{"id":4488,"date":"2026-04-11T21:02:56","date_gmt":"2026-04-11T19:02:56","guid":{"rendered":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/?p=4488"},"modified":"2026-04-12T13:19:30","modified_gmt":"2026-04-12T11:19:30","slug":"was-es-sonst-so-zu-berichten-gibt-vom-wal-von-der-terrasse-von-diesem-blog","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/?p=4488","title":{"rendered":"Was es sonst so zu berichten gibt &#8230; vom Wal, von der Terrasse, von diesem Blog &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Blog geht wieder online. Warum? Weil es Zeit daf\u00fcr ist. Ich wei\u00df nicht mehr, wie lange ich ihn abgeschaltet habe. Aber er hat mich gestresst. Weil ich nicht mehr frei schreiben konnte. Das war vielleicht vor einem halben Jahr. Ich bin dankbar, dass ich r\u00fcckblickend doch immer wieder feststellen kann, dass es eine Entwicklung gibt. Eine Besserung. Ich schlafe teilweise wieder f\u00fcnf oder sechs Stunden. Ich bin zwar immer noch m\u00fcde, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie noch vor zwei Jahren. Ich arrangiere mich immer besser mit der bekloppten Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund, weshalb der Blog wieder online ist, ist der neue Zeitabschnitt. Ich habe vor \u00fcber die neue Challenge, die neue Herausforderung zu berichten. Denn die ist in jedem Falle spannend. Also bleibt dran \ud83d\ude42 &#8211; Au\u00dferdem hat der Blog ein neues Theme bekommen. Ein Theme, bei dem jeder Beitrag auch seine eigene Seite hat. So kann ich ausf\u00fchrlichere Beitr\u00e4ge schreiben und die \u00dcbersicht ist auch echt eine \u00dcbersicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit November oder Dezember singe ich im Chor. Chorprobe ist jeweils Freitag. Es ist gut. Es ist ein kleines Bausteinchen zur Verbesserung des Lebens. Singen ist \u00fcberhaupt gut. Und gemeinsam singen ist noch besser. Und Eva macht das gut. Meine Singkollegen sind angenehme Menschen. Von einigen Singkolleginnen kenne ich schon die Namen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Opel hat mittlerweile fast 4500 Kilometer auf der Uhr. Hey &#8211; ich habe jeden Tag eine Freude daran. Manchmal fahre ich auch damit rum. Es ist so sch\u00f6n, wenn ein Plan aufgeht. W\u00e4hrend ich viele andere Pl\u00e4ne beerdigen muss, tut es einfach gut, wenn ein Plan aufgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die S\u00fcdterrasse ist heute fertig restauriert. Ich wei\u00df nicht, ob ich dar\u00fcber berichtet habe. Die Jungs haben Bretter gebraucht f\u00fcr einen Volleyballtrainingsplatz. Das ist jetzt schon zwei Jahre her. Und da haben sie die alten Bretter der rotten S\u00fcdterrasse genommen. Der Volleyballtrainingsplatz wurde aber im letzten Jahren nicht mehr bespielt. Also habe ich das Brombeergestr\u00fcpp und den anderen Terrassenbewuchs beseitigt, die Unterkonstruktion restauriert und die alten Bretter wieder montiert. Wir haben jetzt auch eine funktionierende S\u00fcdterrasse. Als n\u00e4chstes muss die Solaranlage ummontiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Plan stehen noch weitere Punkte. Die Riemen vom Ruderboot m\u00fcssen geschliffen und lackiert werden. Die neue Dollenbefestigung am Ruderboot aus sch\u00f6nem Eichenholz muss lackiert werden. Der Gestr\u00fcppbereich im Garten soll gerodet werden und in die Rasenfl\u00e4che integriert werden. Und die Steuererkl\u00e4rung sollte mal gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach ja &#8211; und eines &#8211; das will ich euch noch erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr habt das alle mitbekommen, dass in der Wismarer Bucht ein Buckelwahl gestrandet ist. In der Kirchsee, also einer Bucht in der Bucht vor Kirchdorf. Das ist ziemlich nah bei uns. Wir segeln zwar fast nicht in die Kirchsee, weil es dort sehr flach ist. Aber in der N\u00e4he, da segeln wir durchaus. Ja, es ist eine Tragik. Ein besonderer Politiker steht jetzt t\u00e4glich vor der Presse und schlachtet das Ereignis f\u00fcr seine Zwecke aus. Und in Deutschland gibt es nun 80 Millionen Wahlexpertinnen. Die Kommentare der meist weiblichen Kommentatorinnen im Livestream der Wal\u00fcbertragung lassen tief blicken. Abgrundtief. &#8222;Holt. Denn Wal raus. Fertant.&#8220; &#8211; &#8222;Anzeigen machen&#8220; &#8211; &#8222;Woher wisst ihr, da\u00df der Wal nicht festgekettet ist??&#8220; &#8211; &#8222;Ich heule jeden Tag&#8230;.&#8220; &#8211; &#8222;Genau das meine ich auch. Hope Muss raus da.&#8220;. Maren Urner hat das Ph\u00e4nomen ganz gut erkl\u00e4rt. Das Hirn ist einfach viel mehr in der Lage sich auf ein einzelnes Wesen zu konzentrieren. Dass in der gleichen Zeit mehrere Schweinswale in der Ostsee sterben, dass im Mittelmeer t\u00e4glich Menschen sterben, das ist f\u00fcr das Hirn einfach schlechter zu begreifen, so die Hirnforscherin. Dann fahren Menschen \u00fcber hunderte Kilometer mit dem Auto, nur um einen sterbenden Wal zu begaffen. Sie beklagen sich \u00fcber hohe Spritpreise. Man m\u00f6chte ihnen zurufen: vielleicht gibt es einen Menschen in Deinem Umkreis, dem Zuwendung gut tun w\u00fcrde. Aber sie h\u00f6ren es nicht. Der ganze Rummel verf\u00fchrt mich nachts zu einem Gedanken:<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es m\u00f6glicherweise auch Menschen, die sich in einer Lebenssituation verirren? Die sich versehentlich aus einem Lebensfeld heraus &#8222;schwimmen&#8220;, das ihr eigentlich gesundes, nat\u00fcrliches Lebensfeld w\u00e4re? Die zun\u00e4chst gar nicht merken, dass sie sich verirren, &#8222;verschwimmen&#8220;, auf dem falschen Kurs sind? Dass diese Menschen dann zun\u00e4chst einmal ganz erstaunt, vielleicht sogar berauscht, befl\u00fcgelt sind von der neuen Lebensumgebung? Dass diese Menschen gar nicht merken, dass die neue Umgebung sch\u00e4dlich f\u00fcr sie ist? Dass sie eigentlich stracks umkehren sollten? Vielleicht sind sie einem Schwarm, einer Idee hinterher? Und dann finden sie den R\u00fcckweg nicht? Sie werden in der neuen Umgebung erst leicht krank, sie merken, dass ihr Wohlbefinden schwindet? Aber sie finden dennoch Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihren falschen Kurs. Andere Tiere schwimmen auch dort, also f\u00fchlen sie sich best\u00e4rkt. Irgendwann merken sie, dass es ihnen doch nicht so wirklich gut geht. Aber da haben sie sich schon so weit in den fremden Lebensraum verirrt, dass sie den R\u00fcckweg alleine und ohne Hilfe nicht mehr finden. Sie verheddern sich in einem Fischernetz. Schlie\u00dflich stranden sie entkr\u00e4ftigt und entmutigt auf einer Sandbank.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erz\u00e4hle die Geschichte einem 15j\u00e4hrigen. Und er fragt mich, ob ich das als Vergleich zu einem echt lebenden Menschen sehe. Ich sage Ja. Und er sagt: dann verstehe ich diese Geschichte. Es gibt noch so viele Parallelen in dieser Geschichte. Dass dem Wal geholfen wird von seiner Sandbank herunter zu kommen. Dass er Begleitung braucht, F\u00fcrsorge, zur\u00fcck in seinen Lebensraum. Die Geschichte k\u00f6nnte gut enden. Sowohl f\u00fcr den Wal, als auch f\u00fcr den Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wal hat sich vermutlich nicht zuf\u00e4llig in die Ostsee verirrt. Und der Wal hat sich auch nicht zuf\u00e4llig in einem riesigen Fischernetz verheddert. Irgendwo im Internet gibt es Bilder von dem Fischernetz &#8230; vielleicht schaut ihr die besser nicht an. Die Weltmeere sind nicht mehr die Meere, in der Wale sich wirklich wohl f\u00fchlen. Die Meere sind voll von irritierenden Ger\u00e4uschen durch Schiffe. Wale haben sehr empfindliche Organe um Ger\u00e4usche wahr zu nehmen. Unter Wasserl\u00e4rm verbreitet sich schneller und intensiver als Schall in der Luft. Die irritierende Umgebung war mit ziemlicher Sicherheit ein Faktor, der den Wal beeinflusst hat. Es ist unwahrscheinlich, dass die Natur die Wale so ausgestattet hat, dass sie sich einfach so in lebensfeindliche Gew\u00e4sser begeben. Auch die Menschen leben in einer Umgebung, die klare umrissene Lebensr\u00e4ume missen lassen. Die Verf\u00fchrungen und St\u00f6rfaktoren f\u00fcr die menschliche Psyche lauern \u00fcberall, sowohl in der realen Welt auch in der H\u00e4ndi-Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Blog geht wieder online. Warum? Weil es Zeit daf\u00fcr ist. Ich wei\u00df nicht mehr, wie lange ich ihn abgeschaltet habe. Aber er hat mich gestresst. Weil ich nicht mehr frei schreiben konnte. Das war vielleicht vor einem halben Jahr. &#8230; <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/?p=4488\">Read More &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4488","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4488"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4497,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4488\/revisions\/4497"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/tressowblog.dtp-net.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}