltagspsychologisch stark betont, wissenschaftlich gibt es aber wenig Evidenz daf\u00fcr, dass Menschen mit \u00e4hnlicherer oder un\u00e4hnlicherer Pers\u00f6nlichkeit besser zusammenfinden oder bessere Beziehungen f\u00fchren\u00ab<br><sub>Lars Penke, biologischer Pers\u00f6nlichkeitspsychologe<\/sub><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In den Portalen habe ich schon alles versucht: Suchradius auf unendlich, daf\u00fcr die Kriterien enger einstellen. Ich sehe: Gesichter hinter Sonnenbrillen und H\u00e4ndies, spirituelle und konsumorientierte Geister mit sichtbar hohem Alkoholkonsum, missmutige mit Vorstellungen vom Traumprinzen und \u00e4hnliches. Traumatisierte, psychotische, depressive, Menschen mit klaren Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen. Mit den Begriffen kann ich mittlerweile etwas anfangen. Und nein, eine gesicherte Diagnose l\u00e4sst sich nicht durch ansehen eines Profils stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe schon verschiedene Strategien versucht. Auswahl per Zufall, Auswahl per enger Kriterien, Auswahl per weniger Kriterien. Vielleicht habe ich sie \u00fcbersehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Bin ich vielleicht einfach zu ungeduldig? Die Herausforderung hat am 4. April begonnen. Ich habe zwar vorher auch schon hin- und hergewischt und zuf\u00e4llige Matches gehabt. Die Entscheidung die Suche ernsthaft zu betreiben fiel vor drei Wochen. Bin ich einfach zu ungeduldig? Naja &#8230; Also mal ganz ehrlich &#8230; wenn ich die Suchkriterien auf &#8222;realistisch&#8220; einstelle, also einen Suchradius, der auch noch zu \u00fcberbr\u00fccken w\u00e4re, um sich auf einen Kaffee zu treffen, eine normale Altersspanne, Nichtraucher und alles andere offen lasse, dann bekomme ich zehn Treffer. Davon fallen f\u00fcnf wegen fehlender Werte raus, zwei sind spirituell, drei sind Lehrerinnen oder kommen aus anderen Gr\u00fcnden nicht in Frage. Ob sich das dann durch Zauberhand einfach verbessert, wenn ich einfach nur lang genug warte?<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist die Quadratur des Kreises. Einerseits kann ich nichts erzwingen. Auch durch einen h\u00f6heren Aufwand wird sich an den Bedingungen nichts \u00e4ndern lassen. Ich k\u00f6nnte einen Dating Coach engagieren. Der wird mich zum Datingcoachfotografen schicken, um ordentliche Bilder von mir machen zu lassen. Der wird an meinen Texten herummeckern. Im Zweifelsfall wird er klar sagen: Du musst Dein Mindset, also die Grundhaltung \u00e4ndern und rauchende und psychotische und verzweifelte Frauen in die Suche mit einbeziehen. Er will ja Erfolg haben. Das will ich im Grunde auch &#8211; aber eben nicht um jeden Preis. Vielleicht kann er mir Tipps f\u00fcr die Erstanscheiben geben. Alle mir bekannten Tipps setze ich schon um. Ich will aber auch authentisch bleiben. Und ja, meine W\u00fcnsche sind nur schwer zu erf\u00fcllen. Eine normale Frau, die irgendwo wohnen will, wo nichts au\u00dfer Gegend ist? Das Haus hat einen Fluch. Bisher sind alle in diesem Haus wohnenden Frauen ziemlich schnell verschwunden. Jetzt kann man das statistisch betrachten und sagen, dass ja rein statistisch irgendwann eine Frau dieses Haus auch als ihr Zuhause annehmen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt habe ich einmal mehr nur diese eine M\u00f6glichkeit: es zu akzeptieren so wie es ist. Akzeptanz ist Liebe. Da bin ich doch auf einem ganz guten Weg. Dann liebe ich einfach mein Leben so wie es ist. Es ist genau der Parameter, auf den ich den gr\u00f6\u00dften Einfluss habe: irgendwo einen Sinn sehen (nach Viktor Frankl) und meine Werte zu leben, jeden Tag aufs Neue. Mir treu zu bleiben und mich nicht zu verbiegen. Und mal Hand aufs Hirn: so schlecht kann das nicht sein. Sonst w\u00e4ren die Jungs nicht so gut drauf &#8230; wobei die leider auch leiden. Ja &#8230; das ist bitter genau das mit anzusehen. Es ist doppelt bitter, da ich genau das nicht gewollt habe. Aber h\u00fclft ja n\u00fcscht. Musste halt weg gucken. Das war noch nie mein gr\u00f6\u00dfter Skill. Ich wollte immer wissen wie die Welt funktioniert und warum sie genau so funktioniert wie sie funktioniert. Hinschauen &#8230; war mir schon immer wichtig. Auch das &#8230; ich werde das nicht ablegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine H\u00fcrde muss ich erst einmal \u00fcberwinden. Da ich monogam denke und f\u00fchle, kommt eigentlich nur ein Mensch in Frage: die Mutter der Jungs. Sie hat mir aber mehrfach auf verschiedenen Wegen klar gemacht, dass sie weder f\u00fcr Freundschaft noch f\u00fcr sonst irgendetwas, was man im entferntesten Beziehung nennen k\u00f6nnte bereit ist. Im Gegenteil: sie hat quasi alles was m\u00f6glich ist aufgefahren, um irgendeine Beziehung zu verhindern. Kein Telefon, keine Messengernachrichten, keine pers\u00f6nlichen Begegnungen, kein Nachrichtenaustausch \u00fcber Freunde. Selbst der Hinweis der Psychologin &#8222;Sie bleiben ein Elternpaar &#8230;&#8220; verhallt ungeh\u00f6rt. Offenbar will sie mich komplett aus ihrem Leben streichen. Sie will das, sie darf das und sie kann das. Ich akzeptiere das, auch wenn es sich nicht richtig und nicht gut anf\u00fchlt. Akzeptanz ist Liebe, Liebe ist Akzeptanz, auch wenn es weh tut. So muss ich erst einmal meine eigene biologische und intrinsische Barriere \u00fcberwinden. Also Freunde &#8230; das ist wirklich Psycho &#8230; Herausforderung. Das ist nat\u00fcrlich einfacher f\u00fcr denjenigen, der die Beziehung aufk\u00fcndigt und quasi nahtlos umsteigen kann (&#8230; b\u00f6ser Wolfgang &#8230;). Normalerweise wird solches Verhalten M\u00e4nnern unterstellt. Gerne von Frauen, denen das passiert ist. Aber auch hier &#8230; das sind keine geschlechtsspezifischen Eigenschaften und ich will nicht mutma\u00dfen, ob mehr M\u00e4nner oder mehr Frauen mutwillige Beziehungen crashen. Also &#8230; das geh\u00f6rt zur Herausforderung auch noch dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich werde also Plan B weiter verfolgen: tue das n\u00e4chstliegende. Klavier spielen, Fr\u00fchst\u00fcck machen, Steuererkl\u00e4rung machen, Paddel (Riemen) vom Ruderboot schleifen und streichen &#8230; und solche Sachen halt. Und euch schreiben und Freude und Leid mit euch teilen. Sch\u00f6n, dass ihr da seid \ud83d\ude0a.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da gab es doch auch einmal etwas mit Plan A und Plan B und so &#8230; wie war das noch gleich? 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